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05. Dezember 2014 / 12. Safer 1436 - Spott ist Haram

05. Dezember 2014 / 12. Safer 1436 - Spott ist Haram

Meine sehr verehrten Brüder im Islam,

Spott, sich über andere lustig machen, despektierlich gemeinter Scherz ist dem Vorbild Rasûlullâhs (s.a.v.) gemäß haram. Dies möchte ich heute mit euch besprechen.

Zu der guten Ahlâk eines Muslims gehört unter anderem die Einstellung für alle Menschen dasselbe zu wünschen was man für sich selbst in Anspruch nimmt. Will heißen, was ich nicht will das man mir tut, das wünsche ich auch anderen nicht. Wer in einer Gesellschaft in Ruhe und Frieden leben will, der ist verpflichtet die Ruhe und den Frieden anderer zu wahren und wer nicht will, dass ihm Unrecht geschieht der hat die Pflicht die Rechte anderer NICHT zu übertreten.

Es gibt so einiges an Rechten zwischen den Menschen auf die wir Muslime zu achten haben. Eines davon ist das Recht des anderen keinen Spott oder herabwürdigende Scherze ertragen zu müssen und in Würde behandelt zu werden. Der Spott ist im Islam für haram erklärt worden.

 

In der Sûre-i Hucurât in Âyet 11 spricht Cenab-ı Hakk ungefähr dies: "O, die ihr den Îmân verinnerlicht habt! Das eine Volk (der Männer) soll über ein anderes Volk (von Männern) nicht spotten. Es ist möglich, dass sie –die verspottet werden – mehr Hayr haben als die anderen. Auch Frauen sollen sich nicht über andere Frauen lustig machen, denn es ist möglich, dass sie mehr Hayr haben als die anderen (Spottenden). Auch sollet ihr euch nicht herablassend ermahnen und euch nicht mit schlimmen Namen bewerfen. Welch ein schlimmer Name doch der Fısk-Name nach dem Îmân ist. Jene, die (diese Verfehlungen begangen und) keine Tevbe gemacht haben und nicht reuig sind, sind jene die sich selbst Zulüm und Unrecht antun.“

 

Hierzu spricht Resûlullâh (s.a.v.) in den folgenden Hadîs-i Şerif: “Der Muslim ist der, vor dessen Hand und vor dessen Zunge die Muslime sicher sind.”

 

"Für einen Menschen, der über andere spottete, wird ein Tor der Cennet aufgemacht. Komm, komm her wird ihm zugerufen. Nachdem er unter schweren Strapazen dort ankommt, wird ihm das Tor vor der Nase zugemacht. Dann wird ein anderes Tor aufgemacht und ihm wird wieder ‘komm, komm!’ zugerufen. Und wieder erreicht er das Tor unter schweren Strapazen und Qualen, aber auch diesmal wird ihm das Tor vor der Nase zugemacht. So geht das weiter bis der Mensch, trotz eines offenen Tores der Cennet und trotz der Einladung, nicht mehr hingeht.”

"Wer einen Bruder im Islam wegen dessen Verfehlung verurteilt oder tadelt, stirbt nicht bevor er dieselbe Verfehlung begangen hat.”

"Hege keine Feindschaft deinem Bruder im Islam gegenüber und streite nicht mit ihm und mache keine Scherze die ihn verletzen können.”

 

Übertriebener Scherz ist nicht gerade etwas was Anerkennung bei den Menschen findet. Zuviel Witz und Übertreibung in Spaß und Scherz mindert Würde und Dignität eines Menschen und führt zu Unverfrorenheit und der Kränkung desjenigen über den man sich lustig gemacht hat. Solch eine Art von Spaßverständnis ist das Saatgut für Feindschaft, Streit und Neid. Humor nach Maß ist etwas was Anerkennung findet.

 

Resûlullâh (s.a.v.) machte auch Scherze. Bei ihm aber war jeder Scherz wiederum Wahrheit und Weisheit. So pflegte er zu sprechen: “Ich scherze, aber spreche nichts außer der Wahrheit.” Zu Scherzen war er aufgelegt, aber in Maßen und nicht zuviel. Wenn er scherzte, dann um die Herzen der Menschen zu erwärmen und um ihre Ängste zu nehmen. Solcherart von Humor betrachtete er mit Wohlwollen.

 

Einmal sprach der Gesandte Allâhs (s.a.v.) zu Hazret-i Suheyb-i Rûmî: "Wie? Du isst Datteln obwohl dein Auge schmerzt?" Hazret-i Suheyb antwortete: "Ya Rasûlellah, ich esse die Dattel mit dem gesunden Teil von meinem Auge." Und Rasûlullâh hatte ein wunderschönes Lächeln auf seinem Gesicht.

Wie schön heißt es doch in dem türkischen Gedicht: “Alle Muslime sind eine Einheit, warum wehtun wenn du doch Freude schenken kannst?”

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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