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KRM - Pressemitteilungen

KRM ist besorgt über die stark ansteigende Islamfeindlichkeit in Deutschland

Köln, 15.10.10: Laut der Studie „Die Mitte in der Krise – Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2010“ der Friedrich-Ebert-Stiftung nimmt die Islamfeindlichkeit in Deutschland stark zu. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung stimmt islamfeindlichen Aussagen zu. Zudem bescheinigt die Studie ein hohes antidemokratisches Potenzial in der Gesamtbevölkerung, wonach 58,4 Prozent die islamische Religionsausübung einschränken wollen und jeder Zehnte Bürger sogar einen „Führer" mit harter Hand will.


Der KRM-Sprecher Pürlü äußerte sich sehr besorgt und sagte: „Sicherlich müssen wir uns als unverzichtbarer Teil dieser Gesellschaft mit den Ängsten und Sorgen der Bevölkerung auseinandersetzten. Die steigende Islamfeindlichkeit ist ein Zeichen der falschen Migration- und Integrationspolitik in diesem Land. Sie zeigt, wie wichtig die strukturelle Integration des Islam und die nachhaltige Kooperation des Staates mit islamischen Religionsgemeinschaften hierzulande ist.“


Nach der Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) wünschen sich 38 Prozent der jungen Deutschen keine türkischen Nachbarn. Er stellte fest, dass die einseitige Forderung von Migranten, sich zu integrieren, nicht  Erfolg haben kann, wenn auf der anderen Seite ein wichtiger heranwachsender Teil der deutschen Bevölkerung keine muslimischen Nachbarn oder Freunde haben will.


Zudem gibt es eine spürbare Diskriminierung von Muslimen, vor allem aber muslimischer Frauen mit Kopftuch in der Arbeitswelt, auf dem Wohnungsmarkt und in der Öffentlichkeit, wie die  im September veröffentlichte Studie „Starke Frauen, schwerer Weg“ vom Interkulturellen Rat in Deutschland belegt.


Der Koordinationsrat der Muslime (KRM) fordert die Politik auf, Islamfeindlichkeit ernst zu nehmen und die Anerkennung des Islam, auf die politische Agenda zu setzen. Es ist höchste Zeit zu handeln.

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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