Gebetskalender

Sitemap

01. Januar 2016 / 21. Rebîulevvel 1437 - Gute Sitten und gutes Benehmen

01. Januar 2016 / 21. Rebîulevvel 1437 - Gute Sitten und gutes Benehmen

Verehrte Muslime,

 

von einem Muslim, der Îmân und Sâlih Amel in Ehren hält, wird verlangt, dass er sich an die Edep, die guten Sitten hält. “Mich hat mein Rabb und Allâh erzogen, darum hat er auch meinen Umgang gefällig gemacht.” Dies sind die Worte des Erhabenen Gesandten. Wir als seine Ümmet müssen, ob wir nun unter Leuten sind oder allein, die besten Sitten an den Tag legen. Wie man zu solchen Sitten kommt und einen solchen Stand erreicht, ist keine große Frage. Denn Hazret-i Allâh (c.c.) verkündet uns, dass in Rasûlullâh (s.a.v.) für uns “ein gutes Vorbild” liegt. Wer auf die Rızâ-İlâhi bedacht ist und wer das Glück im Jenseits vor Augen hat, der soll den vorgezeichneten Weg gehen und sich die vorgelebten Eigenschaften zu Eigen machen.

 

Geschätzte Gläubige,

 

Einer, der weiß, wie kostbar die Zeit ist, sogar die flüchtige Sekunde, der kann und sollte sie nicht sinnlos vertun. In all seinen Angelegenheiten sollte er Ordnung halten und Grundsätze befolgen. Auf keinen Fall sollte er Dinge mit halbem Herzen angehen und Unordnung sein Leben bestimmen lassen. Planung und Vorsorge sollten zur Art eines Muslims gehören. Dazu gehört auch zu wissen, dass Würde und Besonnenheit von Allâh sind, die Eile jedoch vom Şeytan.

 

Um in der Gesellschaft geachtet und respektiert zu werden, sollten wir jede unserer Handlungen wohl überlegen und auf Reinlichkeit und ein gepflegtes Äußeres bedacht sein. Mit einem unordentlichen und unästhetischen Äußeren in der Öffentlichkeit aufzutreten, um tevâzu, Bescheidenheit, zur Schau zu stellen, ist falsch verstandene tevâzu. Wie schön ist in diesem Zusammenhang der Hadis-i Şerif von Rasûlullâh (s.a.v.): “Tragt euer bestes Gewand und pflegt euer Reittier; fallt unter den Leuten auf wie ein Muttermal zur Haut.” Auch sollte man die Regeln des Anstands beherzigen,  wie zum Beispiel den Mund mit der Hand bedecken, wenn  man gähnt; vermeiden zu schmatzen, wenn man isst; oder sich drei Atemzüge Zeit lassen, wenn man ein Trinkgefäß leert, und nicht in das Gefäß ausatmen. Um die bereket, also Allâhs Segen zu erlangen, sollte man mit der rechten Hand geben und nehmen und auch beim Essen und Trinken die Rechte benutzen. Denn der Şeytan verrichtet derlei Dinge mit links. Ihm ein solches Verhalten entgegenzusetzen, bedeutet die Sünnet-i Rasûlullâh zu wahren und zu achten. Wenn man seinen Gästen gar Tee oder Kaffee reicht oder ein Zimmer betritt und die Anwesenden begrüßt, dann sollte man auf der rechten Seite beginnen.

 

 

Verehrte Brüder im Islâm,

 

der Islam ist eine Lebensart, die die Dinge erleichtert, nicht erschwert. So sollte auch ein Muslim seinen Glaubensgeschwistern die Dinge erleichtern, statt sie schwerer zu machen. Wir sollten uns dabei den folgenden Hadîs-i Şerîf des Gesandten Allâhs (s.a.v.) vor Augen halten: „Suchet die Dinge leichter zu machen, nicht schwerer. Wählt gefällige Worte und vermeidet solche, die abschreckend wirken.“

Menschen, die den Îmân verinnerlicht haben, empfinden aufgrund dessen ein tiefes Mitgefühl mit Menschen, Tieren und allen Mitgeschöpfen. Denn sie streben nach dem Geheimnis des Hadis-i ŞerifErweise Barmherzigkeit denen, die auf Erden sind, auf dass dir Barmherzigkeit erwiesen wird von denen, die im Himmel sind.“

Weiterhin sollte ein Mensch mit Îmân einem anderen Muslim die Zuneigung kundtun, die er für ihn empfindet. Dies entspricht der Sünnet Rasûlullâhs (s.a.v.), der in einem Hadis-i Şerif spricht: „Wenn einer von euch einen Bruder im Islam schätzt, so soll er ihn das wissen lassen. Denn solch ein Verhalten ist besser für das (soziale) Zusammenwachsen und bringt mehr Beständigkeit in die Zuneigung unter den Menschen.“

 

Liebe Gemeinde,

 

Ich habe versucht, ein wenig überblickshaft einige Edep oder Formen der guten Sitte im Islam darzustellen. Ein Muslim ist aufgerufen, solche guten Sitten zu erlernen und zu entwickeln, sie in seinem Leben zu verwirklichen und auch seine Kinder in ihrem Sinn zu erziehen. Rasûlullâh (s.a.v.) spricht dazu “Beschenkt eure Kinder und bemüht euch um ihre guten Sitten, um ihre Edep.”

Zurück

KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

Weiterlesen …