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05. Februar 2016 / 26. Rebîulâhir 1437 - Anstrengung für Allâh

05. Februar 2016 / 26. Rebîulâhir 1437 - Anstrengung für Allâh

Geschätzte Muslime,

 

in meiner Hutbe spreche ich heute über all jene würdevollen Menschen, die sich auf dem Wege Allâhs anstrengen, also Hizmet machen.

 

Allahü Zül-Celal hat den Menschen als das ehrenvollste unter den Geschöpfen erschaffen, ihm die Vernunft als Nîmet und Gabe mitgegeben und ihm über Seine Gesandten den richtigen Weg gezeigt. Alle Gesandten sind von Allâh geschickt worden, damit sie den Menschen das Rechte und Richtige beibringen und sie somit zu Glück und Frieden im Diesseits und in der Âhiret führen. Für diese Sache Allâhs haben sie viel Qual und Leid auf sich genommen und sich trotzdem nicht gescheut ihre Aufgaben zu erfüllen. 

 

Peygamber Efendimiz (s.a.v.), der Gesandte Allâhs mußte Zeit seines Lebens so viel Leid  durchleben und so viele schmerzliche Entbehrungen ertragen wie kein anderer auf dieser Welt. Die Sahabe-i Kiram Hazerâtı, also die ehrenvollen Gefährten und Freunde Rasûlullâhs haben sowohl zu seinen Lebzeiten als auch zu den Zeiten der Hulefâ-i Râşidîn, den rechtgeleiteten Kalifen sehr große Hizmet auf dem Wege Allâhs vollbracht. Auch später haben große Persönlichkeiten unter den Muslimen sich bis zum äußersten angestrengt um die Herzen der Menschen zu öffnen, damit diese sich füllen konnten mit der Gabe und Gnade des Muslimseins. Kein Weg war ihnen zu weit und keine Aufgabe zu schwer. Ihnen ist es zu verdanken, dass heute Abermillionen von Menschen auf der Welt sagen können “Elhamdülillâh, ich bin ein Muslim.”

 

All diese Hizmet und Anstrengungen haben einen sehr hohen Stellenwert bei Allâh und Seinem Gesandten. Cenab-ı Hakk empfiehlt in etlichen Âyet-i Kerimes die Anstrengung und den Dienst auf dem Wege Allâhs. Auch sollen wir uns durch Rückschläge niemals entmutigen lassen. Als Gegenleistung dafür verspricht Allâh viele Nîmet sowohl für das Leben auf dieser Welt als auch für die Âhiret. In einem von Ebû Hureyre (r.a.) Hazretleri überlieferten Hadis-i Şerif heißt es: “Für einen Menschen der sich auf dem Wege Allâhs anstrengt, bürgt Allahü Teala mit diesen Worten “Seine Absichten sind allein der Dienst auf Meinem Wege, der Glaube an Mich und die Bestätigung für Meine Gesandten.”

 

Liebe Brüder im Islâm,

 

Allâhu Teâlâ spricht in der Sûre-i Bakara in Âyet 154: “Und sagt nicht über diejenigen, die auf dem Wege Allahs getötet wurden, “Tote”. Denn sie leben, ihr aber nehmt sie nicht wahr.” In der Interpretation und Erläuterung dieser Âyet-i Celile heißt es: “Spricht ja nicht über diejenigen, die auf dem Wege Allâhs zu Şehîds wurden, sie seien tot. Sie sind nicht wirklich gestorben. Ganz im Gegenteil, sie sind quicklebendig. Aber ihr könnt sie nicht hören und ihr Leben nicht erfühlen, denn solch ein Leben kann mit den Mitteln dieser Welt nicht erfahren werden.“ In einem Hadis-i Şerif heißt es: “Der Mü’min, der praktizierende Muslim ist in beiden Welten lebendig.” In einem anderen Hadis-i Şerif spricht Rasûlullâh (s.a.v.): “Die wahrhaft gläubigen Muslime sterben nicht; vielmehr wechseln sie von der vergänglichen in die ewige Welt.”

Und der große Gelehrte Ebu’l Fâruk Silistrevî Hazretleri spricht hierzu: “O meine Schüler, der Tod der Arifûn besteht nur aus ihrem Verschwinden aus den Augen der Gâfilûn, der geistig trägen Menschen.”

So gesehen sind all jene Freunde Allâhs und ihre Nachfolger, die sich auf dem Wege Allâhs verausgabt und viel Hizmet gemacht und somit hunderttausenden von Menschen den Weg von Irşâd und Hidâyet geebnet haben, nicht als Tote zu bezeichnen. Ihr Tod besteht ohne Zweifel darin aus unseren Augen zu verschwinden. Sie sind stets in der hayat-ı maneviyye, also in der geistigen Form lebendig.

 

Für uns bewußte Muslime gibt es hernach eine essentielle Aufgabe: Auf dem Wege Allahs uns immerzu auf der Fährte unseres Gesandten und der Freunde Allâhs zu wissen und bis zum letzten Atemzug -dieser letzte Atemzug inklusive- Hizmet  zu machen. Darüber hinaus sollten wir uns immer wieder mit Duâ, also mit Bittgebeten an Allâh wenden, damit Er uns auf der Fährte Seiner Freunde hält und uns für ihre Şefâat und Fürsprache würdig macht.

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KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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