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04. März 2016 / 24. Cemâziyel-evvel 1437 - Aufgaben der Eltern

04. März 2016 / 24. Cemâziyel-evvel 1437 - Aufgaben der Eltern

Sehr verehrte Muslime,

blicken wir mit einem lernenden Auge auf alles Lebendige wie nicht Lebendige, so sehen wir in allem eine Geschäftigkeit sondergleichen. Jedes Lebewesen ist damit beschäftigt, die ihr zugestandene Aufgabe zu erfüllen. Auch der Mensch, das wertvollste aller Geschöpfe, hat Aufgaben – in der Tat eine vielzahl an Aufgaben.

 

Eine der wichtigsten Aufgaben des Menschen ist die wohfeile Erziehung und Erbildung der Kinder. So darf der Muslim es nicht vernachlässigen seinem Kind islamisches Grundlagenwissen beizubringen und ihm so die Liebe zu Allâhu Teâlâ und Rasûlullâh (s.a.v.) mitzugeben. Damit und mit der Aneignung der schönen Ahlâk Rasulullâhs soll die geistig-spirituelle Seite des Kindes vervollständigt werden. Denn nur so können die Kinder Glück und Erfolg im Leben haben.

Die Eltern haben die Verpflichtung sich um alle Belange ihrer Kinder zu kümmern; ihr Betragen, die Art und Weise mit der sie Zeit verbringen, mit wem sie Freundschaften schließen, mit ihrem Talent und ihren Neigungen, mit ihren Problemen, ihrer Schule und ihrem Wissensstand in islamischen Sachen...

 

Heutzutage ist es eine traurige Wahrheit, dass sehr viele Familien ihren Kindern nicht die nötige Aufmerksamkeit geben können. Sie konzentrieren sich meistens nur auf die Befriedigung der alltäglichen materiellen Bedürfnisse, mehr nicht. Insbesondere die geringe Teilnahme von muslimischen Familien an Elternsprechtagen oder Elternversammlungen in der Schule oder noch mehr hier in der Moschee, läßt einen schon ins Grübeln kommen. Natürlich, sehr viele Familien geben sich größte Mühe ihren Kindern in Sachen Kleidung, Essen und Trinken und den Ausgaben für Bücher und dergleichen in Nichts nachzustehen. Aber die Frage nach den Bedürfnissen der spirituellen und geistigen Seite der Kinder und inwieweit die Eltern die Herzen ihrer Kinder füllen beziehungsweise erfüllen können, bleibt zumeist unbeantwortet. 

In ihrer geistig-spirituellen Welt allein gelassene Kinder und ohne wahre Aufmerksamkeit durch die Eltern werden ziellos umherirren und in den Fluten der unerbittlichen Lebensrealität untergehen.   

Manche Pädagogen meinen, ‘die Kinder nicht zu sehr fordern zu müssen. Man solle die Kinder schon in sehr jungen Jahren auf ihre eigenen Entscheidungen drängen. Jeder soll und muß sein eigenes Leben leben. Der Mensch macht Fehler, steht wieder auf und diesmal den richtigen Weg. Wenn er wieder fällt, steht er eben nochmal auf und so weiter.’ Viele muslimische Familien halten sich an diese Meinungen und merken es erst dann wenn es schon zu spät ist und ihre Kinder von anderer Seite beeinflußt und weggelotst wurden und sie nicht mehr zurück in die Idylle ihrer Familie zurückholen können.

Zu den wesentlichsten Erfordernissen des Muslimseins gehört es dem Kind die Grundlagen des Muslimseins beizubringen, ihm sowohl in Wort als auch in den eigenen Taten und Handlungen Vorbild sein zu können, ihm beizubringen die richtigen Freunde auszusuchen und ihm die Liebe zu Allah, Seinem Gesandten (s.a.v.) und zum Kur’an-i Kerim mitzugeben. 

 

Liebe Muslime,

Erziehung und Erbildung eines Kindes, eines Menschen durch das Versuch-und-Irrtum-Prinzip ist keine wirklich ernstzunehmende Erziehungsmethode.

Können wir uns vorstellen einem Menschen, der kein Auto fahren kann, die Schlüssel in die Hand zu drücken und ihn zu bitten zu fahren, damit er mit Hilfe des Versuch-und-Irrtum-Prinzips das Autofahren erlernen kann? Wohl wahrscheinlich nicht. Zuerst wird dieser, wie alle anderen auch zur Fahrschule gehen, die Theorie, danach die Praxis des Autofahrens erlernen müssen und erst dann, nach bestandener Prüfung, darf er mit dem Auto auf die Straße. Dies ist so richtig. So ist und sollte auch das normale Leben sein.

Rasûlullâh (s.a.v.) spricht hierzu: „Jeder von euch ist (wie) ein Hirte, und jeder von euch ist verantwortlich für jene, die seinem Schutz befohlen sind.“

Daher, Liebe Muslime, sollte es uns eine Lebensaufgabe sein unsere Kinder  mit islamischen und menschlichen Grundlagen auszustatten und sie in der besten Art und Weise zu erziehen. Denn sie sind die Garanten für unsere Zukunft, sowohl in dieser Welt als auch in der Âhiret. 

Meine Hutbe möchte ich mit der ungefähren Umschreibung der eingangs vorgetragenen Âyet beenden: “(... und ebenso jene die sagen): ‘Oh unser Rabb und Allah!  So beschere uns Partner und Nachkommenschaft, die uns Freude bereiten und mache uns zum Vorbild für die Müttakîn, für die, die Ehrfurcht vor Allâh praktizieren!”

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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