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02. September 2016 / 30. Zilkade 1437 - Der Monat Zilhicce

Der Monat Zilhicce

Liebe Muslime,

 

morgen Samstag ist der erste Tag des gesegneten Monats zilhicce. In diesem Monat wird die Verpflichtung zum Hadsch erfüllt, der zu den fünf Säulen des Islams gehört; ebenso wird das Opferfest, der Kurban Bayram allein zum Wohlgefallen Allâhs gefeiert und die Bücher mit unserer amel, den Aufzeichnungen unserer Taten, werden noch einmal durchgesehen, um dann geschlossen zu werden.

Die Bedeutung dieser Tage unterstreicht der Gesandte Allahs (s.a.v.) mit dem folgenden Hadis-i Şerif: “Die Erdentage mit der meisten Fazilet sind die ersten zehn Tage des Monats zilhicce.“

 

So wie wir gewohnt sind, am Ende des Kalenderjahres unsere Bücher und Quittungen herauszuholen und unsere Jahresendabrechnung zu machen, sollten wir uns in diesem letzten Monat des Hicri-Jahres auf unsere inneren Werte besinnen und uns Rechenschaft über uns selber ablegen.

 

Die ersten zehn Tage des zilhicce sind die sogenannten Leyâli-i Aşere, die gesegneten zehn Tage. Muslime, die keinen Hadsch machen, sollten diese Tage mit Fasten verbringen. Wo das nicht möglich ist, sollte man sich bemühen, mindestens am achten und neunten Tag, dem sogenannten arafat-Tag, also an Arefe zu fasten.

 

Fahr-i Kâinat Effendi (s.a.v.), der Gesandte Allâhs spricht über die ersten zehn Tage des Monats Zilhicce die folgenden Worte:

“Bei Allâh gibt es keine wertvolleren Tage als diese zehn Tage und keine Ibâdet, die liebenswürdiger ist als Ibâdet an diesen Tagen. Vermehrt an diesen Tagen die Worte Sübhânellah, Elhamdülillâh und Allâhü Ekber.” (Abd.b.Humeyd, Müsned, 1-257)

 Allâhu Teâlâ legt im Kur’ân-ı  Kerîm einen Eid auf diese Tage ab. Dies ist wahrlich ein Umstand der uns zum Nachdenken anregen sollte. Nur so können wir erkennen wie wichtig diese Tage sind und nur so sind wir imstande von diesen Tagen recht zu profitieren. Am Ende dieser zehn Tage ist der Kurban Bayram, das Opferfest.

Viele Gesandte Allâhs und auch die Evliyâullâh haben nach langen Entbehrungen und Qualen Frieden und Glück gefunden in diesen wertvollen Tagen. Daher ist es wichtig diese Tage mit viel Istighfâr, Salevât-ı Şerife und anderen Duâs zu füllen, sodass Allâhu Teala uns mit seiner Rahmet und Gnade begegnen mag. 

 

Hochgeschätzte Gläubige,

 

der Kurban Bayram ist nicht mehr weit. Zur Hizmet-i Islâm, also zu den wesentlichen Aufgaben eines Muslims, gehört es den Kurban als Ibâdet selbst zu vollziehen und alles dafür zu tun damit es auch andere vollziehen können. So sollten Muslime, die sich der Wichtigkeit dieser Ibâdet bewusst sind anderen Muslimen vom Kurban erzählen, diese zum Vollzug des Kurban anregen und wenn es sein muß, sie finanziell unterstützen, damit diese ihren Kurban vollziehen können.

 

Denn Rasûlullâh spricht hierzu: “Wer zum Guten anstiftet ist so wie jener der das Gute selbst macht.”[1] Der Gesandte Allâhs vollzog seinen Kurban selbst.

Der Gelehrte Ebu’l Fâruk Silistrevî (k.s.), der sein Leben der Verbreitung und Praxis der islamischen Ahlâk verschrieben hatte,  empfiehlt in jedem Fall den Vollzug des Kurban - wenn nötig mit geliehenem Geld. So lieh er einmal einem seiner Schüler Geld, damit dieser ein Kurban-Tier kaufen und das Opfer vollziehen konnte. Dies ist ein recht schönes Vorbild für uns.



[1] Sünen-i Tirmizi

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