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02. April 2010 / 17 Rebîulâhir 1431

Hutbe

Gesundheit


الاية: وَأَنفِقُواْ فِي سَبِيلِ اللّهِ وَلاَ تُلْقُواْ بِأَيْدِيكُمْ إِلَى التَّهْلُكَةِ وَأَحْسِنُوَاْ إِنَّ اللّهَ يُحِبُّ الْمُحْسِنِينَ

الحديث:لِكُلِّ دَاءٍ دَوَاءٌ

 


Verehrte Gemeinde,
ein Leben in Gesundheit ist eine der schönsten Nîmet, also Gaben Allâhs. Viele Menschen sind sich dieser Gabe ihres Schöpfers nicht bewusst und vernachlässigen ihre Gesundheit sträflich. So spricht der Gesandte Allâhs, Rasülullah Efendimiz (s.a.v.), “Zwei Arten von Nîmet gibt es, mit denen die meisten Menschen unachtsam sind: Es sind die Gesundheit und die freie Zeit.”

Den Wert vieler Gaben Allâhs  entdeckt mancher erst, wenn er sie schon verloren hat – und Gesundheit ist eine davon. Meist ist es dann zu spät, und die Reue hilft dann auch nicht mehr. Alles, was ein Mensch tut, hängt vom Stand seiner Gesundheit ab: So ist ein gesunder Mensch imstande noch am Geschmack eines trockenen Brotes Freude finden zu können, aber der Kranke ist für keinerlei Art von Geschmack mehr empfänglich.

Geschätzte Brüder im Glauben,
acht auf den Körper zu geben, seine Gesundheit zu hüten und für sie einzustehen, gehört zu jenen farz- oder Pflichthandlungen, die im Islam an vorderster Stelle stehen. Um unsere Gesundheit zu wahren, sind wir verpflichtet, die nötige Nahrung zu uns zu nehmen, uns soviel Ruhe und Schlaf zu gönnen, dass wir die uns zugeteilten Aufgaben nach Gebühr zu verrichten vermögen, und uns fernzuhalten von allem, was schädlich  und abträglich ist. Allâhü Teâlâ hat uns erlaubt zu essen und zu trinken, aber mit dem Gebot “Betreibt keine isrâf, keine Verschwendung!” hat er der Völlerei und der Maßlosigkeit im Essen und Trinken einen Riegel vorgeschoben. Heute ist es wissenschaftlich bewiesen, dass viele Krankheiten auf unausgewogenes und übermäßiges Essen zurückgehen. Die in der Medizin Adipositas oder Fettsucht genannte Krankheit verkürzt nicht nur die Lebenszeit, sondern verringert in starkem Maße die Lebensqualität eines Menschen. Aus verschiedenen Untersuchungen wissen wir auch, dass Fettsucht sich vor allem in den letzten 20 Jahren stark verbreitet hat und die ganze Welt wie eine Epidemie heimsucht.

Liebe Gemeinde,
es ist außerordentlich wichtig, dem tagtäglich geforderten und geplagten Körper durch den nächtlichen Schlaf zur Ruhe zu verhelfen und ihn neue Kraft für den nächsten Tag sammeln zu lassen. In einer Âyet-i Kerîme spricht Mevlâ-i Teâlâ: “Euren Schlaf haben wir euch zur Erholung bestimmt”. Darüber hinaus müssen wir bedacht sein, uns von allem fernzuhalten, was den Körper in einen Rauschzustand versetzen und ihm Schaden zufügen könnte, wie Alkohol oder Drogen.

Verehrte Muslime,
unsere Gesundheit können wir auf zweierlei Art bewahren: Durch Vorsorge zum einen und Heilung zum anderen. Zur Vorsorge gehören Maßnahmen wie Vorsicht bei ansteckenden Krankheiten, äußerste Aufmerk-samkeit in jeder Art von Hygiene, Händewaschen bei jeder Gelegenheit, bewußte und ausgewogene Ernährung, vitaminreiche Kost und die Beherzigung von ärztlichen Empfehlungen. Und Heilung bedeutet in unserem Zusammenhang, im Krankheitsfall alles für die Gesundung des Körpers zu unternehmen. Rasûlullâh (s.a.v.) spricht hierzu: “Jede Krankheit hat ihre Heilung.” Aber auch dies sollte man sich auch zu Herzen nehmen: Die Gesundheit zu wahren ist leichter als eine Krankheit zu heilen. Aus diesem Grunde ist es besser für die Muslime sich mit Wegen und Mitteln zu beschäftigen, mit denen sie ihre Gesundheit wahren können.  
Folgerichtig  sollten wir die Prinzipien unserer islamischen Religion im Bewusstsein des Dienstes an Allâhu Teâlâ in unserem täglichen Leben einhalten, den Regeln der Gesundheit und den Empfehlungen und Mahnungen der Ärzte Gehör schenken und allzeit die folgende Âyet-i Kerîme im Auge behalten: “…und stürzt euch nicht mit eigener Hand ins Verderben…”. Beenden wir unsere heutige Hutbe mit dem wohl berühmtesten Zweizeilengedicht von Sultan Süleyman dem Prächtigen:

DEN MENSCHEN IST LANDLÄUFIG NICHTS WÜRDIGER ALS DIE STAATSGEWALT
ABER KEINE GEWALT AUF ERDEN IST WÜRDIGER ALS DIE MACHT DER GESUNDHEIT

 

Anlagen:

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KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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