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16. Februar 2018 / 30. Cemaziyel-evvel 1439 - Das Gute empfehlen, vom Schlechten abraten

Verehrte Muslime,

das Gute empfehlen und vom Schlechten und Unrechten abraten, das nennen wir im Arabischen EMR-İ Bİ’L-MÂRUF ve NEHY-İ ANİ’L-MÜNKER. Darüber möchte ich heute in meiner Hutbe sprechen.

Allâh Teâlâ spricht in der Sûre Ali İmrân Folgendes: “Aus euch soll eine Gemeinschaft werden, die zum Guten aufruft, das rechtmäßige gebietet und das Unrecht verbietet. Und diese sind diejenigen, die erfolgreich sein werden.”

Rasûlullâh (s.a.v.) spricht in einem Hadîs-i Şerif: “Wer das Gute gebietet und das Schlechten verhindert, der ist auf Erden Halife, Sachwalter von Allâh Teâlâ, Halife von  Rasûlullâh und Halife von dem Buch Allâhs.”

Die in der Ayet-i Kerime und im Hadis-i Şerif verwendete Formulierung “emr-i bi’l-maruf nehy-i ani’l-münker” haben wir als “das Gute empfehlen und vom Schlechten abraten” übersetzt. Dieser Punkt ist der wichtigste in der Einladung zu Hayır, das heißt zum Wohlgefallen Allâhs. Das Wort „Marûf“ umfasst all jene Dinge, die der Islam für gut erachtet, als Verbundenheit zu Allâh wertet und die damit zu Irfan, Weisheit führen. “Münker” sind hingegen alle Dinge, die der Islam mißbilligt und die als Aufbäumen gegenüber Allâh Teâlâ zu verstehen sind.

“Emr-i bi’l-maruf nehy-i ani’l-münker” ist islamisch-rechtlich farz, also absolute Pflicht. Dies ist durch Kitab und Sünnet, also durch Kur’ân und die Sünnet Rasûlullâhs belegt. Gleichzeitig haben wir es hier mit einer der wichtigsten Farz-Handlungen im Islam zu tun. Denn die Muslime finden hiermit Vervollkommnung; und dies führt zu Glück und Erfüllung in diesem und im nächsten Leben.

 Bedingung dafür ist, dass unter den Muslimen eine Gemeinschaft vorhanden sein muß, die diese Aufgabe übernimmt. Denn “Emr-i bi’l-maruf nehy-i ani’l-münker” ist farz-ı kifaye. Das heißt, nimmt sich eine Gruppe von Muslimen dieser Aufgabe an und unterweist andere Muslime in der islamischen Lehre, so sind alle anderen Muslime von dieser großen Verantwortung befreit.  Hierzu steht in der Sûre et-Tevbe: “Die Gläubigen dürfen nicht alle auf einmal ausziehen. Warum rückt dann (aber) nicht von jeder Abteilung von ihnen (wenigstens) eine Gruppe aus, damit sie sich in der Religion (des Islam) unterweisen lassen und ihre Leute warnen, wenn sie zu ihnen zurückkommen, auf dass sie sich in acht nehmen.”

Wir sehen hier, dass jene Leute die “das Gute empfehlen und vom Schlechten abraten” wollen, Ehl-i Ilim, also Gelehrte und darüber hinaus sahibi maneviyat, das heißt Menschen sein müssen, die geistig und spirituell weit fortgeschritten sind. Dafür müssen sie die Feinheiten der islamischen Lehre erlernen und dieses Wissen anderen Muslimen weitergeben - nicht um über die Menschen zu herrschen, auch nicht für weltliche Vorteile, sondern einzig und allein um der Wohlgefallen Allâhs wegen und um sie zu ermahnen und zu belehren. Denn jedwede Handlung ohne Wissen und Weisheit und ohne Ihlas, Aufrichtigkeit und Hingebung bringt keinen Nutzen, ja schadet gar den Menschen!

Hierbei müssen wir einem Punkt besondere Aufmerksamkeit schenken. Das islamische Wissen sollte nach Maßgabe und den Prinzipien der Ehl-i Sünnet ve’l-Cemâat richtig und gründlich erlernt werden. Der Islam hat zwei Wesensmerkmale: Itikâd und Amel, das sind die Glaubensfundamente und die religiöse Praxis. In beiden Fällen ist es für die Muslime erforderlich der Ehl-i Sünnet ve’l-Cemâat zu folgen. Erstens, sie sollen an das glauben woran die Ehl-i Sünnet glaubt. Denn nur sie ist die Gemeinschaft auf der die Rizâ-i Ilâhî, das Wohlgefallen Allahs ruht und die Rasûlullâh (s.a.v.) als “fırka-i naciye”, als errettete Gemeinschaft bezeichnet hat. Und zweitens, islamisches Wissen soll wiederum von Ulemâ, den Gelehrten erlernt werden, die der Gemeinschaft der Ehl-i Sünnet angehören.

 

 

Liebe Brüder im Islam,

 

der große Gelehrte İmam-ı Rabbânî Müceddid-i Elf-i Sânî (k.s.) schreibt zu diesem Thema in seinen “Mektûbât-ı Şerife” genannten Briefen das Folgende: “Für die Mükellef, die islamisch-rechtlich Volljährigen sind die Glaubensfundamente die erste Pflicht. Das bedeutet, jeder einzelne Muslim muß zuerst seine Akâid sorgfältig erlernen - oder wenn nötig berichtigen. Dieses “Berichtigen” soll sich an den Ansichten der Gelehrten der Ehl-i Sünnet richten. Ohne Zweifel liegt die Errettung im nächsten Leben in der Übereinstimmung mit den Ansichten der Großen der Ehl-i Sünnet. Denn sie und jene die ihnen folgen, machen die “Fırka-i Nâciye” aus und finden Errettung in der Âhiret. Die Ehl-i Sünnet ist unzweifelhaft die Gemeinschaft, die den Weg von Rasûlullâh (s.a.v.) und seinen Ashâb geht. Von all dem Wissen über den Islam, dass aus Kitab und Sünnet herausgearbeitet wurde, sind nur jene muteber, gültig, die von den Großen der Ehl-i Sünnet herausgearbeitet wurden.”

An anderer Stelle schreibt Hazret-i İmam-ı Rabbânî (k.s.): “Insbesondere in Zeiten, da die Şeâir-i Islam, die Zeichen islamischen Lebens, schwächer geworden sind, ist es die größte Wohltat den Menschen die Ahkâm-ı Islam, die islamischen Bestimmungen beizubringen. Derart sogar, dass millionenfaches Geld als Sadaka mit anderer Absicht nicht mal ansatzweise an den Wert der Weitergabe einer einzigen religiösen Vorschrift herankommt… Es sei denn, solch eine Sadaka ist verbunden mit der Absicht, die islamischen Bestimmungen am Leben zu erhalten. Dann ist auch die Gegenleistung dafür groß.“

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Der KRM verurteilt die Anschläge auf mehrere Moscheegemeinden und ruft die Sicherheitsbehörden auf, die Sicherheit zu gewährleisten Köln: 24.01.2018: Der KRM ist besorgt über die neuerliche Serie von Angriffen auf türkischstämmige Moscheegemeinden. Die Kämpfe im Norden Syriens werden zum Anlass genommen, um vermehrt gegen türkische Einrichtungen und insbesondere Moscheen zu hetzen und den Terror nach Deutschland hinein zu tragen.

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