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09. Oktober 2015 / 25. Zilhicce 1436 - Das Islamische Neujahr und der ehrwürdige Monat Muharrem

09. Oktober 2015 / 25. Zilhicce 1436 - Das Islamische Neujahr und der ehrwürdige Monat Muharrem

Hochgeschätzte Muslime!

 

Am kommenden Mıttwoch beginnt der ehrwürdige Monat Muharrem-i Şerif und damit auch das islamische Neujahr. In diesen Monat fallen sehr bedeutsame Ereignisse und Offenbarungen Allâhu Teâlâs. Für uns Muslime hat er eine weitere Besonderheit: Er ist der erste Monat der islamischen Zeitrechnung. Zur Zeit des zweiten Kalifen Ömer Ibnu´l-Hattâb (r.a.), im 17. (siebzehnten) Jahr nach der Hicret, wurde in einer Şûrâ genannten Gelehrtenversammlung über eine islamische Zeitrechnung diskutiert. Verschiedene Möglichkeiten wurden erwogen. Am Ende einigte man sich auf einen Vorschlag von Hazret-i Ali (k.v.), und der Monat Muharrem, in dem die ersten Muslime von Mekka nach Medina auswanderten, wurde als Beginn der neuen islamischen Zeitrechnung festgelegt.  

 

Wir Muslime sollten uns dieser Tage gegenseitig zum neuen Hicrî-Jahr Glück wünschen und für einander Duâ machen, dass es uns Hayır und Segen bringen möge. Auch empfiehlt es sich, diese Tage zu nutzen, um Armen zu helfen und einsame und kranke Menschen in unserem Umfeld zu besuchen und bei ihnen zu sein.

 

Die Evliyâullah, also Allâh nahestehende Gelehrte haben für diesen Monat verschiedene Formen der Ibâdât empfohlen. Dazu gehört das zehntägige Fasten vom ersten bis zum zehnten des Monats, die sehr hohen Wert bei Allâh besitzt. Die Aşure-Mahlzeit am zehnten Muharrem ist eine Sunna des Gesandten Nuh aleyhisselâm. Wer nicht alle zehn Tage durchgehend fasten kann, sollte zumindest die Zeit vom achten bis zum zehnten Muharrem - also drei zusammenhängende Tage - mit Fasten verbringen.

 

Rasûlüllah (s.a.v.) spricht in einem Hadis-i Şerif: Nach dem Fasten im Ramazan hat das Fasten im Monat Muharrem die meiste Fazîlet und den höchsten Wert bei Allah. Und nach den Pflichtgebeten, den Farz-Namaz, hat der Namaz in der Nacht die meiste Fazilet.”

 

Wer am ersten Tag des Monats Muharrem tausendmal die Sure Ihlâs zusammen mit der Besmele spricht, der wird, mit der Gnade Allâhs,  am Tage seines Todes frei sein von den Rechten Anderer.

 

Liebe Brüder im Islâm,

 

von den Ibâdât, die für den Muharrem empfohlen werden, konnte ich hier nur einige wenige nennen. In Duâ-Büchern und auf den Rückseiten des Fazîlet-Kalenders könnt Ihr diese nochmal nachlesen.

 

Montagabend beginnt der letzte Tag des Monats Zilhicce im Jahre 1436 (Vierzehnhundertsechsunddreißig). Am Dienstagabend schon werden wir den ehrwürdigen Monat Muharrem des Hicri-Jahres 1437 (Vierzehnhundertsiebenund-dreißig) begehen. Lasst uns in diesen ehrenvollen Tagen und Nächten in uns einkehren und versuchen die Nûr-u Ilâhî, das Licht Allâhs in unseren Herzen zu entzünden. Allein auf diese Weise vermögen wir die Rızâ-ı Ilâhi, das Wohlgefallen Allâhs zu erlangen und dürfen großen Lohn erwarten.

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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