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04. April 2014 / 4. Cemâziyelâhir 1435 - Für Allâh lieben

Verehrte Muslime,

diese Woche sprechen wir in unserer Hutbe über den Wert für Allâh lieben und Zuneigung empfinden zu können.

Die Liebe gehört zu den wohl größten Gaben Allâhs (c.c.). Dieser Gnade wegen kann der Liebende eine Verbindung über das Herz aufbauen und so den Geliebten erreichen. Keine materielle Kraft ist auch annähernd imstande dieser für bloße Augen nicht sichtbaren Verbindung zuleibe zu rücken oder irgendwie zu schaden.

So wie materielles, wenn man es richtig und rechtens einsetzt an Wert gewinnt, so ist die Liebe imstande das ewige Leben des Menschen zu erretten, wieder unter der Bedingung, dass sie richtig und rechtens eingesetzt wird. Eine falsche Herzensverbindung kann den Menschen in den Ruin stürzen.

Rasûlullâh (s.a.) faßt dies sehr kurz aber prägnant zusammen:

Der Mensch ist mit dem zusammen, den er liebt.

Was ist denn dann eine Liebe, die richtig und bei Allâh angenommen ist? Ohne Zweifel ist die Antwort auf diese Frage ganz einfach, nämlich die Liebe und Hingabe zu Allâh. Die Liebe zu Allâh ist die logische Konsequenz von Îmân und Glauben an Allâh. Wer Allâh liebt, den liebt auch Allâh (c.c.). 

So heißt es hierzu in der Sûre Maide in Âyet 54:

O die ihr den Îmân verinnerlicht habt! Wer von euch sich von seiner Religion abwendet, (so wisset) Allâh wird an die Stelle jener eine Gemeinschaft bringen, die Allâh liebt und welche Allâh lieben.

Wir sehen in dieser Ayet-i Kerime, dass wenn die Liebe Allâhs einen Menschen ereilt dieser Mensch im Gegenzug Allâh liebt und dass für den Anfang dieser Liebe eine, wenn auch nur geringe, Hingabe und Anstrengung des Menschen erforderlich ist.

Nach der Liebe zu Allâh kommt unweigerlich die Liebe zu Rasûlullâh (s.a.). Die Liebe und Zuneigung der Ashab-ı Kirâm aleyhimürrıdvan zum Gesandten Allâhs kann man in der Anrede sehen, die sie jedesmal auszusprechen pflegten wenn sie Rasûlullâh etwas sagen wollten:

 فِدَاكَ اَبِى وَاُمِّى يَارَسُولَ اللهْ „Mein Vater und meine Mutter in deinen Händen, Yâ Rasûlullâh!

Da ist auch zum Beispiel das Gespräch zwischen Hz. Ömer (r.a.) und Rasûlullâh (s.a.v.). Der große Kalîf versucht seine Liebe und Verbundenheit mit dem Gesandten Allâhs in Worte zu fassen und sagt:

- Yâ Rasulallah, ich liebe dich mehr als alles andere, ausgenommen mein bescheidenes Dasein! Der Gesandte Allâhs (s.a.) sprach daraufhin:

- Ya Ömer! Solange du mich nicht mehr liebst als deine eigene Person, solange wirst du kein wahrer Mu`min werden können. Hz. Ömer (r.a.) prüfte daraufhin sein Herz und seine Gefühle und sagte in aufrichtigen Worten:

- Ya Rasûlallâh, ich liebe dich auch mehr als meine eigene Person!”

An dritter Stelle gebührt die Liebe eines Muslims den Evliyâ, also Menschen die Allâh nahestehen. Der folgende, von Hz. Enes (r.a.) überlieferte Hadis-i Şerif ist hierzu die Grundlage.

„Ein Mann fragte den Gesandten Allâhs, wann die Kıyâmet, also das Zeitenende eintrete. Rasûlullâh (s.a.) antwortete ihm:

- Was hast du für die Kıyamet vorbereitet? Der Fragesteller sagte dazu: - Nichts, aber dafür liebe ich Allâh und seinen Rasûl. Daraufhin sprach Rasûlullâh (s.a.):

- Du bist mit dem zusammen, den du liebst!

Hz. Enes (r.a.) kommentierte diese Begebenheit mit den Worten: Über diese Formulierung Rasûlullâhs haben wir uns so sehr gefreut wie über nichts anderes (im Leben). Denn ich habe die Liebe von Rasulüllah, von Hz. Ebu Bekir und von Hz. Ömer in mir. Dies ist meine Hoffnung (im Jenseits) mit ihnen zusammen sein zu können.“ (Terğıb, C. 3 S.429)

Da ist noch die gegenseitige Liebe und Zuneigung von Muslimen füreinander im Namen Allâhs. Diese zählt sogar als Ibâdet.

Dazu spricht Rasûlullâh (s.a.):

„Menschen die für Allâh einander lieben werden am Tage des Mahşer, dann wenn es keinen anderen Schatten geben wird, unter dem Schatten des Thrones Allâhs weilen. Viele Gesandte und viele Şehîd werden sich wünschen an ihrer Stelle zu sein.“

Jede Liebe im Rahmen der Rızâ-i Ilâhî, also dem Wohlgefallen Allâhs, ist bei Allah makbûl, muteber und erhaben.

Wie glücklich sind diejenigen, die diese Liebe in ihren Herzen bewahren können!

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KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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