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27. Mai 2016 / 20. Şaban 1437 - Der Hadsch

27. Mai 2016 / 20. Şaban 1437 - Der Hadsch

Verehrte Muslime,

in meiner Hutbe will ich heute ein Wort zur fazilet, zu Verdienst und Bedeutung des Hadsch als Dienst an Allâhû Teâlâ sagen.

 

Eine der fünf Säulen unserer islamischen Religion ist der Hadsch. Alle Muslime, die das nötige Geld dafür haben, körperlich gesund und im Besitz ihrer geistigen Kräfte und die Mükellef, also volljährig sind haben die Pflicht einmal im Leben den Hadsch zu machen.

 

Dem Wörterbuch nach bedeutet Hadsch “beabsichtigen”, “vorhaben” und “sich (auf etwas) ausrichten”. Im islamischen Sprachgebrauch bedeutet es, zu einem bestimmten Zeitpunkt die  Kâbe-i Muazzama in Mekke und die in der Umgebung liegenden gesegneten und hochehrwürdigen Orte in der gebotenen Weise zu besuchen, um dort die erforderlichen weiteren ibâdât zu verrichten.

In der Sure Âl-i İmrân, im Vers 97 (Siebenundneunzig) heißt es: "Dort gibt es deutliche Zeichen: (Es ist) die Stätte Ibrâhims. Und wer es betritt, findet dort Frieden. Und die Pilgerfahrt zu jenem Hause ist eine Pflicht der Menschen vor Allah, wer immer nur einen Weg dorthin finden kann. Doch wer diese Pflicht von sich weist, (der soll wissen), wahrlich, Allah ist nicht auf die Welten angewiesen (Allâh ist auf ihre Gebete nicht angewiesen, denn Seine Schatzkammern sind voller Ibâdât und Gebete. Der Nutzen von Îmân und Ibâdet kehrt wiederum zurück auf den Menschen).

In einem von Ebû Hureyre (r.a.) überlieferten Hadîs-i Şerîf spricht Rasûlullâh (s.a.): „Wer den Hadsch vollzieht ohne ein böses Wort zu sprechen oder eine große Sünde zu begehen, kehrt heim wie am Tage als er von seiner Mutter geboren wurde, rein und ohne Verfehlung.“

 

Die Einladung zum Hadsch kommt direkt von Allâhu Teâlâ. So ist es überliefert, dass der Gesandte Ibrahim (a.s.) von Allâhu Teâlâ aufgefordert wurde die Menschen zum Hadsch einzuladen. Und jener bestieg den Ebû Kubeys genannten Berg. In alle Himmelsrichtungen verkündete Ibrahim (a.s.) diese Einladung: “O ihr Menschen, euer Rabb hat für euch ein Beyt, ein Haus erbauen lassen und euch geboten es zu besuchen und den Hadsch zu machen. So folget diesem Gebot Allâhs.” Diese Einladung haben all jene in der Welt der Seelen, all jene in den Leibern ihrer Mütter und alle Lebenden, die den Hadsch machen werden gehört und ihre berühmte Antwort gegeben: “Lebbeyk Allahümme lebbeyk (Wir hören Dich o Allâh. Das Gebot ist Dein Gebot)”.

 Welcher Muslim auch immer sich auf den Weg zum Hadsch macht, bekommt für jeden Schritt, den er macht, jeweils eine Sevâb und seine Position bei Allâh wird erhöht. Bei der Vakfe am Berg Arafat spricht Allâhu Teâlâ zu den Engeln: “O meine Engel, was bringt meine Knechte hierhin? Und die Engel antworten: “Sie bitten Dich um Deine Rızâ, Dein Wohlgefallen und um die Cennet.” Und Allâhu Teâlâ spricht dann: “Mein Wesen und alle Schöpfung sollen bezeugen, ich habe ihnen vergeben. Wie viel auch ihre Verfehlungen und Sünden sein mögen, ob nun so viel wie die Tage der Erde oder die Staubkörner der Wüste, ich habe ihnen vergeben.”    

Rasûlullâh (s.a.) spricht in einem Hadîs-i Şerif: „Wer sich auf den Weg zum Hadsch macht und stirbt, bekommt so viel Lohn als hätte er bis zum Tage der Kiyâmet Hadsch gemacht.“

Der Gesandte Allâhs (s.a.) wurde einmal gefragt welche Tat denn am wertvollsten ist. Rasülü Ekrem (s.a.v) antwortete: “Der Glaube an Allah und an Seinen Gesandten.” Welche Tat kommt danach? Fragten sie wieder. Rasûlullâh (s.a.) sprach: “Der Dienst und die Anstrengung auf dem Wege Allâhs.” “Welche Tat kommt danach, yâ Rasûlallâh?”, fragten sie nochmal: “Die Hacc-ı Mebrur“ antwortete er ihnen.

 

Liebe Muslime,

viele von euch wissen, dass die Kâ’be-i Muazzama und ihre Umgebung zur Zeit umgebaut wird. Die Regierung von Saudi Arabien hat deswegen die Hadsch-Quoten eingeschränkt. Wer von euch dieses Jahr den Hadsch machen will, sollte sich deswegen ein wenig beeilen und sich in unserer Moschee oder direkt bei unserem Hadsch-Organisator, der Firma ECONOM melden und dort mit den Anmeldeformalitäten beginnen.

KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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