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30. April 2010 / 16. Cemaziyelevvel 1431

Hutbe

Die Frau im Islam


الايت: مَنْ عَمِلَ صَالِحًا مِّن ذَكَرٍ أَوْ أُنثَى وَهُوَ مُؤْمِنٌ فَلَنُحْيِيَنَّهُ حَيَاةً طَيِّبَةً وَلَنَجْزِيَنَّهُمْ أَجْرَهُم بِأَحْسَنِ مَا كَانُواْ يَعْمَلُونَ
اَلْجَنَّةُ تَحْتَ أَقْدَامِ الْأُمَّهَاتِ الحديث:

 


Hochgeschätzte Muslime!

Nach der Erschaffung und Einrichtung der Welt hat Hazret-i Allâh (c.c.) gesprochen: “Von jeglichem Wesen haben Wir Paare erschaffen, auf dass ihr in euch geht und Einsicht  zeigt”. Auch den Menschen hat er als Mann und Frau erschaffen. Im Kur´ân-i Kerîm heißt es: “Hieraus hat Er beide Teile des Paares geschaffen, den männlichen wie den weiblichen.” Mann und Frau sind demnach wie Hälften eines Ganzen. In vielerlei Hinsicht sind Frauen (dennoch) Behandlungen ausgesetzt, die sie nicht verdienen; aber in einem bewusst islamisch gelebten Umfeld werden sie unweigerlich die Wert-schätzung erfahren, die ihnen zusteht, und damit Harmonie und Frieden finden. In vielen Âyet-i Kerîme ist von ihren Rechten, aber auch von ihrer Verantwortung für das Leben in Diesseits und Jenseits die Rede. In der folgenden âyet beschreibt Hazret-i Allâh (c.c.) die Folgen eines jeden Handelns, für den Mann nicht anders als die Frau: “Wer recht handelt, sei es Mann oder Frau, und wer da Glauben hat, dem werden wir ein Leben in Reinheit gewähren. Und wahrlich! Wir werden ihnen ihren Lohn bemessen nach dem besten ihrer Werke.” Die Folgen unseres Handelns sind mithin nicht beschränkt auf Belohnung oder Bestrafung im Jenseits, sondern sie wirken genauso auf das diesseitige Leben.

Liebe Gemeinde,
die Menschheitsgeschichte ist voller Frauen, die uns zu Vorbildern geworden sind und aus deren Leben wir unsere Lehren gezogen haben. So verkündet uns zum Beispiel der Kur’ân-ı Kerim, wie die Frau des Fir´aun zum Glauben an Allâh gefunden hat: “Allah hat denen, die da glauben, die Frau des Fir´aun zum Vorbild gegeben…”, und das, obwohl der Fir´aun selber dabei blieb, Allâh gänzlich zu leugnen. An den Einen, Einzigen und Allmächtigen Schöpfer fand seine Frau diese Worte als duâ, als Bittgebet: “Ya Rabbî, o mein Herr, erbaue mir bei dir ein Haus im Paradies. Errette mich vor dem Fir´aun und seinem Tun und schütze mich vor dem Volk der Frevler und Ungerechten.” Und zu Hazret-i Meryem, der Mutter von Îsâ (a.s.), sprachen die Engel: “Yâ Meryem, Allâh hat dich auserwählt; er hat dich rein erschaffen und dich erhoben über die Frauen der Welt.” Unzählige Frauen sind in unseren Erinnerungen, die wir verehren und die wir uns zu Vorbildern genommen haben: So die Mutter Rasûlullâhs (s.a.v.) Âmine Hâtun, die verstarb, als Er noch sehr klein war; Hazret-i Hatice (r.a.), die zu den ersten Menschen überhaupt zählt, die Sein Prophetentum annahmen; Hazret-i Âişe (r.a.), die Tausende von Hadîs-i Şerîf überliefert hat; Seine Tochter Hazret-i Fatımâ (r.a.) oder Hazret-i Sümeyye, die zusammen mit ihrem Ehemann als erste Şehîd (Märtyrerin) der islamischen Geschichte gilt. Und noch so viele mehr sind es, deren Namen wir hier gar nicht aufzählen können…

Liebe Gemeinde,
Frauen sind unsere Mütter. Sie sind für uns von solcher Bedeutung, dass Cenab-ı Hak sogar untersagt hat, sie auch nur mit einem Laut der Gereiztheit wie “Ufff…” vor den Kopf zu stoßen. Als Esmâ, die Tochter Ebu Bekrs, den Gesandten Gottes (s.a.v.) einmal fragte: “Meine Mutter ist eine Götzenanbeterin. Nun hat sie mich besucht und möchte mit mir in Verbindung bleiben. Soll ich zu meiner Mutter freundlich sein?” erwiderte Er: “Ja, du solltest ihr unbedingt mit der gebotenen Achtung begegnen.”  Und als er ein andermal gefragt wurde: “Wem soll ich am meisten Gutes tun?” sagte Er dreimal “Deiner Mutter!” Als Er von einem jungen Mann um die Erlaubnis zur Teilnahme an einem Feldzug gebeten wurde, sprach Er: “Kümmere dich um deine Mutter, denn das Paradies liegt zu Füßen der Mütter”. Eine alte wunderschöne Redewendung im Türkischen bringt es auf den Punkt: “Die Mutter ist die Krone auf den Häuptern, sie ist Linderung und Genesung für jeden Kummer und für jeden Schmerz. Mag auch das Kind ein Weiser und Derwisch werden, es bleibt doch auf die Mutter angewiesen.”

Frauen sind unsere Lebenspartnerinnen. Mit ihnen teilen wir unser Leben und mit ihnen verbringen wir unsere guten wie unsere schlechten Tage. Über sie heißt es in unserem Erhabenen Buch: “Und unter seinen Zeichen ist dies, dass Er Gattinnen für euch schuf von derselben Art wie ihr, auf dass ihr Frieden mit ihnen findet, und Er hat Liebe und Zärtlichkeit zwischen euch gesetzt...” Desweiteren heisst es “Sie sind euch ein Kleid, und ihr seid ihnen ein Kleid.” Und uns Männer ermahnt Rasûlullâh (s.a.v.): “Die besten von euch, auf denen der größte Hayır ruht, sind die, die gut zu ihrer Familie, ihren Frau und Kindern sind.”   

Frauen sind unsere Töchter. Sie sind das Licht unserer Augen und unsere Zukunft. Sevgili Peygamberimiz, Rasûlullâh (s.a.v.), Unser Geliebter Prophet, der Gesandte Allâhs, hat selber bei vielen Gelegenheiten bewiesen, wie teuer ihm seine Töchter waren, und zur Erziehung und Bildung der Töchter hat er den folgenden hadîs hinterlassen: “Wer immer seinen zwei Mädchen eine gute Erziehung zuteil werden lässt, bis sie erwachsen sind, mit dem werde ich am Jüngsten Tage, der kıyâmet, Seite an Seite stehen.”  Und Allâhu Teâlâ spricht: “Wem Er will, dem schenkt Er Mädchen, und wem Er will, dem schenkt Er Jungen.”

Meine verehrten Brüder im İslam,
In seiner Abschiedshutbe äußert der Gesandte Allâhs (s.a.v.) sich ebenfalls über die Rechte der Frauen; an einer Stelle sagt er dort: “Ihr Leute, was ich euch ans Herz lege und was ich von euch erwarte, ist, dass ihr die Rechte der Frauen achtet und darin äußerste Ehrfurcht vor Gott walten lasst. Eure Frauen habt ihr als emânet erhalten, als etwas, das Allâh euch anvertraut hat. Ihr habt Rechte gegenüber euren Frauen, und in gleicher Weise haben sie Rechte gegenüber euch.”

 

Anlagen:

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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