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02. Januar 2015 / 11. Rebîulevvel 1436 - Mevlid Kandili, Die Nacht der Geburt

02. Januar 2015 / 11. Rebîulevvel 1436 - Mevlid Kandili, Die Nacht der Geburt

Liebe Muslime,

 

heute Abend begehen wir die gesegnete Veladet Kandil: Die Nacht, in der unser Gesandter Hazret-i Muhammed Mustafa (s.a.v.) die Welt beehrt und in der sein lichtvoller Leib auf Erden erschien. 

 

Cenab-ı Hakk hat für uns Menschen maddi und manevi, das heißt weltliche und geistliche Gnaden geschaffen. Zu diesen Gnaden gehören auch die gesegneten Kandil-Nächte. Nach dem islamischen Kalender hat Rasûlullâh Efendimiz in der Nacht vom 12. Rebîulevvel die Welt mit seinem Erscheinen beehrt. So ist die Nacht vor dem 12. dieses Monats die erste Kandil- oder Feiernacht des Hicret-Jahres und dieses Jahr auch die erste Kandil-Nacht des Sonnenkalenders.

 

Die Welten und alle Geschöpfe miteinander sind um Rasûlullâhs (s.a.v.) willen und der  Liebe zu ihm erschaffen worden. So spricht Allâhu Teâlâ in einem Kudsî Hadîs: “O mein Habîb, wärest Du nicht gewesen, ich hätte die Welt nicht erschaffen. Nur weil ich dich erschuf, erschuf ich auch die Geschöpfe.” Und von Rasûlullâh  (s.a.v.) ist selber das Wort überliefert: “Zu mir trat Cebrâil und sprach: So redet Hazret-i Allâh zu dir: Wärest Du nicht gewesen, so hätte ich die Cennet nicht erschaffen; und wärest Du nicht gewesen, so hätte ich die Cehennem nicht erschaffen.”

 

So ist Rasûlullâh (s.a.v.), der Gesandte Allahs, der Grund für das Sein aller Wesen. Nâ mütenâhî hamdü sena, Dank und Preis ohne Ende sei Allâh, dass wir der Ümmet eines solchen Propheten angehören dürfen. Dies ist die höchste Ehrung, die uns zuteil wird.   

 

Allâhu Teâlâ hat allen vorangegangenen Gesandten von Rasûlullâh Kunde gegeben. Angefangen mit Hazret-i Âdem aleyhisselam haben alle von ihm erfahren, und auch von seiner ümmet, seiner Gemeinde wurde ihnen berichtet. So sprach Hazret-i Allâh zu Âdem aleyhisselâm: “Vom Lichte Muhammeds, der Nûr-u Muhammedî, habe ich dich erschaffen, Yâ Adem. Das Licht, das über deinen Leib gebreitet ist, ist das Licht, die Nûr meines geliebten Habîb.” Solange Âdem aleyhisselâm lebte ruhte der Glanz dieses Lichtes auf ihm, und wohin er auch ging: Ihm folgte eine Schar von Engeln, die dieses Licht suchten und sich daran sättigten.

 

In der Frühe eines Frühlings im Jahre 571 unserer Zeitrechnung, in der Nacht des 20. Aprils nach der jetzigen Zeitrechnung, vom Yevmül Ehad auf den Yevmül Isneyn, von Sonntag auf Montag, kam der Gesandte Allâhs zur Welt.  Ohne an Hazret-i Allâh zu glauben, ohne Ihn anzunehmen, ohne Ihm zu folgen und ohne Ihn zu lieben - ohne Allâhu Teâlâ kann nichts bestehen. ER ist der Schöpfer aller Dinge, und Rasûlullâh (s.a.v.) ist der Grund für diese Schöpfung.

 

Aus Anlass der gesegneten Nacht, der Mevlid Kandil, liebe Muslime, laden wir euch und eure Familien für heute Abend ein, gemeinsam das Nachtgebet zu verrichten, um anschließend die Mevlîd-i Şerîf zu lesen und den Vorträgen beizuwohnen. Den Abend werden wir InşâAllâh mit einem Tesbih-Namaz beschließen.

 

Mit einer deutschen Umschreibung der eingangs vorgetragenen Âyet-i Kerîme möchte ich meine Hutbe beenden:

 

“Wahrlich, euch ist ein Gesandter erschienen aus eurer Mitte. Ihn schmerzt, wenn ihr in Bedrängnis seid; er eifert für euer Gedeihen. Er ist voll Güte und Barmherzigkeit gegen die, die da glauben.”

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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