Gebetskalender

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Islamisches Neujahr

Der erste Monat des Hidschri-Kalenders ist Muharram. Damit beginnt auch das islamische Neujahr. Eine besondere Feier für das islamische Neujahr gibt es nicht. Man spricht sich lediglich Glückwünsche zum neuen Jahr aus. Muharram ist auch einer der vier heiligen Monate (aschhuru hurum).

Aschura

Die Bezeichnung für den zehnten Muharram ist Aschura. An diesem Tag fanden wichtige Ereignisse statt, wie die Anerkennung der Reue Adams (a.s.), die Errettung Ibrahims (a.s.) vom Feuer, die Errettung Musa (a.s.) von der Unterdrückung des Pharao, die Heilung Ayyubs (Hiob) (a.s.)  usw.

Aschure ist auch die Bezeichnung für eine Süßspeise, die speziell an diesem Tag hergestellt und traditionell an Nachbarn und Freunde verteilt wird. Aschure wird auch auf Nuch (a.s.) zurückgeführt wird. Es gehört zur Sunna am Aschuratag zu fasten.

Id al Fitr - Ramadanfest

Der Ramadan ist der neunte Monat des islamischen Hidschri-Kalenders. Er ist der islamische Fastenmonat und gilt als Monat der Umma. Der Ramadan ist der einzig namentlich genannte von den zwölf Monaten im Quran (2:185). Im Ramadan befindet sich auch die Nacht der Bestimmung (Lailatal-Qadr), in dem der Quran dem Gesandten Muhammed (a.s.) offenbart wurde. Daher wird auch während des Ramadan jeden Tag 1/30 (Dschuz) des Qurans rezitiert und so ein Hatm-al Quran (Durchlesen des Qurans) vollzogen. Die gemeinsame Quranlesung im Ramadan nennt man Mukabele.

Das Ramadanfest ist einer der beiden großen islamischen Feste. Er beginnt am 1.10. des Hidschri-Kalenders und dauert drei Tage lang. Feste sind dazu da, Kindern, Armen, Bedürftigen, schwachen, älteren und anderen Mitmenschen Freude zu bereiten, sich gegenseitig zu beglückwünschen und zu besuchen aber auch sich zu versöhnen. Da an diesem Fest auch Baklavas und andere Süßigkeiten verschenkt bzw. serviert werden, nennen die türkischen Muslime dieses Fest auch Şeker Bayramı (Zuckerfest).

Id al Udhiya - Das Opferfest

Das Opferfest wird auch als das große Fest bezeichnet und beginnt am 10.12. des Hidschri-Kalenders. Es dauert vier Tage. Muslime, die finanziell dazu in der Lage sind, opfern an diesen Tagen Tiere wie Schafe, Ziegen, Rinder oder Kamele und teilen das Fleisch mit Nachbarn und bedürftigen Menschen. Bei großen Tieren wie Rindern und Kamelen können sich sieben Leute beteiligen. Das Opferfest erinnert an die Opferungsgeschichte Ismails (a.s.) und die Treue Ibrahims (a.s.) gegenüber Allah. Dieses Ereignis ist eine Ermahnung an die Menschheit, dass Gott Menschenopfer für alle Zeiten verboten hat.

Kandil - Heilige Nächte

Kandil ist ein arabisches Wort für Öllampe und wird im türkischen Sprachgebrauch auch für islamische heilige Nächte gebraucht. An diesen heiligen Nächten wurden die Minarette der Moscheen mit Öllampen beleuchtet. An Kandilnächten werden freiwillige rituelle Gebete wie Tesbih-Namaz, Hadschet-Namaz verrichtet und Mevlid-Zeremonien (Koranrezitation und religiöse Gesänge) abgehalten. Kandils sollen zur inneren Erleuchtung der Gläubigen beitragen.

Mawlid Kandil - Geburt des Propheten Muhammed (a.s)
Der Gesandte Allahs wurde in der zwölften Nacht des Rabi-al Awwal in Mekka geboren. Dies fiel auf das Jahr 570 n. Z.

Ragaib Kandil - Nacht der Wünsche (auch u. Empfängnis bekannt)
Die erste die Nacht von Donnerstag auf Freitag im Monat Radschab ist die Ragaib-Nacht. Der Gesandte empfiehlt diese Nacht, in der “Wünsche” erhört werden und es mit göttlicher Vergebung erfüllt ist, mit Gebeten zu begehen.

Miradsch Kandil  - Nacht der Himmelsreise
Die 27. Nacht des Radschab ist die Miradsch-Nacht. Miradsch steht für “aufsteigen, emporsteigen” und bezeichnet die Nacht, in der der Gesandte Muhammed (a.s.) geistig sowie körperlich seine himmlische Reise in die jenseitigen Sphären unternommen hat. Das fünfmal tägliche Gebet und die Schafat al uzma (vollkommene Fürsprache des Gesandten für seine Umma) sind Geschenke dieser Nacht.

Baraat Kandil - Nacht der Vergebung
In der 15. Nacht des Schaban findet Baraat Kandil statt. Diese 15. Nacht wird als Nacht der Befreiung und der Vergebung bezeichnet.

Lailatul-Qadr  - Nacht der Allmacht, der Bestimmung
Die Qadr-Nacht wird gewöhnlich in der  27. Nacht des Ramadan begannen. Jedoch soll dieser nach einem Hadis des Gesandten (a.s.) in einer der ungeraden letzten zehn Nächte des Ramadan verborgen sein. Es ist die Nacht, in der die Offenbarung des Quran al Karim begann, von der sie ihren hohen Stellenwert bekommen hat. Die 97. Sure (al-Qadr) ist dieser Nacht gewidmet und bezeichnet sie wertvoller als 1000 Monate zusammen.

 

KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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