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09. Dezember 2016 / 09. Rebiulevvel 1438 - Mevlid Kandil

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Hochverehrte Muslime,

                die Nacht von Sonntag auf Montag, also am 11. (elften) Dezember begehen wir die Geburtsnacht Rasûlullâhs (s.a.v.). Daher möchte ich heute über den auf Türkisch MEVLID KANDIL genannten und gesegneten Abend sprechen.

                Ohne Zweifel ist die 12. (zwölfte) Nacht des Mondmonats Rebîulevvel im Jahre 571 nach unserer Zeitrechnung einer der wertvollsten und außergewöhnlichsten Zeitabschnitte seit der Erschaffung des Universums. Denn in dieser Nacht wurde die Welt mit dem wertvollsten aller Menschen, mit Rasûlullâh (s.a.v.) Effendi beehrt.

                Allahü Teâlâ erschuf zuerst die Nûr, also das Licht und die Rûh-i Şerîf, die ehrenvolle Seele von Rasül-i Ekrem (s.a.v.) und erst danach – und allein seinetwegen - die ganze Schöpfung. “Habibim, O lieblicher Prophet, gäbe es Dich nicht, hätte Ich die Eflâk (die ganze Schöpfung) nicht erschaffen”, Dieser Hadîs-i Kudsî und der folgende Hadîs-i Şerîf sind Hinweise auf diese Tatsache: “Ich war schon ein Nebî als Adem (a.s.) noch in Wasser und Erde (ihm seine Rûh (Seele) noch nicht eingegeben) war.”

Den Wert und die Wertigkeit von Peygamber Effendi (s.a.v.) hat Cenab-ı Hakk in vielen Ayet-i Kerimes offenbart. So heißt es in der Sûre-i Enbiya: “(Resulüm, O mein Gesandter) WIR sandten Dich einzig und allein als Rahmet für die Welten.” In den Tefsîrwerken wird diese Ayet-i Celile in der folgenden Weise erläutert: “O mein Rasûl, nicht für irgendeinen Grund, sondern aus Merhamet gegenüber den Welten und im Besonderen für alle Menschen mit Verstand; nicht in irgendeiner Position, sondern als Rahmet für die Welten haben wir Dir die Risâlet, die Prophetenschaft gegeben. Deine Risâlet ist eine Rahmet-i Ilâhiyye für die Allgemeinheit und Du bist eine universelle (eine allgemeingültige) Rahmet, so dass du all jenen mit Verstand den Weg zur Erlösung und wahrer Freiheit zeigen wirst. Du und deine wahren Nachfolger werden die Dîn-i Celîli Islâm, also jenen Weg, der Bedingung für Glück in beiden Welten ist, verkünden und alle Welten werden davon Nutzen ziehen. Wie beschämend ist dann doch die Situation der Leute, die vor dieser Rahmet fliehen und nicht vermögen diese Nûr zu sehen.” In einem Hadis-i Şerif heißt es ungefähr: “Ich bin gesandt als Rahmet für alle Welten, als Geschenk Hazret-i Allâhs.”

                Imam-ı Rabbânî Müceddid-i Elf-i Sâni Hazretleri schreibt in seiner Mektûbât-ı Şerife über die Fazîlet und Meziyet von Rasûlullâh (s.a.v.) die folgenden Zeilen: “Die nötige Kraft Hazret-i Muhammed Mustafa (s.a.v.) mit meinen Worten zu loben, habe ich nicht. Ich vermag nur meine Worte mit ihm zu schmücken.” Nach Anführung dieses berühmten Gedichtes schreibt er in Anspielung an verschiedene Hadis-i Şerifs: “In der Tat ist Hazret-i Muhammed Mustafa, der Gesandter Allahü Teâlâs ist, die ehrwürdigste Person der Menschheit. In der Kıyamet ist er es, der die meiste Gefolgschaft haben wird. Er ist bei Allâhü Teâlâ von allen Menschen, die sowohl vor ihm als auch nach ihm gelebt haben, der mit der meisten Kerem und Ehre. Auch ist es wiederum er, dessen Grab zuerst geöffnet werden wird, der als erster Şefâat praktizieren wird, dessen Şefâat als erster angenommen werden wird, der als erster an den Toren der Cennet anklopfen und dem Hazret-i Allâh als erstem diese Tore öffnen wird. Am Tage der Kıyamet wird es wiederum er sein, der den Livâü’l-Hamd genannten Banner tragen wird.”

                Die Fazîlet und die Tugenden von Rasûlullâh (s.a.v.) aufzuzählen und zu versuchen diese in Worte zu fassen ist nicht möglich. Wie schön hat diese Tatsache doch Imam-ı Busayrî Hazretleri in seiner Kasîde-i Bürde in Reimen gefasst: „Wenn die Fazîlet von Rasûlullâh (s.a.v.) Grenzen gekannt hätte, so würden wir uns diese gegenseitig endlich erzählen können. Seine Fazîlet kennt aber keine Grenzen. Man kann seiner Person so viel Ehre wie möglich zuschreiben und man kann seinen Wert mit so viel Worten wie möglich versuchen zu beschreiben, trotzdem sind sie immerwährend unzureichend.“

                Dank und Şükür an Allâhu Teâlâ für die Ehre an den letzten und wertvollsten aller Gesandten, an einen wahrlich außergewöhnlichen Propheten glauben zu können. Aber um an die Hakîkat dieser Nimet und Gabe zu gelangen, also um ein Hakîkî Ümmet und aufrichtiges Mitglied der Gemeinschaft der Muslime zu werden sollten wir ständig Duâ machen. In einer Zeit von Unruhe und Unaufrichtigkeit in der wir uns befinden, ist es für jeden Muslim eine Verpflichtung sich mit Händen und Füßen an die Glaubensprinzipien der Ehl-i Sünnet ve’l-Cemaat und an die Sünnet-i Seniyye zu klammern und mit aller Kraft die Sünnet Rasûlullâhs (s.a.v.) wieder zum Leben zu erwecken.

 

Liebe Muslime,

diese Mevlid Nacht an diesem Sonntag sollten wir nutzen um viel Ibâdât-ü Tâat zu machen und so viel wie möglich Salavât-ı Şerîfe aufzusagen. Die folgenden Hadîs-i Şerîf geben uns einen Einblick wie wichtig das Aufsagen von Salavât-ı Şerîfe ist: “Wer mir eine Salât-ü Selam aufsagt, dem begegne Allâhü Teâlâ mit dem zehnfachen an Merhamet und Gnade." und “Am Tage der Kıyâmet sind mir jene Menschen am nächsten die mir die meisten Salat-ü Selam aufsagen.” Über dies hinaus können Muslime an diesem Abend auch den Tesbih Namaz (Salâtı Tesbîh) verrichten.

KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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