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07. August 2015 / 22. Şevval 1436 - Ein Leben voller Prüfungen

07. August 2015 / 22. Şevval 1436 - Ein Leben voller Prüfungen

Hochgeschätzte Muslime, Liebe Cemâat,

das menschliche Leben ist bis zum letzten Atemzug ausgestattet mit Prüfungen. Prüfungen zum Îman, zur Ibâdet, den Gebeten, zur Ilim, also das Wissen, zu den Kindern, zu Vermögen und Besitzungen und vieles mehr… Hazret-i Allâh (c.c.) spricht in verschiedenen Seiner Ayet-i Kerimes: “Meint der Mensch (etwa), dass er unbeachtet und ohne Verantwortung dasteht?”(1) Wir haben (alles), was auf der Erde ist, zu einem Schmuck für die Menschen gemacht, um sie zu prüfen, wer von ihnen die besten Taten begeht.”(2) Und wisst, dass euer Besitz und eure Kinder eine Prüfung sind und dass es bei Allah großartigen Lohn gibt.”(3)

Das bedeutet, dass sowohl das Leben als auch der Tod uns als Prüfung gegeben worden sind. Jeder Mensch hat sich daher bewußt zu machen, dass er ein Leben voller Prüfungen zu durchleben hat, dass sein diesseitiges und sein jenseitiges Glück davon abhängt und dass er eines Tages über alle Nimet, die ihm Allah gegeben hat zur Rechenschaft gezogen werden wird. In einem Hadis-i şerif spricht Rasûlullâh (s.a.v):  “Die Füße des Menschen werden in der Kiyâmet nicht von der Stelle weichen, solange er nicht Rechenschaft abgelegt hat über sein Leben wo und wie er es verlebt hat, über seine Ilim (sein Wissen) wie und ob er es in die Tat umgesetzt hat, über sein Hab und Gut, wie und wo er es verdient und wie er es ausgegeben hat und  über seinen Körper, wie er es benutzt hat.”

Ein Muslim, der den Dienst am Menschen auf seine Fahnen geschrieben hat, sollte wissen, dass die Aufgabe, die er sich da aufgebürdet hat voller Beschwernisse ist. Wegen der Wahrheiten, denen er Glauben und Herz geschenkt hat, wird er von Zeit zu Zeit angefeindet werden und mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Auf diese Situationen muß er sich bereit machen. Denn alles ist dem Menschen zur Prüfung gegeben worden. Und die Prüfung besteht wer sich darum bemüht und anstrengt.

 

Verehrte Muslime,

Wer die Gebote und Verbote Allâhs in Zweifel zieht, wer manche der islamischen Grundüberzeugungen anerkennt und andere wiederum nicht und diese auch noch von seiner eigenen Position heraus versucht zu interpretieren verliert konsequenterweise die Prüfung des Îmân. Wer seine Grundüberzeugungen nicht in die Tat umsetzt und seine Aufgaben als Abid und Diener Allâhs nicht ernst nimmt, verliert die Prüfung der Dienerschaft bei Allâh. Wer sein erlerntes Wissen, also seine Ilim nicht in die Tat umsetzt, sprich die Zekat seiner Ilim nicht entrichtet, verliert die Prüfung der Ilim. Wer seinen Kindern keine Erziehung gemäß den islamischen Prinzipien ermöglicht und wer als Vater oder Mutter seinen Kindern kein richtiges Vorbild abgeben kann, verliert die Prüfung der Kinder. Wer Gewinn erzielt oder sich seinen Lohn erarbeitet ohne zu unterscheiden ob haram oder helal, wer einen Teil seines Verdienstes nicht in Dingen des Hayır ausgibt, seine Zekat nicht entrichtet und Allah aus dem Blickfeld verliert, je mehr er verdient und je reicher er wird, verliert die Prüfung von Besitz und Vermögen.  Wer eine Nimet wie das Leben an sich, außerhalb der Grenzen der Rızâ-i Ilâhî verbringt, verliert konsequenterweise die Prüfung des Lebens.

 

So gesehen Liebe Muslime, sollten wir unsere Vorbereitungen für das Jenseits genau unter die Lupe nehmen. Mit leeren Händen wollen und sollten wir nicht vor den Allmächtigen Schöpfer treten. In dieser Situation ist es angebracht sich selbst die Frage zu stellen „War ich imstande von den gesegneten drei Monaten Recep, Şaban und Ramazan genügend Nutzen zu ziehen? Konnte ich ausreichend Pluspunkte zusammentragen um diese schweren Prüfungen zu bestehen?“ So gesehen sollte die Rızâ-i Ilâhi, sowohl für unsere weltlichen als auch für die Dinge der Âhiret, also des Jenseits erstrangiges Ziel sein – dies sollten wir nicht aus den Augen verlieren.

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KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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