Gebetskalender

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03.Dezember 2010 / 27. Zilhicce 1431

VIKZ

DER EHRWÜRDIGE MONAT MUHARREM

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Verehrte Muslime!

Der Muharrem-i Şerif ist der erste Monat des islamischen Mondkalenders. In diesen Monat fallen sehr bedeutsame Ereignisse und Offenbarungen Allahu Tealas. Für uns Muslime hat er eine weitere besondere Bewandtnis: Er ist der erste Monat der islamischen Zeitrechnung. Zur Zeit des zweiten Khalifen Ömer Ibnu´l-Hattâb (r.a.), im 17. Jahr nach der Hicret, wurde in einer Şûrâ, einer Gelehrtenversammlung über eine islamische Zeitrechnung diskutiert. Verschiedene Möglichkeiten wurden erwogen. Am Ende einigte man sich auf einen Vorschlag von Hazret-i Ali (k.v.), und der Monat Muharrem, in dem die ersten Muslime von Mekka nach Medina auswanderten, wurde als Beginn der neuen islamischen Zeitrechnung festgelegt.   

In diesem Monat sollten wir Muslime uns gegenseitig zum neuen Hicret-Jahr Glück wünschen und für einander beten, dass es uns Hayır und Segen bringen möge. Auch empfiehlt es sich, diese Tage zu nutzen, um Armen zu helfen und einsame und kranke Menschen in unserem Umfeld zu besuchen und bei ihnen zu sein.

Die Evliyâ-ullah und fromme Gelehrte haben für diesen Monat verschiedene Formen der Ibâdet empfohlen. Dazu gehört das zehntägige Fasten vom ersten bis zum zehnten des Monats. Auch die Aşure-Mahlzeit am 10. Muharrem, im Volksmund kurz Aşûre genannt, ist eine Ibâdet, die hohen Wert vor Allâh besitzt. Wer nicht alle zehn Tage durchgehend fasten kann, sollte zumindest die Zeit vom 8. bis zum 10. Muharrem einschließlich, also drei zusammenhängende Tage, mit Fasten verbringen.

Rasûlüllah Efendimiz (sav) (s.a.v.) spricht in einem Hadis-i Şerif: “Nach dem Fasten im Ramazan hat das Fasten im Monat Muharrem die meiste Fazilet und den höchsten Wert vor Allah. Und nach den Pflichtgebeten, den Farz-Namaz hat der Namaz in der Nacht die meiste Fazilet.”

Am ersten Tag des Muharrem oder einem der Tage danach sollte man das folgende Gebet verrichten: “O Du mein gnädiger Allâh! Du bist ezel und Du bist ebed, Du bist unvergänglich und Du bist ewig. So bewahre mich in diesem neuen Jahr vor dem Şeytan und seinen Scharen und nimm mich auch vor meiner Nefs-i Emmare in Schutz, der Triebseele mit ihren bösen Neigungen.” Wer so betet, von dem wird der Şeytan seinen Blick wenden, und Hazret-i Allah wird ihm zwei Engel zur Seite stellen, die ihn das ganze Jahr über vor jeglichem Unheil beschützen. Wer am ersten Tag des Monats Muharrem tausendmal die Sure İhlâs mit der Besmele spricht, der wird mit Allâhs Huld und Gnade diese Welt verlassen, und keine unbeglichene Schuld gegenüber andern (Kul Hakkı) wird mehr auf ihm lasten.

Von den Gebeten und Formen der Andacht, die für den Muharrem empfohlen werden, konnte ich hier nur einige wenige nennen. In Duâ-Büchern und auf den Rückseiten des Fazîlet-Kalenders sind all diese Formen der Ibâdât aufgeführt.

Liebe Gemeinde,

Am kommenden Dienstag werden wir den ehrwürdigen Monat Muharrem des Hicri-Jahres 1432 begehen. Lasst uns in diesen gesegneten Tagen und Nächten in uns einkehren und versuchen, das Licht in unseren Herzen zu entzünden. Allein auf diese Weise vermögen wir die Rızâ-ı Ilâhi, das Wohlgefallen Allahs zu erlangen und dürfen großen Lohn erwarten.

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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