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Die Umra - "der kleine Hadsch" - 18. Oktober 2019 / 19. Safer 1441

Die Umra

19. Safer 1441 (18. Oktober 2019)

 

Verehrte Muslime,

 

in meiner heutigen Hutbe möchte ich einige Bemerkungen zur Umra machen, die von islamischen Gelehrten auch al-Hadsch al-Esğar, “kleiner Hadsch” genannt wird.

 

Allâh Teâlâ (c.c.) spricht in einer Âyet-i Dschelile“Vollzieht den Hadsch und die Umra, um Allâhs willen.” (Bakara, 2/196). Resûlullâh (s.a.w.), unser über alles geliebter Gesandter, spricht dazu: “Der Lohn der Umra ist die Vergebung für alle Fehltritte,  die man bis zur nächsten Umra begeht. Der Lohn für den Hadsch, der die Annahme bei Allâh gefunden hat, ist nichts anderes als die Dschennet.“ (Tirmizi , Hac, 90)

 

Die Umra gilt in der hanefîtischen und in der mâlikîtischen Rechtsschule als  sünnet-i müekkede, das heißt es is eine Ibadet, die Rasûlullâh selbst vollzogen und uns ans Herz gelegt hat, während sie bei den Şâfiîten und Hanbelîten als wadschib, also Pflicht gilt. Umra bedeutet wörtlich “jemanden oder etwas besuchen”. Als Fachbegriff der islamischen Lehre bezeichnet die Umra eine ibâdet, eine Form der Anbetung Allâhs, in der sich der Pilger an den mîkat genannten Grenzen von Mekke, vorbereitet und den ihrâm, das Pilgergewand anlegt, anschließend die Ka’be-i Muazzama besucht und den Tavâf, also die vorgeschriebene Umrundung der ka’be und danach den Sa’y, den rituellen Lauf zwischen den Hügeln von Safâ und Merve vollzieht, um sich zuletzt die Haare schneiden zu lassen und den ihrâm wieder abzulegen.

 

Die Rituale der Umra sind im Vergleich zum Hadsch weniger zahlreich und leichter zu befol-gen. Die Umra ist zeitlich nicht festgelegt und kann zu jeder Jahreszeit vollzogen werden. Aber eine Umra im Fastenmonat Ramazan ist nach islamischem Verständnis mendub, also empfohlen und besitzt mehr fazîlet, mehr Wert bei Allâh. Rasûlullâh (s.a.w.) spricht dazu: “Die im Monat Ramadan vollzogene Umra, ist dem Hadsch ebenbürtig.”(Kütüb-i Sitte, c. 4, Hadis Nr. 1169) Die Umra kann man für sich selbst machen, aber auch für seine altersschwachen oder bereits verstorbenen Eltern.

 

Liebe Muslime,

das “Haus Allâhs”, die  Beytullâh, zu umrunden, in die Menge der Menschen einzutauchen und unter ihnen das Hochgefühl der ibâdet selbst zu erleben, ist ohne Zweifel Begehr und Verlangen eines jeden Muslims. Darüber hinaus auch noch die Orte besuchen zu dürfen, wo der Gesandte Allâhs (s.a.w.) und Seine Gefährten und Freunde, die Ashab-ı Kiram, gelebt haben und ihnen unsere Aufwartung zu machen, diese unvergleichliche Atmosphäre zu erleben ist wahrlich etwas Außergewöhnliches. 

 

Der “Verband der Islamischen Kulturzentren” hat seit seiner Gründung mit seinen religiösen, sozialen und kulturellen Diensten das Vertrauen der Muslime gewonnen. Wir als Moscheegemeinde sehen es als unsere Aufgabe an, den Muslimen die Reise in den Hedschaz zu ermöglichen, die eine der wichtigsten, segensvollsten und spannendsten Reisen unseres Lebens ist. Unser Dachverband steht dafür ein, dass diese Umra im Lichte des Kur’ân-ı Kerîm und der Sünnet-i Seniyye durchgeführt wird.

 

In diesem Sinne lade ich euch zu unseren Umra-Programmen ein. Unsere Moscheegemeinden bieten jeden Monat Umra-Fahrten an; mit vielen verschiedenen Programmdetails und unter der Leitung von ernsthaften, erfahrenen und qualifizierten Mitarbeitern, wo jedes Detail sorgfältig vorbereitet ist und ihr entweder mit eurer Familie oder Freunden gemeinsam teilnehmen könnt. Auch gibt es unter anderem deutschsprachige Umra-Gruppen. Um von dieser gesegneten Reise zu profitieren, wendet euch bitte an unsere Moschee.

 

Vor dem Hintergrund dieser Gedanken und Empfindungen erbitte ich von Allâh Teâlâ für unsere Brüder und Schwestern, die sich mit der Absicht tragen, die Umra zu machen, dass ER ihre makâm erhöhen und ihre Fehler und Sünden vergeben möge. Meine Hutbe möchte ich mit zwei Hadîs-i Scherîfs von Rasûlullâh (s.a.w.) beschließen: “Wenn mich einer nach meinem Tode besucht, so ist es, als hätte er mich zu meinen Lebzeiten besucht. (Et-Tac, 2.190, Mecmaü'z; Zevaid, 3.666  Hadis Nr. 5843)

“Wer mein Grab besucht, für den ist meine Schefâat, meine Fürsprache, Pflicht.(Darekutni 2695, Beyhakî: Şuab 3862)

KRM - Pressemitteilungen

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Köln, 01.10.2019: Der Tag der offenen Moschee (TOM) am 3. Oktober steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Menschen machen Heimat/en“. Was ist „Heimat“? Ist sie nur der Ort, an dem wir unsere Kindheit und Jugend verbracht haben, wo unsere Familie, unsere Freunde leben? Für die einen ist Heimat das Land, aus dem die Eltern oder Großeltern stammen. Für andere ist Heimat überall dort, wo man sich zu Hause fühlt. Für manche ist Heimat eher spirituell und ein Ort, mit dem sie sich durch ihren Glauben verbunden fühlen.

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