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Um Allâhs willen lieben - 10. Juli 2020/19. Dhulqada 1441

Verehrte Muslime,

Heute möchte ich euch ein paar Worte über die Liebe um Allâhs willen sagen.

Die Liebe gehört zu den wohl größten Gaben Allâhs (c.c.). Dieser Nîmet wegen kann der Liebende zum Geliebten eine Herzensverbindung aufbauen. Keine materielle Kraft ist auch annähernd imstande dieser, für bloße Augen nicht sichtbare Verbindung, zuleibe zu rücken oder irgendwie zu schaden.

So wie materielles an Wert gewinnt, wenn man es richtig und rechtens einsetzt, so ist die Liebe imstande das ewige Leben des Menschen zu retten, wieder unter der Bedingung, dass sie richtig und rechtens eingesetzt wird. Eine falsche Herzensverbindung kann den Menschen in den Ruin stürzen.

Resûlullâh sallallâhu aleyhi ve sellem faßt dies sehr kurz aber prägnant zusammen:

Der Mensch ist mit dem zusammen, den er liebt.

Was ist denn dann eine Liebe, die richtig und bei Allâh angenommen ist? Tatsächlich ist die Antwort auf diese Frage ganz einfach, nämlich die Liebe und Zuneigung zu Allâh. Die Liebe zu Allâh ist die logische Konsequenz von Îmân und Glauben. Wer Allâh liebt, den liebt auch Allâh (c.c.). 

So heißt es hierzu in der Sûre el-Maide in Âyet 54:

O die ihr den Îmân verinnerlicht habt! Wer von euch sich von seiner Dîn abwendet, (so wisset) Allâh wird bald eine Gemeinschaft hervorbringen, die Er liebt und welche Ihn lieben....

Wir sehen in dieser Ayet-i Kerime, dass, wenn die Liebe Allâhs einen Menschen ergreift, dieser Mensch im Gegenzug Allâh liebt. Dafür muß aber der Mensch von sich aus und aus freien Stücken ein paar Schritte in Richtung Allâh machen.

Nach der Liebe zu Allâh kommt unweigerlich die Liebe zu Rasûlullâh sallallâhü aleyhi ve sellem. Die Liebe und Zuneigung der Ashab-ı Kirâm aleyhimürrıdvan zum Gesandten Allâhs ging so weit, dass sie bei ihrer Anrede jedesmal als Ausdruck ihrer Liebe und Verwunderung sagten:

 فِدَاكَ اَبِى وَاُمِّى يَارَسُولَ اللهْ „O Rasûlullâh, das Leben meines Vaters und meiner Mutter sei Dir geschenkt.

Da ist auch zum Beispiel das Gespräch zwischen Hz. Omar (r.a.) und Rasûlullâh (s.a.v.). Der große Kalîf versuchte seine Liebe und Verbundenheit zu Rasulullah Aleyhisselâm in Worte zu fassen und sagte:

- Yâ Resûlallâh, ich liebe dich mehr als alles andere, ausgenommen mich selbst! Rasulullah aleyhisselâm sprach daraufhin:

- O Omar! Solange du mich nicht mehr liebst als deine eigene Person, solange bist du kein wahrer Mü`min, (kein wahrer Gläubiger).

Hz. Omar (r.a.) prüfte daraufhin sein Herz und seine Gefühle und sagte in aufrichtigen Worten:

- Ya Resûlallâh, ich liebe dich auch mehr als meine eigene Person!”

An dritter Stelle gebührt die Liebe eines Muslims den Evliyâ, also Menschen die Allâh nahestehen. Der folgende, von Hz. Enes (r.a.) überlieferte Hadis-i Scherif ist hierzu die Grundlage.

„Ein Mann fragte den Gesandten Allâhs, wann die Kıyâmet, also das Zeitenende eintreten werde. Resûlullâh (s.a.) antwortete ihm:

- Was hast du für die Kıyamet vorbereitet? Der Fragesteller sagte dazu: - Nichts, aber dafür liebe ich Allâh und seinen Gesandten. Daraufhin sprach der Nebî Aleyhisselâm:

- Du bist mit dem zusammen, den du liebst!

Hz. Enes (r.a.) kommentierte diese Begebenheit mit den Worten: Über diese Aussage Rasûlullâhs haben wir uns mehr gefreut als über alles andere im Leben. Denn ich liebe Resulüllah, Hz. Ebu Bekir und Hz. Omar. Aufgrund dieser Liebe hoffe ich (im Jenseits) mit ihnen zusammen sein zu können.“ (Terğıb, C. 3 S.429)

Die gegenseitige Liebe und Zuneigung von Muslimen füreinander im Namen Allâhs zählt sogar als Ibâdet. Dazu spricht Rasûlullâh (s.a.w.):

„Menschen, die um Allâhs willen einander lieben, werden am Tage des Mahscher (der Versammlung), an dem es keinen anderen Schatten gibt als Sein Schatten, unter dem Schatten des Thrones Allâhs verweilen. Die Gesandten und die Schuhedâ werden sich wünschen, an ihrer Stelle zu sein.“

Jede Art von Liebe im Rahmen der Rızâ-i Ilâhî, also dem Wohlgefallen Allâhs, gilt bei Allah als angenommen, hochwertig und erhaben.

Wie glücklich sind diejenigen, die diese Liebe in ihren Herzen bewahren und wachsen lassen!

KRM - Pressemitteilungen

Zusammenstehen gegen Rassismus/ Spitzengespräch zwischen Koordinationsrat der Muslime und der EKD

Köln, 11.06.2020: Mit einem stillen Gebet für die Opfer von Rassismus und Hass ging heute das Spitzengespräch zwischen Vertreterinnen und Vertretern des Koordinationsrates der Muslime (KRM) und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu Ende. Das Treffen fand aufgrund der Corona-Pandemie per Videokonferenz statt. Die jüngsten Proteste gegen Rassismus wurden als Teil einer größeren Anti-Rassismus-Debatte begrüßt, die dringend notwendig sei.

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