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06. März 2015 / 15. Cemâziyel-evvel 1436 - Das Freitagsgebet

06. März 2015 / 15. Cemâziyel-evvel 1436 - Das Freitagsgebet

Verehrte Muslime!

Das Freitagsgebet ist ein wichtiges Kennzeichen muslimischer Identität mit einem besonderen Stellenwert vor allen anderen Gebeten. In diesem Zusammenhang heißt es in der Sure Cumu´a: „O die ihr mit dem Îmân beehrt seid! Wenn am Freitag der Ezân für das Gebet gerufen wird, so eilt zur Zikir und setzt das Kaufgeschäft aus. Wenn Ihr (nur) wüsstet; dies hat für euch wahrlich (viel) mehr Hayır und Wert bei Allâh.“

In einem Hadîs-i Şerîf spricht Rasûlullâh (s.a.v.): „Der Tag mit der meisten Fazilet ist der Freitag. So spricht an diesem Tag viele Male den Salât-u Selâm an mich; denn eure Selâms werden mir zugetragen.“ Für eine Ibâdet, die an solch einem wertvollen Tag verrichtet wird, sollte man sich als Muslim auch mit der gebührenden Hingabe vorbereiten - sowohl innerlich wie auch äußerlich. Wie in vielen anderen Dingen ist Peygamber Efendimiz (s.a.v.), der wertvollste Gesandte Allâhs für uns auch hierin Vorbild. In vielen Hadis-i Şerif hat uns Rasûlullâh Vorschläge und Empfehlungen gemacht und vorgelebt worauf man achten soll, wenn man zum Cuma Namazı, also zum Freitagsgebet kommt.

In der berühmten Hadîssammlung Sahih-i Buhârî findet sich ein Hadis-i Şerif  in dem es heißt: „Wer sich am Freitag reinigt, in dem er die Gusül (die rituelle Ganzkörperwaschung) macht, Haar und Bartwuchs einölt und kämmt oder sich mit Düften besprüht und in die Moschee geht – und dort aber sich nicht nach vorne drängelt in dem er über (die Schultern der) Menschen hinübergeht – und anschließend so viel Namaz verrichtet wie Allâhü Teâlâ es ihm erlaubt, und später dem Imam zuhört, ohne selbst zu reden, dem werden seine Sünden von jenem Freitag bis zum kommenden Freitag vergeben.“ Nicht nur für Freitagsgebete, auch zu anderen Zeiten, wenn man zum Beten in die Moschee kommt, sollte man darauf Wert legen nicht nach Knoblauch, Zwiebeln, Lauch und ähnlichen Dingen zu riechen. Denn in einem Hadis-i Şerif heißt es hierzu: “Wer Knoblauch, Zwiebeln und Lauch gegessen hat, soll sich unserer Moschee nicht nähern. Denn was den Menschen stört, stört auch die Engel.”

Wenn zum Freitagsgebet die Moschee voll ist und der Imam gerade die Hutbe vorträgt, sollte man sich an die erstbeste Stelle hinsetzen und die Anwesenden nicht stören. Wenn der Hatip, also der Imam, der die Hutbe vorträgt auf die Minber steigt, ist es für die Anwesenden Pflicht zu schweigen. Auch darf man dann noch nicht mal mit dem Selâm grüßen oder den Selâm eines anderen annehmen oder nâfile Namaz, ein freiwilliges Gebet verrichten. So spricht der Gesandte Allâhs (s.a.v.) in einem Hadîs-i Şerîf hierzu: “Wenn am Freitag der Imam die Hutbe vorträgt, ist es auch dann ein Fehler wenn Du deinem Freund (ein leises) “Ruhe oder sei bitte leise” zusprichst (damit dieser aufhört zu reden).”

 

Liebe Brüder im Islam,

zum Abschluss der heutigen Hutbe soll noch ein wichtiger Punkt angesprochen werden: Nach dem eigentlichen Freitagsgebet verrichten wir noch 10 weitere Rekat und Gebetseinheiten. Wenn diese 10 Rekat nicht verrichtet werden und das eigentliche Freitagsgebet aus welchen Gründen auch immer bei Allâhu Teâlâ keine Annahme findet, bleibt der Muslim das normale Mittagsgebet Allâh gegenüber schuldig. Aus diesem Grund sollten diese 10 Rekat nicht ausgelassen werden. Nur in wirklichen Ausnahmesituationen kann man sie einmal auslassen.

Der Freitag gehört zu den wesentlichsten Zeichen des Islams und ist der Bayram, der Festtag der Muslime. Dieser Tag und vor allem die Zeit des Freitagsgebetes verdienen viel Aufmerksamkeit. Deswegen ist es überaus wichtig, dass man sich als Muslim zu dieser Stunde aufgeweckt und konzentriert Allâh zuwendet.

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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