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09. Januar 2015 / 18. Rebîulevvel 1436 - Der Islam heißt Frieden

09. Januar 2015 / 18. Rebîulevvel 1436 - Der Islam heißt Frieden

Hochgeschätzte Muslime,

ein Mensch, der eine wohlfeil gute Erziehung genossen und seinen Aufgaben als Geschöpf Allâhs Gewahr ist, ist jemand der liebt und geliebt wird, der Merhamet und Barmherzigkeit lebt, der mit sich selbst, mit seiner Familie, mit der Gesellschaft und mit der ganzen Menschheit in Frieden und Aussöhung lebt.

Hazret-i Allâh, mit Seiner grenzenlosen Allmacht, hat den Menschen in der schönsten Gestalt erschaffen, ihm Ehre und Würde verliehen und unzählige Nîmet und Gaben seiner Verfügung unterstellt.

Die islamische Religion gründet auf Frieden und Aussöhnung, auf gegenseitiges Wohlwollen und Freundlichkeit. Dies alles wird auf Arabisch mit dem Wort “Islam” ausgedrückt. Folglich sind Einheit und Zusammenhalt, Liebe und Brüderlichkeit mit die wichtigsten Gebote des Islam. Andererseits verbietet sie aufs schärfste Zulüm und Unrecht, Schamlosigkeit und Gewissenlosigkeit und vor allem die schrecklichste Art von Zulüm, den Terror. So spricht Allâhü Teâlâ in einer Hadîs-i Kudsî: “ICH habe Mir Zulüm für haram erklärt. Auch euch habe Ich es für haram erklärt. So machet einander keine Zulüm!”

Rasülullah (s.a.v) beschreibt den Muslim als jemanden “Vor dessen Hand und dessen Zunge andere Leute sicher sind”. Der Gesandte Allâhs verbietet es anderen Menschen zu schaden, ihnen Zulüm und Unrecht angedeihen zu lassen und gebietet Merhamet, Wohlwollen und Freundlichkeit. So heißt es in einem Hadîs-i Şerîf: “Wer die Menschen nicht mit Merhamet und Güte behandelt, den behandelt Allâh auch nicht mit Merhamet.” Auch geht Rasûlullâh (s.a.v.) darüber hinaus und gebietet nicht nur den Menschen gegenüber gütig zu sein, sondern verlangt von uns Muslimen alle Lebewesen auf der Erde mit Verantwortung und Güte zu behandeln und betont, dass der Weg zur Rahmet Allâhs über unsere Merhamet zu den Geschöpfen auf der Welt geht.

 

Liebe Muslime,

Hazret-i Allah (c.c) kündet im Kur’an-ı Kerim jenen die unrechtmäßig ein Leben auslöschen die ewige Bestrafung in der Cehennem, bezeichnet das Töten eines Menschen als ebenbürtig mit dem Töten aller Menschen und die Rettung einer Person als Rettung aller Menschen.

Fahr-i Kâinât (s.a.v), der Stolz aller Welten hat es verboten auch und vor allem in Kriegszeiten Frauen, Kinder und ältere Menschen umzubringen, darüber hinaus Gebetstätten, von welcher Religion auch immer, zu zerstören, Bäume zu fällen und sogar Tiere zu töten.

Wie man es auch nennen mag, ob nun Terror, Gewalt oder Anarchie, keines davon hat irgendeinen Platz im Islam. Terror und Gewalt, Unterdrückung und Folter, Aufruhr und Aufwiegelung sind im Islam für haram erklärt, also verboten worden, so ist es auch niemals möglich, dass Muslime diese gutheißen.

Gewalt und Terror und ihre Anstifter sind eine große Gefahr für die Menschen. Heutzutage ist es sogar so weit gekommen, dass die ganze Menschhheit davon Schaden nimmt. Daher lastet auf uns Muslimen eine große Verantwortung. Unsere Aufgabe ist es, unsere Religion viel besser zu kennen, uns an die Richtlinien eines lebendigen Islams zu klammern und Duâ zu machen, damit Allâh den Menschen Frieden und Ruhe gewährt und ihnen den Weg zu Hidâyet und Irşad ebnet.  

Wenn das Thema Frieden und Wohlwollen besprochen wird, dürfen wir keineswegs die folgende Âyet-i Kerîme vergessen. Sie ist in der Tat eindeutig und einleuchtend: “O ihr, die ihr den Îmân verinnerlicht habt! Tretet allesamt ein in den Frieden und folget nicht dem Şeytan. Gewiß, er ist für euch ein entschiedener Feind.”

 

Verehrte Muslime,

Am Mittwoch dieser Woche hat sich in der französischen Hauptstadt Paris ein terroristischer Anschlag auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ ereignet. Diesen feigen Anschlag, bei dem insgesamt 12 Menschen, einschließlich zwei Polizisten, ihr Leben verloren haben verurteilen wir auf das Schärfste.
Terror hat keinen Platz in irgendeiner Religion und ist mit islamischen Werten nicht vereinbar. Unser Beileid und tiefstes Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen.

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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