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18. August 2017 / 26. Zilkade 1438 - Der Monat Zilhicce und Kurban

Hutbe

Liebe Muslime,

 

Am kommenden Mıttwoch beginnt der gesegnete Monat zilhicce. In diesem Monat wird die Verpflichtung zum Hadsch erfüllt, der zu den fünf Säulen des Islams gehört; ebenso wird das Opferfest, der Kurban Bayram zum Wohlgefallen Allâhs begangen und die Bücher mit unserer amel, der Aufzeichnung unserer Taten, werden noch einmal durchgesehen, um dann geschlossen zu werden. Die Bedeutung dieser Tage unterstreicht der Gesandte Allahs (s.a.v.) mit dem folgenden Hadis-i Şerif: “Die Erdentage mit der meisten Fazilet sind die ersten zehn Tage des Monats zilhicce.“ So wie wir gewohnt sind, am Ende des Kalenderjahres unsere Bücher und Quittungen herauszuholen und unsere Jahresendabrechnung zu machen, sollten wir uns in diesem letzten Monat des Hicri-Jahres auf unsere inneren Werte besinnen und uns Rechenschaft über uns selber ablegen.

 

Die ersten zehn Tage des zilhicce sind die sogenannten Leyâli-i Aşere, die gesegneten zehn Tage. Muslime, die keinen Hadsch machen, sollten diese Tage mit Fasten verbringen. Wo das nicht möglich ist, sollte man sich bemühen, mindestens am achten und neunten Tag, dem sogenannten arafat-Tag, also an Arefe zu fasten.

 

Hochgeschätzte Gläubige,

 

der Kurban Bayram ist nicht mehr weit. Zur Hizmet-i Islâm, also zu den wesentlichen Aufgaben eines Muslims gehört es den Kurban als Ibâdet selbst zu vollziehen und alles dafür zu tun damit es auch andere vollziehen können. So sollten Muslime, die sich der Wichtigkeit dieser Ibâdet bewusst sind jedem Muslim, den sie erreichen können vom Kurban erzählen, diesen zum Vollzug des Kurban anregen, und wenn es sein muß, ihn finanziell unterstützen, damit dieser seinen Kurban machen kann oder mit Menschen zusammenbringen, die ihm dabei helfen können.

Denn der Kurban ist nur ein kleines Erbe von der großen Prüfung, die İbrahim aleyhisselâm, İsmail aleyhisselam und Hâcer Validemiz gemeinsam bestanden haben. Die Prüfung von İbrahim aleyhisselâm und Hâcer Vâlidemiz bestand darin, dass sie das Leben ihres geliebten Kindes für den Allmächtigen Schöpfer hergeben sollten und von Ismail aleyhisselâm war nichts weniger verlangt als sein eigenes Leib und Leben. Alle drei haben ihre Verbundenheit mit Allâh gezeigt und haben so ihre persönliche Prüfung bestanden – eine wahrlich schwere Prüfung. Anstelle ihres eigenen Lebens schickte ihnen Hazret-i Allâh einen Widder und gebot ihnen diesen zu opfern.

Und als Andenken an sie hat Allâhu Teâla den Muslimen geboten den Kurban zu vollziehen – anstelle unseres eigenen Lebens und dem Leben unserer Kinder. Wer dieses Gebot Allâhs vollzieht, der hat Teilhabe am Sevab und Lohn, den Ibrahim aleyhisselâm, Hâcer Vâlidemiz und Ismail aleyhisselâm erworben haben. Nur so ist der Kurban eine Ibâdet, eine Form der Anbetung Allâhs.

 

Als Verband der Islamischen Kulturzentren übernehmen und bringen wir schon seit Jahren den Kurban vieler Muslime in Europa in die entlegensten Regionen der Welt. Von dieser Opferung profitieren arme Menschen, aber vor allem Kinder und Jugendliche, die den Kur’ân und die islamische Lehre studieren. Dies ist unser Beitrag mit dem Kurban die Hizmet-i Kur’ân zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass viele Kinder und junge Menschen vom Segen des Kur’ân profitieren können.

 

Es ist schon eine besondere Atmosphäre diese Kinder dann zu sehen wie sie nach dem Essen, für die Menschen, die ihnen dies ermöglicht haben, Duâ machen:

اللهم اغفر صاحب هذا الطعام والآكلين اللهم اجعل دولتهم دائما اولادهم عالما صالحا ولا تسلط عليهم ظالماً

 

“O Allâh vergib denen, die dieses Essen spendiert, es vorbereitet und die davon gegessen haben. O Allâh gib ihnen Kraft und erweitere ihre Möglichkeiten und Deine Gaben und mache ihre Kinder und Kindeskinder zu Menschen, die âlim und sâlih sind. O Allâh beschütze sie vor den Zâlim, den Ungerechten.”

 

Liebe Muslime,

 

der Kurban ist eine segensreiche Ibâdet und die Duâ dieser Schüler und Studenten des Kur’ân ist wahrlich etwas, was man unbedingt erwerben sollte. Daher laden wir euch ein daran teilzuhaben und an der Kurban-Kampagne unserer Moscheegemeinden teilzunehmen. Möge Allâhu Teâlâ eure Kurban annehmen.

KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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