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Aktuelle Freitagspredigt

Der Monat Redscheb-i Scherif und die Reghâib-Nacht - 21.02.2020/27. Cemâziyelâhir 1441

Verehrte Muslime,

 

im Wesentlichen haben alle Zeitabschnitte bei Allâh denselben Wert. Aber aufgrund von verschiedenen wichtigen Ereignissen darin und der auftretenden “tecelliyât-ı îlâhî“, also der Manifestationen Allâhs sind manche Zeitabschnitte bedeutsamer als andere. Zu diesen Ausnahmen gehören unzweifelhaft die am kommenden Dienstag, 25. Februar beginnenden “gesegneten drei Monate“ Redscheb, Schaban und Ramazan-i Scherif.

Dschenab-i Hakk spricht im Kur’ân-ı Kerîm: “Wahrlich die Anzahl der Monate bei Allâh beträgt zwölf Monate, (so ist es) im Buche Allâhs (festgeschrieben) seit dem Tage, da Er die Himmel und die Erde erschuf. Vier von diesen (Monaten) sind haram, heilig.” Der Redscheb-i Scherif  ist einer dieser Monate, die haram sind. Der Grund für die Bezeichnung dieser vier Monate als “haram” liegt darin, dass Sünden und Verfehlungen in diesen Monaten viel schwerer wiegen als sonst und der Lohn für alle Ibâdât viel wertvoller ist als sonst. Folglich verdienen diese Monate auch viel mehr an Tâ’zim, also Respekt und Aufmerksamkeit als die anderen Monate.

 

Für das Fasten am ersten Tag des Redscheb-i Scherif gibt es soviel Sevâb, Lohn als hätte man drei Jahre lang gefastet, für das Fasten am zweiten Tag zwei Jahre, für den dritten Tag ein Jahr und für jeden weiteren Tag gibt es die Belohnung von einem Monat fasten. Rasûlullâh (s.a.w.) erklärt uns im folgenden Hadîs-i Scherîf wie man in  der besten Art und Weise diese sehr wertvollen Monate für sich zunutze macht:

“Wünscht Ihr im Angesicht des Todes keinen Durst zu verspüren, von der Welt mit Îmân zu scheiden und (von den Fallen und Nachstellungen) des Schaitan freizukommen? Dann respektiert diese Monate, in dem ihr viel fastet und für eure vergangenen Fehler Reue praktiziert; und gedenkt viel an Allâh Teâlâ, dem Schöpfer aller Welten, so dass ihr in Frieden in die Dschennet eingehen könnt.

Der Monat Redscheb ist der Monat Allâhs. Daher sollten wir uns bemühen, die 112. SÛRE Al-ICHLAS so oft wie möglich zu rezitieren. Auch sollten wir uns in diesem Monat schon auf den gesegneten Monat Ramazan vorbereiten, in dem wir uns mit viel mehr Hingabe dem Fasten und unseren täglichen Gebeten widmen. Dabei ist ein Punkt besonders wichtig:

Schafft es ein Muslim nicht die Monate Redscheb und Schaban für sich zu nutzen, seinen Fokus auf Allâh zu richten und dabei den “Motor seines Herzens” in Gang zu bringen, wird er es auch nicht schaffen ausgiebig vom Ramazan-i Scherif zu profitieren.

Auch sollten wir uns bemühen die folgende, von Rasûlullâh (s.a.w.) sehr oft gesprochene Duâ, soviel wie möglich aufzusagen:

اَلَّلهُمَّ بَارِكْ لَنَا فِى رَجَبَ وَ شَعْبَانَ وَ بَلِّغْنَا رَمَضَانَ

“O Allâh! Mache uns die (Monate) Redscheb und Schaban segensreich und lasse uns den Ramazan erleben.”

 

 

Liebe Muslime,

 

im Monat Redscheb gibt es zwei besondere Nächte, die wir im Türkischen Kandil, also Leuchte nennen, da in ihnen unsere Herzen erleuchtet werden. Die erste ist die Reghâib Kandili, die Reghaib-Nacht, die wir am ersten Freitagabend begehen. Das ist der Abend von Donnerstag auf den Freitag des 27. Februar. Die zweite ist die Mi’râdsch Kandili. Diese Nachtreise des Propheten werden wir am 27. Abend des Monats Redscheb begehen.

Die REGHAİB- NACHT ist auch die Nacht in der Hazret Âmine wahrgenommen hat, dass sie  Rasûlullâh (s.a.w.) unter ihrem Herzen trägt.

Rasûlullâh (s.a.w.) spricht in einem Hadîs-i Scherîf: „So verfallt nicht in Gaflet, in geistige Abwesenheit, was die Nacht des ersten Freitag im Monat Redscheb betrifft. Wahrlich, es ist eine Nacht, die von den Engeln den Namen Leylet ar- Reghâib, die Nacht der Wünsche erhalten hat.”

Wenn ein Drittel dieser Nacht vergangen ist, sammeln sich die Engel auf Erden und in den Himmeln, um die Ka’be-i Muazzama herum. Allâh Teâlâ spricht daraufhin zu ihnen: “Wünscht von mir, was ihr nur wollt. Ich werde es euch erfüllen.” Und alle Engel bitten mit folgenden Worten: “Yâ Rabb, wir wünschen von Dir, dass Du den Fastenden im Monat Redscheb vergibst.” Und Allâh wird sagen: “Euer Wunsch habe ich vernommen und ihnen vollständig vergeben.”  

Mit dem Blick darauf laden wir euch am kommenden Donnerstag zum Abendgebet in die Moschee ein, um diese bedeutungsvolle Nacht, in der Allâhs rahmet und bereket, sein Barmherzigkeit und Segen die Welten erfüllt, gemeinsam zu begehen, sie gebührend zu füllen und für die hidâyet, die Rechtleitung und die Errettung der Menschen Duâ zu machen.

 

Liebe Gemeinde,

Heute möchten wir an dieser Stelle der Todesopfer in Hanau gedenken. Möge Allah sie in seine Barmherzigkeit aufnehmen.  Möge Allah die Verwundeten schnell genesen lassen.  Den Verwandten und Hinterbliebenen sprechen wir unser herzliches Beileid aus.

 

KRM - Pressemitteilungen

MENSCHEN MACHEN HEIMAT/EN : TAG DER OFFENEN MOSCHEEN am 3. OKTOBER

Köln, 01.10.2019: Der Tag der offenen Moschee (TOM) am 3. Oktober steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Menschen machen Heimat/en“. Was ist „Heimat“? Ist sie nur der Ort, an dem wir unsere Kindheit und Jugend verbracht haben, wo unsere Familie, unsere Freunde leben? Für die einen ist Heimat das Land, aus dem die Eltern oder Großeltern stammen. Für andere ist Heimat überall dort, wo man sich zu Hause fühlt. Für manche ist Heimat eher spirituell und ein Ort, mit dem sie sich durch ihren Glauben verbunden fühlen.

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