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03.September 2010 / 24. Ramazan 1431

Hutbe

Kadir Gecesi, Die Nacht der Bestimmung

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Hochgeschätzet Muslime!
In unserer heutigen Hutbe sprechen wir über die Leyle-i Kadir, die Nacht der Bestimmung.


Alles hat eine Zusammenfassung und einen Kern. Der Kern eines ganzen Jahres ist zweifelsohne der Monat Ramazan-ı Şerif. Dieser Monat ist die Perle der Zeit und das Licht der übrigen Monate. In diesem wertvollen Monat werden die Taten der Menschen mit einem vielfachen an Sevap vergolten. Duâs werden angenommen. Wer um Vergebung, um Af bittet, dem wird vergeben. Was auch immer man als Lob über den Ramazan-ı Şerif sagen mag, all das Gesagte kann ihren Wert und ihre Fazilet nicht mal annähernd beschreiben.
Cenab-ı Hakk hat auch die Leyle-i Kadir, also die Nacht der Bestimmung, jener Nacht, die mehr Wert und Hayır besitzt als tausend Monate zusammengenommen, in diesem Monat versteckt, damit die Muslime jede Nacht darin mit Ibadat, mit Gebeten füllen können.
Der Lohn von Taten, von Ibâdât, von Zikir und Tefekkür, das man in dieser Nacht ausführt, ist weitaus mehr Wert, als das was man in tausend Monaten, ohne eine Leyle-i Kadir, erwerben kann. Diese Sevap hat soviel Wert, dass man sie nicht in irgendwelche Maße hineinzwängen kann. Und das, Liebe Gemeinde, ist nichts anderes als die große Lütuf und Ihsan, also die Gunst, die Cenab-ı Hakk nur der Gemeinschaft, der Ümmet von Rasûlullâh gegeben hat.


Rasülullah (s.a.v) erinnert uns an dies: “Wer daran glaubend und die Sevab von Allahu Teala erhoffend die Leyle-i Kadir begeht, dem werden alle seine vorhergehenden Sünden vergeben” (Buhari,c.1 s.14) Am kommenden Sonntagabend werden wir im Rahmen unseres Programms zur Leyle-i Kadir inşâallah, viel mehr Gelegenheit haben darüber zu sprechen. Nach diesen Ausführungen möchte ich eure Aufmerksamkeit mit etwas anderem beanspruchen.


Verehrte Muslime,
Seit Beginn des Ramazan-ı Şerif haben wir, wegen der Wichtigkeit dieses Themas, ausführlich über Zekat und Sadaka gesprochen. Unsere Zekat, zu denen wir verpflichtet sind, sollten wir zur richtigen Zeit entrichten und nicht etwa versuchen zu verschieben. Damit der Lohn, den wir dafür bekommen in der höchsten Form uns gegenübertritt, sollten wir den Zekat zu wertvollen Zeiten, wie die Nacht der Bestimmung, also die Kadir Gecesi entrichten. Dazu gehört auch, dass man das Gegebene bei sich nicht zu hoch einschätzt und die eigenen Taten so bescheiden wie möglich beurteilt. Tut man das, verfällt man leicht der Krankheit der Eigenliebe. Diese Krankheit gehört zu den Eigenschaften, die den Menschen in den geistlichen Ruin treiben.


Zusammenfassend sollte man sagen, dass wir bemüht sein sollten unsere Zekat und Sadakas gemäß der Rızâ, also dem Wohlwollen Allâhs zu geben, damit wir uns von schlechten Eigenschaften wie Habgier und Geiz reinigen und unseren Besitz in Schutz vor weltlichem wie jenseitigem Unheil nehmen können. Dabei sollten wir nicht vergessen, dass die mit dem Leib ausgeführten Ibâdât wie Fasten und Namaz der Dank für unseren Körper; und Zekat und Sadaka der Dank für unser Besitz und unser Vermögen sind.

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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