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Zuneigung für jene die Allâh lieben 09. Rebîulâhir 1441 (06. Dezember 2019)

Liebe Muslime,


in meiner Hutbe spreche ich heute über die Liebe zu jenen Menschen, die die Liebe Allâh Teâlâs erfahren haben.

Als Rasûlullâh (s.a.v) anfing die Dini Celil-i İslam zu verkünden, beschuldigten ihn die Müşrikûn, also die Gegner der Muslime in Mekke, an erster Stelle sein eigener Onkel Ebû Leheb und manche der einflußreichsten Personen der Stadt, der Lüge. Sie bedrängten ihn ständig mit immer neuen Drohungen und sogar Verfolgungen, seiner Sache abzuschwören. All das, obwohl sie ihn seit seiner Kindheit kannten, seine Ahlâk schätzen gelernt hatten und seine absolute Vertrauenswürdigkeit immer wieder betonten. Aber Rasül-i Zişan (s.a.v.) begegnete dem Leid und den Nachstellungen durch die Mekkaner mit Sabr und Standhaftigkeit. Er gab sich die größtmögliche Mühe damit die Menschen in Mekke zu Îmân und Glauben finden und hat niemals ihr Verderben gewünscht – so wie wir alle es zum Beispiel von den Ereignissen in der Stadt Tâif kennen.

Gleichzeitig öffnete Cenâb-ı Hakk die Herzen vieler Menschen (mit Nasîb) gegenüber dem Islâm, allen voran unsere ehrenvolle Vâlide Hazret-i Hadice, dann Hazret-i Ebu Bekir, Hazret-i Ali, Hazret-i Bilal (radiyallâhü anhüm ecmeîn) und bescherte sie mit der Hidâyet, der Rechten Leitung. Aber die Feindschaft der Müşrikûn gegenüber Rasûlullâh und seinen Gefährten wurde schlimmer und die Muslime litten unter den Verfolgungen und der daraus entstehenden Not. Nur der Trost durch die Âyet-i Kerimes, die Allâh herabsandte konnte unserem Propheten Kraft und Wegweisung verleihen. Mal gebot Allâh standhaft zu sein und Sabr zu praktizieren und mal sich gezielt zu wehren. Aber immerzu war die Botschaft klar: Der Islâm wird in naher Zukunft obsiegen. Und so geschah es dann auch. Nach langen Jahren der Unterdrückung in Mekke und Verteidigung in Medine, war es Rasûlullâh (s.a.v.) mit Hilfe Allâhs gelungen mit zehntausend Soldaten ohne Blutvergießen in Mekke einzuziehen. Dies war für die Muslime eine Befreiung und ein grandioser Sieg zugleich. Diesem Fetih folgte kurze Zeit später der Abschied Resûl-i Ekrems (s.a.v.) von dieser Welt.

In dieser nur 23 Jahre währenden Asr-ı Saâdet, der Ära des Glücks, ist der Grundstein für die Hizmet-i Islâm, also die Anstrengungen auf dem Wege Allâhs bis zur Kıyâmet gelegt worden. Rasûlullâh (s.a.v.) hat mit der Erlaubnis und Hilfe von Allâh Azze ve Celle den Grundstein für den “Weg von Ilim und Weisheit” gelegt, in dem er sehr viele von den Ashâb-ı Kirâm zu Gelehrten – also Ulemâ- erzogen hat; gleichzeitig hat er mit den Ashâb-ı Suffe den Grundstein für den Weg der tiefen islamischen Spiritualität gelegt. So konnten die „Lehren des Islams“ und die Nûr-i Ilâhî bis heute überdauern und ihren Weg in die Herzen der Menschen (mit Nasîb) finden. In all den Jahrhunderten haben sich unsere Ulemâ und Evliyâ unter größtmöglichen Entbehrungen für die Hizmet-i Islam sprichwörtlich aufgeopfert – so wie Rasûlullâh (s.a.v.) selbst. Sie schafften dies einzig und allein mit der aufrichtigen Hingabe an die Sünnet-i Seniyye von Rasûlullâh und mit unermüdlichem Fleiß. 

Auf uns Muslime kommt deshalb eine sehr wichtige Aufgabe zu: Diese Ulemâ und Evliyâ haben, wegen ihrer Anstrengungen auf dem Wege Allâhs, es verdient geliebt, respektiert und mit guten Worten bedacht zu werden.  Daher, verehrte Muslime, sollte es uns ein Gebot sein, diesen Menschen gegenüber Muhabbet und Zuneigung zu empfinden und den Wunsch zu hegen an ihrer Seite zu sein –  in jedweder Hinsicht. Diese Muhabbet, diese Liebe zu den Ulemâ und Evliyâ ist derart wichtig, dass Rasül-i Ekrem (s.a.v.) dazu in folgendem Hadis-i Şerif klar und deutlich formuliert: “Der Mensch ist mit dem zusammen, den er liebt”. Wer also einen Âlim, einen gelehrten Imâm oder einen Velî liebt, diesem folgt, ist automatisch mit diesem zusammen. Hierzu heißt es in der Sûre İsrâ: “An jenem Tag werden Wir eine jede Gruppe von Menschen mit ihren Imâmen zusammen vorladen.”[1]

Und gerade aus diesem Grunde verkündet Cenab-ı Hakk in vielen Âyet-i Kerîmes mit welcher Art von Menschen und Imâmen ein Mensch verkehren sollte. Zum Beispiel heißt es in der Sûre Tevbe: “O die ihr den Îmân verinnerlicht habt, praktiziert Ehrfurcht vor Allah und seid mit den Sâdikun, den Aufrichtigen (zusammen).”[2] In den Tefsîrwerken zu dieser Âyet-i Kerime steht die folgende Erläuterung: “Mit eurem Îmân, mit eurem Ehrenwort oder auch mit eurem Islâm seid immerzu mit den Sâdikûn, entfernt euch ja nicht von ihrer Gesellschaft und sucht ihre Freundschaft. Seid wie sie, aufrecht in eurem Wesen, aufrecht in eurem Wort und aufrecht in eurem Werk! Folget ihnen!”



[1] İsra Suresi, 71

[2] Tevbe Suresi, 119

KRM - Pressemitteilungen

MENSCHEN MACHEN HEIMAT/EN : TAG DER OFFENEN MOSCHEEN am 3. OKTOBER

Köln, 01.10.2019: Der Tag der offenen Moschee (TOM) am 3. Oktober steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Menschen machen Heimat/en“. Was ist „Heimat“? Ist sie nur der Ort, an dem wir unsere Kindheit und Jugend verbracht haben, wo unsere Familie, unsere Freunde leben? Für die einen ist Heimat das Land, aus dem die Eltern oder Großeltern stammen. Für andere ist Heimat überall dort, wo man sich zu Hause fühlt. Für manche ist Heimat eher spirituell und ein Ort, mit dem sie sich durch ihren Glauben verbunden fühlen.

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