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KRM - Pressemitteilungen

Pressemitteilung zum 10. Jahrestag des 11. Septembers

Der Koordinationsrat der Muslimen (KRM) mit seinen Mitgliedsverbänden – DITIB, Islamrat, VIKZ und ZMD – gedenken zum Jahrestag des 11. Septembers der vielen Opfer und ihrer Angehörigen. In zahlreichen Veranstaltungen sind die Repräsentanten des KRM heute in Deutschland unterwegs, um für die Toten und Hinterbliebenen zu beten.

 

Als Folge des schrecklichen Terroranschlags von New York, Washington und Pennsylvania verbinden viele Menschen auch die anschließenden Kriege in Afghanistan und Irak, die Folter in Abu Ghraib, das Gefangenlager Guantanamo, Aufweichungen unumstößlicher Menschenrechtsprinzipien im Zuge des Antiterrorkampfes und viele weitere Terroranschläge mit tausenden von Opfern weltweit.

 

Die Balance zwischen Freiheit und Sicherheit muss stets gewahrt bleiben. Unsere Verfassung gibt die Koordinaten dafür vor. „Der Antiterrorkampf darf nicht auf Kosten der Freiheit zur Totalüberwachung führen, denn sonst haben die Terroristen gesiegt und unsere freiheitlich- demokratische Gesellschaft verloren“, sagte der KRM-Sprecher Aiman Mazyek zum Jahrestag des 11. Septembers heute in Berlin.

 

Zudem leiden die Muslime unter den Folgen des 11. Septembers: einen stetig wachsenden antimuslimischen Rassismus, der sich vermehrt durch Diskriminierungen, Übergriffe auf Muslime, Anschläge auf deren Gotteshäuser und einem latent entgegengebrachten Misstrauen äußert.

 

Angesichts des „arabischen Frühlings“, dem leidenschaftlichen Freiheits– und Demokratiedrang der arabischen Völker, wird klar, dass sich die Ideologie des Terrors nicht in die Köpfe einnisten konnte. Der Islam lehnt jeglichen Terror und Gewalt ab. Terror hat keine Religion.

 

„Die postterroristische Zeit scheint zum 10. Jahrestag des 11. Septembers eingeläutet zu sein. Doch die Saat des Hasses und der steten Angst, welche die Terroristen gesät haben, ist bisher nicht besiegt worden. Es liegt an uns Menschen – gleich ob Nichtmuslime oder Muslime - diesen giftigen Stachel nun in den nächsten Jahren zu entfernen“, so Mazyek abschließend.  

 

Berlin, 11.09.2011

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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