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08. September 2017 / 17. Zilhicce 1438 - Die Gemeinschaft, die Allâhs Beistand verdient

Hutbe

Sehr verehrte Muslime!

In einem Hadîs-i Şerîf spricht Rasûlullâh (s.a.v.): “Bis das Gebot Allahs (also die Stunde, die Kiyamet) eintritt, wird es unter meiner Ümmet immer eine Gemeinschaft geben, die den Beistand Allahs erlangen wird und so im Recht (Hakk) und auf dem rechten Wege sein wird. Jene, die Ihnen als Widersacher entgegentreten, werden ihnen niemals schaden können.”  Aus diesem und anderen Hadîsen verstehen wir, dass es bis zur Kıyâmet immer eine Gemeinschaft von Muslimen geben wird, die sich dem „Rechten Wege“ verschrieben haben und denen die Hilfe und der Beistand Allâhs zuteil geworden ist. Auch wird es demnach immer Menschen geben, die sich gegen Hakk, also gegen den „Weg zu Allâh“ stellen und die Ersteren bekämpfen werden, ihnen aber niemals Schaden zufügen können.

Im genannten Hadîs-i Şerîf sehen wir die Formulierung “…den Beistand Allahs erlangen…”. Daraus entnehmen wir, dass der Erfolg und die Beständigkeit der besagten Gemeinschaft auf den Beistand und die Hilfe Allâhs zurückzuführen ist. Hierbei müssen wir genauer hinschauen: Um den Beistand Allâhs erlangen zu können, ist es erforderlich Allâh zu helfen. So heißt es in der Sûre Muhammed in Âyet 7 (Sieben) umschrieben: “O die ihr glaubt, wenn ihr Allâh helft, so wird euch Allâh helfen und euren Füßen festen halt geben.” Die Formulierung “Allâh helfen”, die sowohl in dieser Âyet-i Kerîme als auch in anderen Versen zu finden ist, ist eine Metapher, eine Bildsprache und hat folgende Bedeutung: “Die Gebote Allâhs einhalten, Seiner Dîn, also dem Islam und Seinem Gesandten helfen.” Denn Allâh (c.c.) steht über der Position Hilfe annehmen zu müssen. So ist die wichtigste Besonderheit dieser besagten Gemeinschaft, ihre Verbundenheit mit den Geboten Allâhs und ihr Dienst und ihre Aufopferung für den Islam und die Muslime und für die Sünnet-i Seniyye, die schönen Taten und Handlungsweisen Rasûlullâhs (s.a.v.). Wegen dieser ihrer Hingabe verdienen sie sich auch den Beistand Allâhs und Glück und Erfolg bis hin zur yâmet.

Der wichtigste Punkt bei der Hingabe für den Islam und die Sünnet Rasûlullâhs ist die Zugehörigkeit zur Akîde, zur Glaubensrichtung der Ehl-i Sünnet ve’l-Cemaat; und jedwede Anstrengung zur Wahrung dieser Akîde. Denn nur allein die Gemeinschaft der Ehl-i Sünnet vel-Cemaat wird Annahme bei Allâh finden. Dies ist – wie bereits bekannt – durch einen Hadîs-i Şerîf verbürgt.

 

Liebe Brüder im Islam,

beenden wir unsere heutige Hutbe mit einer weiteren Besonderheit dieser Gemeinschaft. In dem folgenden, von Hazret-i Ömer (r.a.) überlieferten Hadîs-i Şerîf heißt es umschrieben: “Unter den Knechten Allâhs gibt es solche Menschen die weder Gesandte noch Şehîd sind. In der Kıyâmet aber werden sie, ob ihrer Wertigkeit bei Allâh wegen, von den Gesandten und den Şehîd bewundert.“ Die Sahâbe-i Kirâm, die ehrenvollen Gefährten des Gesandten Allâhs fragten „Yâ Rasûlallâh, wer sind diese Menschen, erzählt uns von ihnen.“ Er (s.a.v.) antwortete: “Sie sind solch eine Gemeinschaft, dass sie einander um Allahs willen lieben, ohne Verwandte zu sein und ohne miteinander Geschäftsbeziehungen zu haben. Ich schwöre bei Allah Teâlâ, dass ihr Antlitze, ihre Gesichter voller Nûr (Licht) sind und sie  der Nûr (dem Lichte Allahs) folgen. Wenn die Menschen sich fürchten, fürchten sie sich nicht. Wenn die Menschen in Trauer sind, sind sie es nicht.” Rasûlullâh (s.a.v) beendete seine Worte mit der folgenden Âyet-i Kerîme: “In der Tat gibt es für die Evliyâ, die Freunde Allâhs keine Furcht. Und sie werden auch nicht traurig sein.”

KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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