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01. August 2014 / 05. Şevvâl 1435 - Die Zeit nach Ramazan Bayram

01. August 2014 / 05. Şevvâl 1435 - Die Zeit nach Ramazan Bayram

Hochverehrte Muslime,

zuerst möchte ich Euch noch einmal meine besten Wünsche zum Ramazanfest aussprechen und von Hazret-i Allah Gesundheit und Wohlbefinden, Frieden und Sicherheit für uns alle erbitten. Und möge Allah der Allmächtige uns allen Glück im Diesseits und mehr noch Glück im Jenseits schenken.

Jedes Ende ist gleichzeitig auch ein Neuanfang. Die Zukunft schöpft ihre Kraft aus der Vergangenheit. Mit dem in der Vergangenheit ersparten können wir eine Zukunft in größerem Wohlergehen aufbauen.

Aus diesem Grunde ist es für uns wichtig mit dem Ende des Monats Ramazan-ı Şerif unsere „Bücher der Ibâdet“ nicht zu schließen und mit der Energie, die wir während des Ramazan-ı Şerif in uns aufgesogen haben, noch bessere noch ergiebigere Ibâdat zu machen. Dies ist gleichzeitig Dankbarkeit gegenüber solch einer großen Nîmet wie es nun mal der Ramazan-ı Şerif ist. Cenab-ı Hakk spricht in der Sûre-i İbrahim in Âyet 7 die folgenden Worte: “ICH schwöre bei meinem Wesen, dass, wenn ihr Şükür macht und dankt Ich Meine Nîmet bei euch vermehren werde.“

 

Geschätzte Muslime,

nun aber sind wir im Şevval, im ersten der drei Hadsch-Monate angekommen. Es wurde uns ans Herz gelegt, in diesem Monat sechs Tage lang zu fasten. Der Gesandte Allâhs (s.a.v.) hat dazu eindeutig gesprochen: „Wer den Ramazan durchfastet und anschließend im Monat Şevval sechs weitere Tage anhängt, für den ist es, als hätte er das ganze Jahr über gefastet.“

 

Bei den nafile Ibâdât, also den freiwilligen rituellen Gebeten, ist eine einfache und ungezwungene Form makbul, das heißt von Allâh angenommen. Darum sollte man das Fasten im Monat Şevval so gestalten, wie es einem am leichtesten fällt. Je nach Wunsch kann man die sechs Tage in einem durch oder aber mit Unterbrechungen fasten, zum Beispiel an drei Montagen und drei Donnerstagen. Besonders empfohlen sind aber die Tage während des Vollmonds, im Arabischen Eyyâm-i Biyz (die hellen Tage beziehungsweise Nächte) genannt, zwischen dem 12. (zwölften) und 17. (siebzehnten) Şevval.

 

 

Geschätzte Brüder im Islâm,

vor uns liegt die Zeit des Hadsch. Ohne Zweifel brennt in unseren Herzen der Wunsch die  Kâ’be-i Muazzama ausgiebig umrunden zu können, in Medine-i Münevvere den Gesandten Allâhs (s.a.v.) zu besuchen, dieser gesegneten Erde voller Erinnerungen und dem Geruch von unzähligen Gesandten Allâhs einmal zu begegnen und unsere Rûh und Seele in diesen mit der Vahiy und Eingebungen so erleuchteten Gebieten  baumeln zu lassen. Daher ist es erforderlich, dass wir uns jetzt schon in die Hadsch-Listen eintragen lassen, damit wir nicht zu spät kommen.

Für jeden Muslim ist es farz einmal im Leben den Hadsch zu machen. Damit es aber farz werden kann, muss er genug haben um seine Reise hin und zurück und die Ausgaben seiner Familie, während er weg ist, zu bezahlen.

Während der Hadsch-Zeiten gibt es da noch das Kurban-Opfer, das für jeden Muslim, der eine bestimmte Grenze an Hab und Gut  überschreitet, eine Vacib-Ibâdet ist. Dabei sollen vom Fleisch des Kurban-Tieres natürlicherweise mittellose und bedürftige Menschen profitieren, wichtiger aber ist zu wissen, dass Kurban viel mehr Weisheiten in sich birgt als nur dies. So unter anderem, dass der Kurban ein Mittel ist um Unheil und andere Beschwernisse aus dem Leben des Menschen herauszuschaffen. Am wichtigsten aber ist unzweifelhaft die Freude darüber dem Gebot Allâhs Folge geleistet zu haben.

Um diese Aufgabe als Muslim ausführen zu können sollten wir jetzt schon unsere Planungen machen, uns von den Eingebungen der Nefis diese zu verschieben nicht beirren lassen, damit wir am Ende nicht in ihre „So eilig ist es ja nicht. Du kannst es ja auch später machen“-Falle tappen.

 

Verehrte Muslime,

ich erbitte von Allâh, dass Er unsere Ibâdât während des Ramazan-ı Şerif annimmt und bedanke mich bei euch für eure Unterstützung und Hilfe für diese unsere Moschee.

Und jetzt hoffe und wünsche ich mir, dass ihr unsere Gemeinde auch bei den Hadsch- und Kurban-Aktivitäten genauso tatkräftig unterstützt wie bisher und dass ihr bei dem Wetteifer zur Cennet und zur Cemal-i ilahi eure Plätze in den vorderen Reihen einnimmt.

Vergessen sollten wir bei alldem natürlich nicht: es liegt in unserer Hand einen jeden Tag zum Freitag, eine jede Nacht zur Kadir Nacht und einen jeden Monat zum Ramazan zu machen… Hauptsache wir wissen diese gesegneten Monate, Tage und Nächte gut für uns zu nutzen…

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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