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03. April 2015 / 14. Cemâziyelâhir 1436 - Vom Tode und was danach kommt

03. April 2015 / 14. Cemâziyelâhir 1436 - Vom Tode und was danach kommt

Liebe Muslime,

es gibt Dinge auf der Welt, die nur einen Teil der Menschen treffen und die anderen nicht. Und es gibt Dinge, die jeden von uns treffen. Der Tod, dem niemand entgeht, gehört zu der zweiten Gruppe. Angesichts dessen macht sich jeder irgendwann Gedanken darüber, was nach dem Tode geschehen wird.  

Der Drang zum Leben und der Wunsch nach Unsterblichkeit liegt in der menschlichen Natur. In der Regel fällt es uns nicht leicht, unser gewohntes Umfeld zu verlassen. Daher wünscht sich auch keiner den Tod, und der Abschied vom Diesseits fällt uns allen schwer. Ein Muslim sollte sich Dingen zuwenden, die für ihn heilsam und gut sind, und so sollte er seinen Blick auch auf das Leben nach dem Tode richten, das von ewiger Dauer ist. Denn unser Leben im Diesseits ist vergänglich und flüchtig.

Da der Tod früher oder später jedes lebendige Wesen ereilt, sollten vor allem wir nicht mit Sorgfalt bedenken, was uns danach erwartet?

 

Das Leben nach dem Tode ist eine Angelegenheit jenseits des naturwissenschaftlich Erklärbaren und daher auch nicht durch reine Vernunft zu begreifen. Allein im Lichte von Vahiy, also der Offenbarung ist der Tod zu verstehen und darüberhinaus durch vollständige Akzeptanz der Wahrheiten, die uns durch Allâh und seinem Rasûl (s.a.v.) gegeben wurden.

Menschen, die Gesicht haben vor Allâh zu treten, fürchten den Tod nicht. Denn Rasûlullâh (s.a.v.) spricht: “Der Tod ist die Brücke, die den Freund mit dem Freund verbindet.” Der Tod geschieht nur am materiellen Körper, die Rûh, also die Seele hingegen stirbt nicht. Jeder Mensch wird seiner Îmân und seinen Amel, das heisst seinen Taten gemäß behandelt. So heißt es in einem Hadis-i Şerif: “Das Grab ist entweder ein Garten von den Gärten der Cennet oder eine Grube von den Gruben der Cehennem.” Dieser Hadîs ist ein klares Zeichen dafür, dass mit dem Tod ein neues Leben beginnt.

Nach dem Tod gibt es die Befrgaung durch die beiden Münker und Nekir genannten Engel. Mit dem Eintritt der Kıyâmet werden auch die Rûh, also die Seelen erst ihren Tod finden und dann später durch die unendliche Macht Allâhs wieder zu Leben erweckt und in einer anderen Körperform an dem Mahşer genannten Ort vor Allâh treten.

Nach langer Wartezeit am Mahşer wird jeder Einzelne für alle seine Taten auf der Welt Rechenschaft ablegen. Wer von dieser Welt ohne Îmân gegangen ist, dessen letzte Haltestelle wird die Cehennem sein. Wer hingegen seinen Îmân hinüberretten konnte und viel Hayr, also bei Allâh wertvolle Taten verrichtet hat, gelangt in die Cennet. Wessen Şerr, das heißt bei Allâh verpönte Taten, mehr sind, der wird zuerst in Höhe seiner Verfehlungen in der Cehennem bleiben um dann anschließend für ewig in die Cennet einzutreten. 

 

Liebe Brüder im Islâm,

wenn wir uns vorstellen welche Vorkehrungen wir gar für eine Tagesreise machen, ist es da nicht das Ergebnis von Gaflet, also geistiger Trägheit und Inkar, sprich Ignoranz gegenüber Allâh wenn wir für die Reise in die Ewigkeit gar keine Vorkehrungen treffen?

In der eingangs rezitierten Âyet-i Kerîme heisst es: Es ist Allah, “der Tod und Leben erschaffen hat, auf dass Er euch prüfe, wer unter euch die besseren Werke tut. Und Er ist der Erhabene, der Allvergebende.”  Im Bewußtsein für den Grund unseres Daseins sollte es für uns Muslime Pflicht sein, die uns geschenkte Lebenszeit für die Vorbereitung auf das ewige Leben zu verwenden.  

Mit den folgenden Worten eines muslimischen Dichters beende ich meine heutige Hutbe:

 “O Sohn Adems, weinend bist du auf die Welt gekommen, während die andern vergnügt waren und lachten. Lebe so, dass du sie lachend und vergnügt verlässt, während die andern weinen.”

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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