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1. Februar 2013 / 20. Rebîulevvel 1434 - Über die Wertigkeit von Menschen die Wissen über den Islam erwerben

VIKZ

Verehrte Muslime, 

in unserer Hutbe sprechen wir heute über den Wert und die Wertigkeit von Menschen die sich dem Erwerb der Ilm-i Islam, also der islamischen Lehre verschrieben haben.

 

Die islamische Religion mißt der Aneignung von Wissen einen sehr hohen Stellenwert bei und fördert vor allem den Erwerb von Wissen über den Islam. Rasûlullâh (s.a.v.) hat zum Beispiel die Eshab-ı Suffe selbst unterrichtet und sie als islamische Gelehrte zu Völkern und Stämmen geschickt, die zu Muslimen geworden waren. Damit hat Er in jenen Regionen vorbildlich das Interesse für mehr Wissen über den Islam gedeckt. In dieser Tradition haben sich die “Erben” Rasûlullâhs (s.a.v.), also die “Gelehrten des Islam” tagein tagaus verausgabt um den Ehl-i Îmân, also uns Muslimen zu ermöglichen den Islam zu erlernen, es zu leben und es anderen beizubringen.

 

Cenab-ı Hak spricht in der Âyet 9 der Sûre Zümer über den Wert und die Fazîlet der muslimischen Gelehrten und damit auch über den Wert von Ilim: “Habibim; o mein Geliebter Gesandter, so sprich: können solche die wissen und die, die nicht wissen jemals gleich sein?” Peygamber Efendimiz (s.a.v.), wie wir ihn im Türksichen liebevoll nennen, spricht in einem Hadîs-i Şerîf das Folgende: "Die Welt und alles darin ist wertlos, davon ausgenommen ist der Zikir, das Gedenken an Allâh und alles sonst was einen Allâh näherbringt, darüber hinaus der Gelehrte, der (islamisches) Wissen vermittelt und der Schüler, der es erlernt."

 

Die größte Ehre auf dieser Welt und dazu die größte Nimet, das heißt Gabe ist zweifellos Wissen über den Islam zu erlernen und das erlangte Wissen später weiterzugeben. Kein anderer Wissenszweig ist der islamischen Lehre an Wert ebenbürtig. Jeder Schüler und jeder Gelehrte, der sich dieses Wissen angeeignet hat, muß sich anstrengen um dieses Wissen zu bewahren und auszubauen. Zuallererst hat jeder von ihnen die Aufgabe ihr Wissen und ihre Ilim in die Tat umzusetzen, es zu praktizieren. Für den Muslim steht Ilim zwar an vorderster Stelle, aber wenn sie nicht praktiziert wird, gereicht sie zum Nachteil und kann im Jenseits Beweismittel gegen den Muslim sein. Der große Gelehrte Ebu’l-Faruk Silistrevî (k.s.) Hazretleri hat dazu folgende Anmerkung gemacht: “Man sollte sich bewußt machen, dass Ilim (also islamisches Wissen) für den Amel (für die religiöse Praxis) notwendig ist. Ilim ohne Amel ist nutzloses Wissen und daher schlimmstes und größtes Unheil für den Menschen. Solches Wissen wird im Jenseits Zeugnis gegen seinen Besitzer ablegen. Deswegen hat Cenab-ı Fahr-i Âlem, Rasûlullâh (s.a.v.) Allâh um Schutz vor nutzlosem Wissen angefleht.”

Sowohl beim Studium der Ilm-i Islâm als auch bei der tagtäglichen religiösen Praxis, der Amel sollte man niemals den Ihlâs aus den Augen verlieren. So wie Ilim ohne Amel keinen Nutzen bringt, bringen auch Gebete seinem Besitzer keinen Nutzen wenn sie ohne Ihlâs, das heißt ohne Hingabe verrichtet werden. Nur Gebete und Amel mit Ihlâs und Hingebung haben Wert bei Allâh. Und Ihlâs, so wie von Allâh und Seinem Gesandten gewünscht und beschrieben, kann allein nur durch Mâneviyât und Spiritualität und dem Zikir im Herzen des Menschen entstehen. Hierzu spricht Peygamber Efendimiz (s.a.v.): “Mit Ilim erlangt man das Wohlgefallen von Allâh Azze ve Celle. Wer diese Ilim erwirbt um damit weltliche Güter zu erlangen wird im Jenseits, in der Kıyâmet nicht einmal den Geruch der Cennet wahrnehmen können.” 

Liebe Gemeinschaft der Muslime, 

im folgenden Hadîs-i Şerîf erläutert Rasûlullâh (s.a.v.) den Wert eines Menschen, der sich mit der islamischen Lehre beschäftigt mit diesen Worten: "Wer sich auf einen Weg begibt um Ilim zu erwerben, dem erleichtert Allâhü Teâlâ den Weg zur Cennet. Und die Engel sind wahrlich so in Freude über diese Tat, dass sie ihre Flügel  über den Lernenden ausbreiten. Alle Geschöpfe in den Himmeln und auf Erden, sogar die Fische im Wasser bitten für den Âlim (also den Gelehrten) um Mağfiret und Vergebung bei Allâh. Die Überlegenheit eines Âlim gegenüber jemandem, der sich nur mit Ibâdet und Gebeten beschäftigt, ist vergleich-bar mit dem Glanz des Mondes gegenüber dem Leuchten der Sterne. Die Ulemâ und Gelehrten sind die Erben der Gesandten Allâhs. Denn die Gesandten haben weder Gold- noch Silberstücke hinterlassen. Ihr Nachlaß war Ilim (Wissen um den Weg zu Allâh). Wer also dieses Erbe annimmt hat wahrlich einen großen Anteil und große Ehre angenommen.”


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KRM - Pressemitteilungen

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