Gebetskalender

Sitemap

04. Juni 2010 / 21. Cemâziyelâhir 1431

Freitagspredigt

Vom Tode und was danach kommt

 

بِسْمِ اللهِ الرَّحْمنِ الرَّحِيمِ

 
الَّذِي خَلَقَ الْمَوْتَ وَالْحَيَاةَ لِيَبْلُوَكُمْ أَيُّكُمْ أَحْسَنُ عَمَلاً وَهُوَ الْعَزِيزُ الْغَفُورُ


قال رسول الله صلى الله عليه و سلم


مَنْ اَحَبُّ لِقَاءَ ا للهِ اَحَبَّ ا لله لِقَاءَهُ وَ مَنْ كَرِهَ لِقَاءَ الله كَرِهَ ا للهُ لِقَاءَهُ

 

 

Liebe Muslime,

Es gibt Dinge auf der Welt, die nur einen Teil der Menschen treffen und den andern nicht. Und es gibt Dinge, die jeden von uns treffen. Der Tod, dem niemand entgeht, gehört zu der zweiten Gruppe von Dingen. Angesichts dessen macht sich wohl jeder irgendwann Gedanken darüber, was nach dem Tode geschehen wird.   

Der Drang zum Leben und der Wunsch nach Unsterblichkeit liegt in der menschlichen Natur. In der Regel fällt es uns nicht leicht, unser gewohntes Umfeld zu verlassen. Daher wünscht sich auch keiner den Tod, und der Abschied vom Diesseits wird uns allen schwer. Ein Muslim sollte sich Dingen zuwenden, die für ihn heilsam und gut sind, und so sollte er seinen Blick auch auf das Leben nach dem Tode richten, das von ewiger Dauer ist. Denn unser Leben im Diesseits ist vergänglich und flüchtig.

Da der Tod früher oder später jedes lebendige Wesen ereilt, sollten wir mit Sorgfalt bedenken, was uns danach erwartet. Denn Allahs unabänderlicher Ratschluss lautet: Alles Lebendige wird ver-gehen. Alles Vergängliche wird in Staub zerfallen. Jeder von uns wird eines Tages sterben und von Verwandten und Freunden zur letzten Ruhe geleitet werden. Aber wo finden wir Beistand danach? Auf diese Frage sollten wir schon jetzt eine Antwort suchen. Denn beides, Leben und Tod, sind Bestimmungen Allâhs, an denen wir nicht zu rütteln vermögen.

Für uns Muslime sollte das diesseitige Leben eine Brücke zum ewigen Leben bedeuten. Die Angst vor dem Tod entspringt fast immer der mangelnden Vorbereitung auf das Jenseits. Für einen Gläubigen, der gute Werke tut, der recht handelt und sich für das jenseitige Leben rüstet, ist der Tod dagegen nichts Fürchterliches; er ist Anfang der Begegnung mit Allah. In einem Hadis, das bei beiden großen Hadisüberlieferern Buhari und Muslim überliefert ist, heißt es: “Wer Allâh begegnen will, dem will auch Allâh begegnen. Wer aber Allâh nicht begegnen will, dem will auch Allâh nicht begegnen.”

Verehrte Geschwister im Islam,

wir sollten uns zum Ziel setzen, als kâmil, als reife Gläubige diese Welt zu verlassen. Früchte werden gepflückt, wenn sie reif sind, und des Menschen Seele wird aufgenommen, wenn ecel, die vorbestimmte Frist seines Todes, gekommen ist. Wir sollten jederzeit den Tod im Auge behalten. Dem Mü´min, dem gläubigen Muslim helfen gute Werke. Um Segen zu wirken und Allahs Prüfungen zu bestehen, sollten wir auf  rechte Weise handeln und auf rechte Weise sterben. Unser Leitsatz sollte lauten: “Weinend bist du auf die Welt gekommen, während die andern vergnügt waren und lachten. Lebe so, dass du sie lachend und vergnügt verlässt, während die anderen weinen.”

Ich möchte meine Hutbe mit der eingangs rezitierten Âyet-i Kerîme beenden: Es ist Allah, “der Tod und Leben erschaffen hat, auf dass Er euch prüfe, wer unter euch die besseren Werke tut. Und er ist der Erhabene, der Allvergebende.”

 

Anlagen:

Zurück

KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

Weiterlesen …