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Sich von Sünden fernhalten - 06. März 2018/ 11. Redscheb 1441

Geschätzte Muslime!

Heute spreche ich über die Verpflichtung eines Muslims sich von Sünden, Verfehlungen und Fehlern fernzuhalten.

Sünden sind wie kleine Krankheitserreger oder Viren im Körper des Menschen. Sie sind dazu imstande die Nûr Allâhs, Sein Licht in unseren Herzen zum Erlöschen zu bringen, unsere spirituelle Welt in den Ruin zu treiben und uns seelisch auszusaugen.

So heißt es hierzu in der eingangs vorgetragenen Âyet 14 der Sûre al-Mutaffifûn:

“Aber nein, was sie (an schlechten Taten) zu tun pflegten, hat auf ihre Herzen Rost gelegt.” Rasûlullâh (s.a.w.) erläutert diese Âyet mit den folgenden Worten: „Wahrlich, wenn der Diener (Allahs) eine Sünde begeht, so wird sie zu einem schwarzen Punkt in seinem Herzen. Macht er deswegen die Tawba, bereut er es, so wird sein Herz poliert. Vermehrt er aber (die Verfehlungen), so mehren sich (auch die schwarzen Punkte). Dies ist die Bedeutung des Wortes “RÂNE”, das Allah in seinem Buche erwähnt.

Um unsere sprituelle und seelische Gesundheit vor den Viren der Sünden zu schützen, bedürfen wir der richtigen Medikamente, also der Ibâdât. Um die starken Verschmutzungen und den Rost in den Herzen, verursacht durch Sünden, porentief reinigen zu können, bedürfen wir der aufrichtigen Tawba, das heißt eines ehrlichen Reuebekenntnisses.

Die Ulemâ, die muslimischen Gelehrten unterscheiden zwischen großen und kleinen Sünden. Der berühmte Gelehrte Ibn Abbas (r.a.) spricht von bis zu 700 (siebenhundert) “großen Sünden”. Zu diesen “großen Verfehlungen” zählen einige folgenden in verschiedenen Âyet-i Kerîmes und Hadîs-i Scherîfs erwähnte Handlungen:

Schirk, das heißt Allâh jemanden beigesellen; die Beschäftigung mit Zauberei und Magie; das Töten eines Menschen; Zinsen nehmen; das Eigentum eines Waisen an sich reißen; das Verleumden einer ehrbaren Frau; Zinâ/ Ehebruch; gleichgeschlechtlicher Liebesakt; Alkoholgenuß; die Beschäftigung mit Glücksspielen; der Verzehr von Schweinefleisch; der Verzehr von Fleisch eines toten oder nicht rituell geschlachteten Tieres; das Trinken oder Essen von Blut; Diebstahl; falsche Zeugenschaft; die Eltern missachten; einen falschen Eid ablegen; den Zekât, also die verpflichtende Sozialabgabe verweigern; absichtlich das rituelle Gebet vernachlässigen und Giybet, üble Nachrede.

Sünden sind Vergehen gegenüber Allâh Teâlâ. So ähnlich wie ein weltlicher Staat Straftaten sanktioniert, manchmal mit lebenslänglichem und manchmal mit zeitlich begrenztem Gefängnisaufenthalt, so gibt es verschiedene Abstufungen von Sanktionen für Sünden gegenüber Allâh. Der größte aller Sünden ist unzweifelhaft der Schirk, die Beigesellung. Dafür wird der Mensch für immer und ewig in der Dschehennem verweilen.

So spricht Dschenab-ı Hakk in der Sûre an-Nisâ,  Âyet 48: „Wahrlich, Allâh vergibt nicht, dass man IHM beigesellt. Doch Er vergibt das, was geringer ist als dies, wem ER will. Und wer Allâh beigesellt, der hat wahrhaftig eine gewaltige Sünde ersonnen.”

Für alle “großen Sünden”, außer Schirk, kann man noch in  dieser Welt Vergebung erlangen - wenn man Tawba praktiziert und die Verfehlung aufrichtig bedauert. Wenn aber ein Muslim sterben sollte, noch bevor er die Tawba geleistet hat, so gibt es trotzdem die Hoffnung, dass er durch die Schefâat, durch die Fürsprache Rasûlullâhs oder eines Welîs Vergebung findet – vorausgesetzt er scheidet mit Îmân von dieser Welt. Wenn dies nicht möglich sein sollte, so bleibt er solange mit Iman in der Dschehennem bis alle seine Verfehlungen dahingeschmolzen sind. Erst danach wird er in die Dschennet hineingelassen.

Die “Kleinen Verfehlungen” finden Vergebung durch Tawba, aber auch durch den Vollzug von amel salih, das heißt durch fromme Werke wie Hadsch, Umra, Fasten im Monat Ramazan, Verrichtung des fünfmaltäglichen Gebetes und des Freitagsgebetes und durch das Vermeiden von “Großen Verfehlungen”.  Hierzu heißt es in der gleichen Sûre an-Nisâ, Âyet 31:

 “Wenn ihr euch von den großen (Sünden), die euch verboten sind, fernhaltet, dann werden wir eure (geringeren) schlechten Taten tilgen und gewähren euch einen ehrenvollen Eingang (in die Dschennet).

Liebe Muslime, wir haben noch eine Ankündigung.

Die Hadsch findet dieses Jahr Ende Juli statt. Wir haben die Anmeldeangelegenheiten bereits gestartet. Darüber hinaus laden wir euch zur Umrefahrt im Monat Ramazan-ı Şerif ein. Diese Gelegenheiten solltet ihr euch nicht entgehen lassen. Weitere Informationen bekommt ihr bei unseren Kollegen in der Moschee.

KRM - Pressemitteilungen

Der Maßnahmenkatalog des Koordinationsrats der Muslime zur schrittweisen Öffnung hat sich bewährt

Köln, 18.05.2020: Auf Grundlage gesammelter Erfahrungen bei Gemeinschaftsgebeten in Moscheen nach der ersten schrittweisen Wiederaufnahme von Gottesdiensten hat der Koordinationsrat der Muslime (KRM) eine Bewertung vorgenommen.

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