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10. Juni 2016 / 05. Ramazan 1437 - Die Bedeutung des Zekât

03. Juni 2016 / 27. Şaban 1437 - Ramazan-ı Şerif

Verehrte Muslime,

Heute sprechen wir in unserer Hutbe über den Zekât und seinen Wert in der islamischen Religion.

Cenab-ı Hakk spricht in der Sûre Bakara in Âyet 43:

“Verrichtet den Namaz aufrichtig, entrichtet den Zekât in gebührender Form.”

Der Zekât gehört zu den fünf Säulen des Islams und ist im Jahre zwei nach der Hicret und kurz vor dem Monat Ramazan zu farz erklärt worden. Rasûlullâh (s.a.v.) beschreibt diese fünf Säulen in dem unter den Ulemâ als “Mebâni-i Islâm” bekannten Hadîs-i Şerîf mit den folgenden Worten: “Der Islam ist errichtet auf fünf Säulen: Die Zeugenschaft, dass es außer Allah keine andere Gottheit gibt und dass Muhammed (s.a.v.) Sein Gesandter und Auserwählter ist, die aufrichtige Verrichtung des Namaz, die Entrichtung des Zekât in gebührender Form, das Fasten im Monat Ramazan und, wenn die Kraft reicht, der Hadsch zur Ka’be, zum Haus Allâhs.” (Sahih-i Buhârî, İman 1,2)

Zekât bedeutet wörtlich Sauberkeit, Vermehrung, Überfluss und Bereket. Nach islamisch-religiösem Verständnis steht es für eine bestimmte Menge aus dem Besitz oder Vermögen, den ein Muslim, der Mukellef, das heißt religiös mündig ist, bedürftigen Menschen zu geben hat. Wichtig bei dieser Handlung ist die Absicht, also die Niyet dem Gebot Allâhs genüge zu tun. Der Zekât ist demnach eine materielle Ibâdet und wird wegen ihrer Wichtigkeit an weit mehr als achtzig (80) Stellen im Kur’ânı- azîmü’ş-Şân erwähnt.

Weil das Vermögen oder die Güter, deren Zekât entrichtet wird, gereinigt werden und dafür Sorge tragen, dass der gereinigte Teil sich gesünder vermehrt und auch noch für Sevab und Lohn im Jenseits sorgen, heißt die jährliche Sozialabgabe eben “Zekât”.

Der Zekât ist reinigend. Es reinigt den Besitz von Haram und den Besitzer von Habgier und Geiz. Dieser Zustand ist von einigen Evliyâullah in folgender Weise erläutert worden: In den Adern der Freigebigkeit, also der Sahâvet entstehen Verstopfungen. Um diese Verstopfungen zu öffnen gibt man am besten seinen Zekat, seine Sadaka-i Fıtr und ähnliche Hayır-Gaben in die Hand eines geizigen Menschen und bittet ihn das Geld an vorher bestimmte Personen auszuteilen. So gewöhnt sich diese Person an den Zekât. Damit werden eure Abgaben makbul, also bei Allah angenommen und ihr bekommt dazu noch Sevab bei Allah, weil ihr eine Person zur Abgabe von Zekât angeleitet habt...”

Der Zekat schützt den Besitz. So spricht Rasûlullâh (s.a.v.) hierzu “Nimmt euren Besitz mit dem Zekât in Schutz. Und mit der Sadaka, also der freiwilligen Abgabe heilt euch von euren Krankheiten.“

Der Zekât reinigt nicht nur das Hab und Gut aus dem es gegeben wurde, sondern auch den Zekât-Geber selbst. Dies basiert auf Âyet 103 (Einhundertdrei) in der Sûre Tevbe. Dort heißt es umschrieben: “Nimm von ihrem Vermögen eine Sadaka, mit der du sie reinigst und ihre Belohnung vermehrst.”

Die überwiegende Mehrheit der Fukahâ, also der islamischen Rechtsgelehrten sind sich darin einig, dass das Wort Sadaka in dieser Âyet als Zekât zu verstehen ist. Auch benutzt man landläufig das Wort Sadaka fast als Synonym für Zekât.

Liebe Muslime,

Es ist sehr wichtig sich für den richtigen Zeitpunkt und die richtigen Empfänger des Zekât zu entscheiden.

Der Zekat kann prinzipiell ganzjährlich entrichtet werden, aber in einem Hadîs-i Şerîf in dem über den Wert des Monats Ramazan berichtet wird, erwähnt Rasûlullâh (s.a.v.), dass darin für nâfile Ibâdât der Lohn für Farz-Ibâdât gegeben wird und für Farz-Ibâdât hingegen der Sevab von 70 (siebzig) normalen Farz- Ibâdât. Aus diesem Grunde ist es verdienstvoller den Zekât im Ramazan zu entrichten.

Im Kur’an-ı Kerim sind 8 (acht) verschiedene Zekât- Empfänger benannt. Eine dieser Empfänger-Gruppen sind jene “auf dem Wege Allâhs”. Zu diesen gehören unweigerlich auch Menschen, die sich dem Studium der islamischen Lehre verschrieben haben. Dies wird von den Ulemâ besonders hervorgehoben.

Es ist ein Zeichen von Vernunft und Intelligenz in das Meistbringende zu investieren, sowohl in materieller als auch in spiritueller Hinsicht.

KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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