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08. Mai 2015 / 19. Receb 1436 - Charakterzüge eines praktizierenden Muslims

08. Mai 2015 / 19. Receb 1436 - Charakterzüge eines praktizierenden Muslims

Verehrte Muslime!

 

Jede Grenze und jede Linie, die Allâh (c.c.) gezogen hat, ist eine Hilfe auf dem Wege zu Glück und Frieden im Diesseits wie im Jenseits. Und jeder Muslim, der an Allâh und Seinen Gesandten glaubt und den Kur´ân-ı Kerîm als Wegweiser annimmt, unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von der Masse der Menschen. Dieser Unterschied ergibt sich daraus, dass ein Mü´min, ein praktizierender Muslim, sich immer bewusst ist, dass er für jedes gesprochene Wort und für alle Handlungen vor Allâh (c.c.) wird Rechenschaft ablegen müssen.

Ausgewogenheit in Rede und Handlung, Verlässlichkeit und Ernsthaftigkeit sind von daher besondere Kennzeichen eines gläubigen Muslims. Darum können sich auch ein Muslim oder eine Muslima unter keinen Umständen der Lüge bedienen, und auch das Herumtragen von Geschwätz und übler Nachrede kann nicht zu ihrer Art gehören. Ein Muslim spricht nur hayır, was recht ist, oder er weiß, wann er zu schweigen hat. Dies ist die rechte Art und Weise, ein wahrer mü´min zu sein und damit die Anwartschaft auf die Cennet-ü Âlâ zu erlangen.

Unser geliebter Prophet, der Gesandte Allâhs (s.a.v) beschreibt uns diesen Weg mit folgenden Worten:  “Wer an Allâh und das Jenseits glaubt, der soll sprechen, was recht ist oder schweigen.”

“Wer Geschwätz und üble Nachrede herumträgt, kommt nicht ins Paradies.

“Für denjenigen, der mir verspricht, seine Zunge und was sich zwischen seinen Beinen befindet, zu hüten (das heißt, wer auf Ehre, namûs, und Anstand, iffet, bedacht ist), bürge ich für die Cennet.

 Hütet euch vor hased, dem Neid. Denn der Neid frisst alle guten und schönen Taten auf, wie Feuer das Holz.”

“Am meisten fürchte ich bei euch den kleinen şirk, die Beigesellung anderer Dinge neben Allâh, die (hier) riyâ (ist, also Geltungssucht und Hochmut).”

 

Liebe Gemeinde,

in diesen Worten Rasûlullâhs (s.a.v.) sehen wir, dass ein Muslim Ausgewogenheit in Rede und Handlung  beweisen und alles, was Allâh und seinem Gesandten nicht gefällt, zu unterlassen hat. Lüge, üble Nachrede, Hass, Neid, Verhöhnung und Erniedrigung anderer und Geltungssucht gehören auf keinen Fall zu der Art eines Muslims. Auch hat er sich von Orten fernzuhalten, an denen Dinge getan werden, die haram und verboten sind. Als Zeuge darf er keine Falschaussage machen, und wenn er mit Menschen zu tun hat, die unnützes Zeug reden, sollte er sich freundlich, aber würdevoll entschuldigen und sich von ihnen entfernen. 

 

Liebe Muslime,

selbst die Art und Weise, wie ein Muslim isst und trinkt, wie er sich kleidet, wie er seinen Lebensunterhalt sucht und wie er sein Geld ausgibt, sollte ihren Unterschied bewahren. Ein Muslim ist immer auf einen Erwerb bedacht, der helal und rechtens ist. In seinem Selbstverständnis gibt es keine solche Einstellung wie “Die Hauptsache ist Geld verdienen, wie, ist mir egal!”. Eins sollten wir bei alldem nicht vergessen: Muslim sein hat nur dann Wert, wenn wir so leben, wie Allahu Teâlâ und sein Gesandter (s.a.v.) es uns vorgezeichnet haben, und nicht, wie wir meinen es verstehen zu müssen.

So lasset uns alle gemeinsam dem folgenden Gebot Allâhu Teâlâs Gehör schenken: “O ihr, die ihr glaubt, habet Ehrfurcht vor Allâh, so wie ihm gebührt. Und wenn ihr ins Jenseits hinübergeht, so tut es nur als Muslime.”

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KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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