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23. Juni 2017 / 28. Ramazan 1438 - Vorbereitung auf den Ramazan-Bayram

Hutbe

Verehrte Muslime,

in meiner Hutbe spreche ich heute über die letzten Tage des Fastenmonats Ramazan und den kommenden Bayram, den Iyd’ul-Fıtr.

Unser Ramazan-ı Şerif verläßt uns nun und wir sind voller Trauer und Gram. Trost spenden uns eigentlich nur die kommenden Bayram-Tage. Am Sonntag, den 25. (Fünfundzwanzigsten) Juni begehen wir den ersten Tag des Ramazan Bayram. Wir wünschen uns von Allâhü Teâlâ, dass Er diese gesegneten Tage für uns und vor allem für die ganze islamische Welt zu Hayr und Segen mache.

 In der Sûre-i Tevbe in Âyet 72 erfreut Hazret-i Allâh all jene Menschen, die ihre Aufgaben als Muslime ernst genommen und diese erfüllt haben, mit folgenden Worten: “Allâh hat den gläubigen Männern und den gläubigen Frauen Cennât versprochen, in denen sie ewig verweilen werden und die von Flüssen durchflossen sind und wunderschöne Wohnstätten in den Cennât-i Adn. Aber die Rızâ-i Ilâhî, das Wohlgefallen Allâhs ist viel größer (gewichtiger) als dies alles. Dies ist wahrlich ein unermesslicher Erfolg.“

Und Rasûlullâh (s.a.v.) spricht:

“Wer an Allâh und Seinen Rasûl glaubt, den Namaz in der besten Art und Weise verrichtet und das Fasten im (Monat) Ramazân einhält, der erwirkt Recht gegenüber Allâh, dass ER ihn in die Cennet schickt.”

Unsere Ramazan und Bayram-Zeiten in denen wir zum Beispiel fasten oder Kurban machen zählen gleichzeitig als Ibâdet, als Anbetungsform an Allâh. Wir sollten diese Bayram-Tage nicht mit Taten und Feiern füllen, die dem Kernverständnis dieser Tage widersprechen und sie entehren.

Unsere Zekât und unsere Sadaka-i Fıtr sollten wir auf keinen Fall bis zum letzten Ramazan-Tag hinausschieben. Wer diese noch nicht entrichtet hat, sollte sich beeilen und so den bedürftigen unter den Muslimen die Möglichkeit nicht nehmen mit denselben hoffnungsvollen Erwartungen in die Bayram-Tage zu gehen wie wir selbst. Eure Zekât und eure Sadaka-i Fıtr könnt ihr auch hier in unserer Moschee geben, damit diese noch zeitig an Bedürftige weitergeleitet werden können.

Rasûlullâh (s.a.v.) spricht: “Wer nach dem Ramazan-ı Şerif noch sechs Tage im Monat Şevval fastet erlangt Lohn soviel als hätte er das ganze Jahr über fastend verbracht.” (Müslim) Schon jetzt sollten wir unsere sechs Tage Fasten im kommenden Monat Şevval vorplanen.

Der Hadsch und der Kurban sind wichtige Ibâdât, die in der Folgezeit des Ramazân unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Wem der Hadsch zur Pflicht geworden ist sollte keine Zeit mehr verlieren und sich in die Hadschliste unserer Moschee eintragen lassen. Auch unseren Kurban können wir jetzt schon hier in unserer Moschee vormerken lassen, damit zu Zeiten unser Kurban an erste Stelle gesetzt und den Bedürftigen zugeteilt werden kann. So nutzen wir auch Bereket und Segen dieser Ramazan-Tage zu unserem Vorteil.

 

Hochgeschätzte Brüder im Islam,

im Folgenden werde ich einige Verhaltensregeln aufzählen, die zu praktizieren an den Bayram-Tagen mendub, das heißt von Rasûlullâh (s.a.v) empfohlen sind:

Am Bayram-Tag früh aufstehen; die Gusül-Abdest, das heißt die Ganzkörperwaschung machen; mit dem Misvâk die Zähne putzen; sich mit wohlriechenden Düften einreiben; die schönste islamisch erlaubte Kleidung anziehen; als Dank an Allâh (c.c.) seine Freude über den Bayram nach Außen hin zeigen; einen Ring tragen; an Ramazan-Bayram vor dem Gang zur Moschee etwas Süßes essen; dieses Süße sollten zum Beispiel getrocknete Datteln sein und als 1, 3 oder 5 Stück in ungerader Stückzahl gegessen werden; beim Kurban-Bayram sollten jene Muslime, die ihren Kurban selbst machen das Frühstück bis zur Zeit nach dem Bayram-Namaz verschieben, damit sie mit dem Kurban-Fleisch ihren Bayram beginnen können; den Sabah-Namaz, also das Frühgebet in der Moschee verrichten; zur Moschee gemächlichen Schrittes gehen und nicht hasten; beim Gang zur Moschee den Tekbir aufsagen, an Ramazan-Bayram leise vor sich hin und an Kurban-Bayram laut; nach dem Bayram-Namaz auf dem Rückweg nach Hause soweit möglich einen anderen Weg beschreiten als den Hinweg zur Moschee; den Muslimen mit einem lächelnden Gesicht begegnen und zu guter Letzt soweit möglich viel Sadaka geben.[1]



[1] Nimet-i İslam, S. 800

KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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