Gebetskalender

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1. Juli 2016 / 26. Ramazan 1437 - Leyle-i Kadir

03. Juni 2016 / 27. Şaban 1437 - Ramazan-ı Şerif

Verehrte Brüder im Islâm!

Heute Abend begehen wir İnşaAllah die Nacht der Bestimmung, die Kadir Gecesi oder Leyle-i Kadir.

Erst mit wichtigen Ereignissen bekommen Raum und Zeit ihre Bedeutung. In der Sûre-i Kadir zum Beispiel, worin Wert und Bedeutung der Leyle-i Kadir offenbart wird, spricht Allâhu Teâlâ dies: “Ohne Zweifel haben Wir ihn (den Kur’ân) in der Leyle-i Kadir herabgesandt. Kennst Du die Bedeutung der Leyle-i Kadir? Die Leyle-i Kadir hat mehr Hayır als tausend Monate zusammen. Die Engel und der Rûh (der Engel Cebrail) kommen darin in Scharen herab, mit der Erlaubnis ihres Allmächtigen Schöpfers, für vielerlei Angelegenheiten. Jene Nacht ist in Selâmet und Frieden bis zum Anbruch der Morgendämmerung.” (1)

 

Geschätzte Muslime!

Um die Leyle-i Kadir gebührend zu verstehen und sie ihrem Wert gemäß begehen zu können muß man sich mit der Botschaft des Kur’ân-ı Kerîm, dessen Offenbarung in dieser gesegneten Nacht begonnen hat, beschäftigen und versuchen sie zu verinnerlichen. Eine Nacht, die ihre Bedeutung vom Kur’ân erlangt, kann am besten durch die Hinwendung zum Kur’ân selbst begangen und zum Leben erweckt werden. Denn der Kur’ân-ı Kerîm zielt allein auf die Erfüllung des Menschen mit Glück, sowohl im Diesseits als auch in der Âhiret. Er erhellt unseren Geist, unsere Vernunft und die große Welt unseres Herzens. Er reinigt uns von jedweder schlechten Angewohnheit, die unser manevî, also unser spirituelles Leben mit Dunkelheit bedecken. Er richtet unsere Aufmerksamkeit auf die Werte der islamischen Ahlâk und führt zu einem ausgeglichenen und friedfertigen Geisteszustand.

Diese Leyle-i Kadir, die mehr Wert bei Allâh hat als tausend Monate zusammen, ist eine einmalige Gelegenheit für jeden Muslim, der nach der Rızâ-i Ilâhî strebt, der sich von Verfehlungen und Fehlern befreien möchte und der auf einen Neuanfang aus ist.

Eigentlich ist die Nacht der Leyle-i Kadir geheim. Mehrere Überlieferungen und Hinweise aber deuten auf den Abend vor dem 27. (Siebenundzwanzigsten) des Ramadan hin.

 

Liebe Muslime! Kennt man den Wert der Leyle-i Kadir, so kann man auch von ihr profitieren. Viele von euch kennen die sehr tiefsinnige türkische Redewendung “Her gördüğünü Hızır, her geceni Kadir bil”, was soviel heißt wie “Erkenne in jedem den Propheten Hızır und in jeder Nacht die Leyle-i Kadir“. Rasûlullâh (s.a.v.) spricht über diese gesegnete Nacht: “Wer daran glaubend und den Sevâb von Allâhu Teâlâ erhoffend die Leyle-i Kadir begeht, dem werden alle seine vorhergehenden Fehler vergeben” (2) Auch empfiehlt uns Rasûlullâh in der Leyle-i Kadir folgende Duâ sehr oft zu sprechen:

 

اللَّهُمَّ إِنَّكَ عَفُوٌّ كَرِيمٌ تُحِبُّ الْعَفْوَ فَاعْفُ عَنِّي


O mein Allah! Du bist der Vergebende, Du liebst es zu vergeben, so bitte vergebe mir.” (3). Wenn die Leyle-i Kadir kommt, bedeutet das, dass uns kurze Zeit später der Ramadan Bayram, das Fest des Fastenbrechens, erwartet. Das hingegen bedeutet, dass wir an unsere Zekat und an die Sadaka-i Fitr denken müssen. Noch bevor das Fest beginnt sollten wir diese entrichten.

Als Vorbereitung für den Festtag können wir uns an die folgenden Empfehlungen richten: Am Bayram-Tag früh aufstehen; die Gusül, also die Ganzwaschung vollziehen; wohlriechende Düfte auftragen; mit dem Misvak die Zähne putzen; die schönste, aber für einen Muslim angemessene Kleidung anziehen; als Dank für die Gaben Allahs seine Freude zeigen; einen Ring tragen; bevor man das Haus in Richtung Moschee verläßt etwas Süßes essen (hierbei sollte eine trockene Dattel den Vorzug vor allen anderen Süßigkeiten bekommen); den Sabah Namaz, also das Morgengebet in der Moschee in Gemeinschaft  verrichten;  auf dem Weg in die Moschee für sich selbst den Tekbir aufsagen; möglichst einen anderen Rückweg von der Moschee nach Hause  nehmen und nach Möglichkeit etwas spenden.(4)

 

1- Kadir;1-5.; 2- Buhârî; “Fadl-u Leyleti’l-Kadr”, 1.c.1 s.14; 3-Tirmizî; “Deavât”, 84.; 4-Ni’met-i İslam, S. 800

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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