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KRM - Pressemitteilungen

Gegen das Vergessen, gegen antimuslimischen Rassismus – zum Todestag von Marwa El-Sherbini

Köln, 29.06.2011 -  Zusammen mit dem Justizministers des Freistaates Sachsen Dr. Jürgen Martens und dem 1.Bürgermeister der Stadt Dresden Dirk Hilbert wird der Koordinationsrat der Muslime (KRM), eine Gedenkveranstaltung anlässlich des 2. Todestages von Marwa El-Sherbini im Dresdener Landgericht abhalten. KRM-Sprecher Aiman Mazyek wird  mit einer Delegation von Verbandsvertretern des KRM anwesend sein und u.a. aus dem Koran, unweit der Mahntafel, die im Gerichtsgebäude an den gewaltsamen Tod erinnert, rezitieren.

Die damals schwangere Pharmazeutin Marwa El-Sherbini wurde am 01.07.2009 im Dresdener Gerichtssaal vor den Augen der Richter, ihres Mannes und ihres dreijährigen Sohnes mit 18 Messerstichen brutal ermordet. Der Täter, das geht aus seinem Brief an das Dresdener Amtsgericht hervor und den Aussagen, die er gegenüber dem Opfer mehrfach machte, handelte aus einem antimuslimischen Rassismus heraus. Der Ehemann, der seiner Frau zur Hilfe eilte, wurde ebenfalls vom Mörder und einem später herbei eilenden Polizisten, der ihn fälschlich als den Täter ausmachte, lebensgefährlich verletzt. Der Täter wurde zu lebenslänglicher Haft verurteilt.

„Dies ist nur die Spitze des Eisberges, einer sich immer aggressiver auftretenden Islamfeindlichkeit in unserem Land“, warnte heute in Köln der KRM-Sprecher Aiman Mazyek, so befürchtet er, dass dieser „antimuslimischer Extremismus“ zu oft noch in unserem Land unterschätzt wird „Die steigenden Zahlen von Übergriffen auf Muslime, die zunehmenden Anschläge auf unsere Gotteshäuser, müssen jedoch jeden Demokraten und aufrechten Bürger wachsam werden lassen, denn sie gefährden die freiheitlich-demokratische Ordnung unseres Landes maßgeblich“, so Mazyek abschließend.



Zeit und Ort: Die Gedenkveranstaltung findet am 01.07.2011 um 12.30 Uhr im Gerichtsgebäude (Lothringer Str. 1) in Dresden statt.
Am frühen Abend um 18.00 veranstaltet der Ausländerbreirat zusammen u.a. mit vielen lokalen Initiativen und den Moscheevereinen eine Kundgebung vor dem Dresdener Landgericht.

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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