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Die Jugend - 14. Dezember 2018/07. Rabiulahir 1440

Verehrte Muslime,

 

der Mensch ist zweifelsohne die Krönung der Schöpfung Allah Teâlâs. Und die ergiebigste Zeit im Leben des Menschen ist die Jugend. Dieser Lebensabschnitt ist eine Nîmet, eine Gabe Allah Teâlâs, dessen Wichtigkeit wir schätzen sollten und zugleich eine Gelegenheit, die wir nicht einfach verstreichen lassen dürfen. Der ehrenvollste aller Menschen, der Gesandte Allâhs (s.a.v.) empfiehlt “die Bedeutung der Jugend vor dem Eintreten des Alters, zu erkennen”. Das ist einer der Gründe warum er selbst besonders großen Wert auf Bildung und Erziehung der Nachkommenschaft gelegt hat.

 

Die Jugend ist die Zukunft einer Gesellschaft. Aus diesem Grund gehört es zu den wichtigsten Aufgaben der Muslime, dafür zu sorgen, dass Jugendliche mental und körperlich gesund gedeihen; sich zielorientiert entwickeln; materielle und geistige Werte und Kulturen der Gesellschaften, in denen sie leben, kennen und vor allem tolerant und verantwortungsvoll mit eigenen Glaubensgeschwistern und Andersgläubigen umgehen.

 

Die Jugend des Menschen ist eine schwierige, aber gleichzeitig die wichtigste Phase im Leben. In diesem Lebensabschnitt gestaltet jeder Einzelne seine Zukunft, erhält seine Bildung und legt den Grundstein für seinen Werdegang. Er findet seine eigene Identität, bildet seinen Charakter, seine Persönlichkeit und erlernt gute und schlechte Gewohnheiten, nützliche und – leider auch - unnütze Dinge. Auch die Familiengründung fällt in diesen Lebensabschnitt.

Gute Charaktereigenschaften wie Sauberkeit, diszipliniertes Arbeiten, Respekt gegenüber den Eltern und älteren Menschen sowie dem gesellschaftlichen Umfeld; Toleranz, Geduld, Hilfsbereitschaft, Liebe zum Menschen und die Liebe zu Allâh Teâlâ und seinem Gesandten; die Einhaltung von Regeln; Tugenden wie Aufrichtigkeit und Gerechtigkeitssinn werden in dieser Zeit gebildet und in die Zukunft getragen.

Heutzutage werden junge Menschen immer wieder kritisiert und gar beschimpft, sie seien aufmüpfig, verantwortungslos, zerstreut und respektlos gegenüber den Älteren und auch gegenüber den Jüngeren. Wir dürfen uns bei all dem mit Aussagen wie “Ach, die Jugend heutzutage” keineswegs aus der Verantwortung ziehen.

 

Liebe Muslime,

 

es gehört zu unseren Aufgaben, ja sogar zu unseren Pflichten unsere Aufmerksamkeit auf unsere Nachkommenschaft zu lenken und uns um sie zu bemühen. Im Kur’ân-ı Kerîm heißt es: „Wisset, dass euer Hab und Gut und eure Kinder eine Versuchung für euch sind...”; “An jenem Tage (der Auferstehung) werdet ihr dann wahrhaftig über die Gaben befragt werden.”

 

Diese beiden Âyets fordern von uns und auch von der heranwachsenden Jugend selbst, diesen Lebensabschnitt, also die Jugend zu würdigen. Wenn es um die Erziehung der Jugend und um die Lösung ihrer Probleme geht sind in erster Linie die Eltern, dann Lehrer, Pädagogen, Soziologen, Gelehrte und Hodschas und zu guter Letzt jeder einzelne in der Gesellschaft gefragt, mehr Verantwortung zu übernehmen. Eine Gesellschaft kann nur Erfolg haben, wenn sie ihrer Jugend vertraut, ihr Verantwortung überträgt und Jugendliche nicht als Gefahrenquelle oder dergleichen ansieht.

 

Die Jugend ist die Zukunft einer Gesellschaft. Denn jede Gemeinschaft, ob sie es will oder nicht, wird letztendlich ihr materielles und geistiges Vermächtnis ihrer Nachkommenschaft überlassen. Dies ist, gemäß der Schöpfung Allah Teâlâs, der natürliche Ablauf des menschlichen Daseins.

KRM - Pressemitteilungen

Zusammenhalt in schwierigen Zeiten

Jährliches Spitzentreffen zwischen evangelischer Kirche und Koordinationsrat der Muslime in Köln Der christlich-muslimische Dialog findet derzeit in Deutschland unter erschwerten Bedingungen statt. Darüber waren sich die Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) einig.

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