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05. September 2014 / 10. Zilkâde 1435 - Befragung und Bestrafung im Grab

05. September 2014 / 10. Zilkâde 1435 - Befragung und Bestrafung im Grab

Sehr verehrte Muslime,

wenn die Lebenszeit des Menschen zu Ende geht und sein zahlenmäßig beschränktes Atmen aufhört, wird er in ein Grab gelegt. Dieses Grab strahlt entweder mit dem Nûr, also dem Licht seiner Amel, seiner Gebete und guten Taten oder es ist eine Ruine.

Das Grab ist die letzte Station dieser und die erste der nächsten Welt, also der Âhiret. In dieser ersten Stufe der Ewigkeit werden wir über unseren Îmân auf der Welt, die wir hinter uns gelassen haben befragt und darüber hinaus womit wir unsere Lebenszeit verbracht haben. Dies bezeichnen wir als “Suâl-i Kabr” oder im Türkischen “Kabir Suâli”, also “Befragung im Grab”. 

Bei dieser Befrgaung im Grab kommen gleich nachdem man den Toten in die Erde gelegt und mit Erde überschüttet hat, zwei Engel die MÜNKER und NEKIR heißen. Diese beiden Engel befragen den Verstorbenen nach seinem Îmân, vor allem ob dieser mit dem Vorbild Rasûlullâhs (s.a.v.) übereinstimmt oder nicht. 

Die Befragung im Grab ist daher eine Begutachtung wo und wie wir die begrenzte Anzahl unseres Atems benutzt haben. Auch ist es eine Rechenschaft über die von Allâhü Teâlâ als Geschenk gegebene Lebenszeit.

Wenn der Muslim im Grab befragt wird und er auf die Fragen antwortet, bezeugt er damit, dass es keine Gottheit gibt außer Allâh und dass Muhammed (s.a.v.) der Gesandte Allâhs ist. So heißt es hierzu in der Sûre Ibrahim in Âyet 27 ungefähr: Allâh hält jene die den Îmân verinnerlicht haben sowohl im Leben auf der Welt als auch in der Âhiret auf ein sicheres Wort, und jene die Unrecht tun schickt er in Irrungen. Und Allâh macht, was Er will.”

Auch wenn das “Wie” der Befragung im Grab mit der Vernunft schwierig zu begreifen scheint, gibt es darin nichts was der Vernunft oder der Tradition von Rasûlullâh (s.a.v.) widersprechen mag. Die Schwierigkeit für uns rührt von unserem begrenzten Vermögen an Verstand und anderen Fertigkeiten wie unser Seh- oder Hörvermögen. 

Resül-i Ekrem (s.a.v.) hat viele Hadis-i Şerîf ausgesprochen in denen er von der Befragung und von der Bestrafung im Grab sehr offen spricht und uns das alles klar vor Augen führt.

Die Befragung im Grab und die Bestrafung im Grab sind ein wichtiger Bestandteil des Îmân, des islamischen Glaubens und die Annahme, so wie sie von Rasûlullâh (s.a.v.) dargestellt ist, stellt eine islamische Verpflichtung dar. In folgenden Hadîs-i Şerîf wird die Befragung im Grab sehr klar und deutlich erklärt:

"Wenn der Tote begraben worden ist kommen (zwei) Engel. Den einen nennt man Münker und den anderen Nekir, ihre Gesichter sind schwarz und Ihre Augen haben die Farbe des Himmels. Sie fragen den Toten: “Was sagtest du über diese (Muhammed genannte) Person?” Wenn der Verstorbene ein Mü’min (ein praktizierender Muslim) ist antwortet er: “Er ist Abid (Knecht) und Gesandter Allâhs. Und ich bezeuge, dass es keine Gottheit gibt außer Allâh. Und in der Tat ist Muhammed (s.a.v.) der Gesandte Allâhs.” Und die Engel sagen daraufhin: “Wir wissen, dass du auf der Welt diese Bezeugung machtest.” Danach wird das Grab dieses Verstorbenen um rund 40 (vierzig) Meter in Breite und Länge ausgeweitet. Anschließend sagt man ihm “Schlafe nun!” Er antwortet darauf: “Ich möchte zurück zu meiner Familie um ihnen (von meinem hiesigen Wohlstand) zu berichten.” Die Engel sprechen dann: “So schlafe nun wie eine Braut, die nur von ihren Liebsten aus der Familie erweckt wird.” Und er verbleibt bis zur Zeit des Ba’s (ü ba’del-mevt), der Zeit der Wiedererweckung in dieser Situation (und in diesem Zustand des Glückes). Wenn aber der Verstorbene ein Munafik, ein Heuchler ist wird er auf die Frage der Engel diese Antwort geben: “Ich hörte die Menschen Worte sagen und ich sprach ähnliche Worte. Ich weiß aber nicht wer er ist." Und die Engel sprechen darauf: “Wir wussten, dass du das sagen würdest.” Und der Erde wird dann gesagt werden “So erdrücke ihn mit all deiner Macht.” Die Erde wird auf ihn eindrücken, seine seitlichen Knochen werden ineinander gehen und er wird der Bestrafung ausgesetzt, bis er von Allâh von seinem Grab erweckt wird.“ "Das Grab ist die erste Station der Âhiret. Wer auch immer von der Bestrafung dort verschont wird hat es danach nicht mehr schwer. Wer aber dort nicht (von der Bestrafung) befreit wird, wird danach viel Schlimmeres zu sehen bekommen.”

 

Liebe Muslime,

wer in seinem Herzen Îmân hat und in seinem Kopf Denkvermögen, der ist verpflichtet diese Fragen nicht zu vergessen und Vorbereitungen zu treffen um sich vor einem ruinösen Nicht-Glauben zu schützen.

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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