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03. Juni 2016 / 27. Şaban 1437 - Ramazan-ı Şerif

03. Juni 2016 / 27. Şaban 1437 - Ramazan-ı Şerif

Verehrte  Muslime!

Heute möchte ich in meiner Hutbe über den Wert des gesegneten Monats Ramazan-ı Şerif sprechen.

Dank der Lutf-u Kerem Allâhu Zülcelâls erreichen wir diesen Montag InşaAllâh wieder einen neuen Ramazan. Am Abend vorher, also am Sonntagabend, verrichten wir den ersten Terâvîh. Allâhu Teâlâ spricht im Kur’ân-ı Kerîm: “Es ist der Monat Ramazan, in dem der Kur’ân hinabgesandt wurde als Rechtleitung für die Menschen und als klarer Beweis von der Rechtleitung und Alfurqan. Wer von euch diesen Monat erlebt, so soll er darin Siyam vollziehen (und fasten)! Und wer krank oder auf Reisen war, (fastet) an anderen Tagen die gleiche Anzahl.”

Den Wert dieses Monats bei Allâh, also ihre Fazîlet hat ohne Zweifel Rasûlullâh (s.a.v.) am besten beschrieben. Wie zum Beispiel im folgenden Hadîs-i Şerîf, den Rasûlullâh kurz vor Beginn des Ramazan während einer Hutbe gesprochen hat:   

“O ihr Menschen! Ein Monat in dem sich die Leylet-ül'Kadir (die Nacht der Bestimmung) befindet und die wertvoller ist als tausend Monate zusammen, wirft nunmehr seinen Schatten voraus. Cenab-ı Hakk hat das Fasten darin zu farz und den Namaz zu diesem Monat zu nâfile erkoren. Wer in diesem Monat eine Farz-Tat vollzieht ist wie jemand der einem Sklaven die Freiheit schenkt und der siebzig (70) Farz-Taten (zu anderen Zeiten) vollzieht. Dieser Monat ist einer in dem die Rızık der gläubigen Muslime vermehrt wird. Wer einem Fastenden den Iftar ermöglicht bekommt dafür so viel Lohn und Sevap wie einer, der einem Sklaven die Freiheit schenkt. Dieser Monat ist ein Monat der Sabır und Standhaftigkeit. Der Lohn von Sabır ist die Cennet. Auch ist es ein Monat von gegenseitiger Toleranz und gegenseitigem Respekt." Die Sahâbe-i Kirâm hörten diesen Ausführungen des Gesandten Allâhs zu und sagten dann: "Yâ Rasûlallâh! Nicht alle von uns haben genug um einem Fastenden den Iftar zu ermöglichen." Rasûlullâh (s.a.v.) antwortete darauf: "Diesen Sevab und Lohn bekommt auch jener der einem Fastenden den Iftar mit nur einer Dattel, einem Schluck Wasser oder  Milch ermöglicht. Dies ist wahrlich ein Monat, dessen Anfang Rahmet, dessen Mitte Mağfiret und dessen Ende Freiheit vor der Bestrafung in der Cehennem ist."

 Liebe Muslime, das Fasten im Monat Ramazan ist eine Reinigung, sowohl in materieller als auch in spiritueller Hinsicht. 

Der Lohn für Ibâdât und Gebete vervielfacht sich im Ramazan und die Muslime erfahren dann mehr und mehr den Genuss von Ibâdât. Der Şeytan und seine Helfer werden in Ketten gelegt, so dass alle bösen Gedanken und Gefühle abstumpfen und alle Rahmani-Gefühle ihren Höhepunkt erfahren. Die Bändigung der Nefis, der niederen Triebseele, geht am besten in dem man sich den Ibâdât hingibt und Itâat, also Gehorsam gegenüber Allâh praktiziert und in dem man den Trieben und Wünschen der Nefis einen Riegel vorschiebt.

Der große Gelehrte İmamı Rabbânî Hazretleri schreibt in seiner berühmten Briefesammlung Mektûbât-ı Şerife, über die Bedeutung des Monats Ramazan die folgenden Zeilen: “Wem in diesem Monat zu wertvollen Dingen und frommen Ibâdât verholfen wird, dem bleibt diese Hilfe das ganze Jahr über als Freund. Wenn aber dieser Monat in spiritueller Unordnung verbracht wird, dann bleibt dieser Zustand das ganze Jahr über bestehen."

Dieser Monat ist eine Zeit von Rahmet und Segen, von Ğufran und Vergebung und die Zeit des Kur'ân-ı Kerîm. Im Ramazan-ı Şerif ist der Kur'ân herabgesandt worden, dies ist die wichtigste Besonderheit dieses Monats. Rasûlullâh (s.a.v.) pflegte jedes Jahr im Ramazan den Kur'ân-ı Kerîm von Anfang bis zum Ende zu lesen, also Hatim zu machen. Cebrâil aleyhisselam pflegte ihm andächtig zuzuhören. Daher ist es sünnet Mukabele zu lesen oder lesen zu lassen. Dafür sollte ein jeder Muslim seine Vorbereitungen treffen. Wer den Kur'ân-ı Kerîm lesen kann sollte selbst mindestens einen Hatim machen. Wer ihn nicht lesen kann soll sich an einen Ort begeben wo eine Mukabele gelesen wird und er dem Kur'ân lauschen und dessen von Allâh kommenden Laute in die Tiefen seiner Rûh und Seele einwirken lassen kann.     

In diesem Monat sollte ein jeder Muslim andere einladen und ihnen den Iftar ermöglichen, den Zekât und die Sadaka-i Fitre entrichten, sich fernhalten von Verfehlungen und Sünden, sich an Orte der Sohbet, des freundschaftlichen Gesprächs über das Muslimsein begeben, den Terâvih-Namaz verrichten, bewußt den Namaz in Gemeinschaft, also die  Cemaat suchen und viel Duâ und Bittgebete machen.     

Beenden wir unsere Hutbe mit einem von Ebû Hureyre (r.a.) überlieferten Hadîs-i Şerif:

“Wer im Monat Ramazan fastet und daran glaubt und den Lohn von Allah (c.c.) erhofft dem werden alle seine vergangenen Sünden vergeben.”

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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