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1. Juni 2012 / 11. Receb 1433 - Rahmet-i Ilâhi

VIKZ

Rahmet-i Ilâhi

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Verehrte Brüder im Islam,

 

Thema unserer heutigen Hutbe ist die Rahmet-i İlâhi, die segensvolle, unermessliche Barmherzigkeit Allâhs.

 

Allahü Teâlâs rahmet und merhamet sind ohne Grenzen. Allein durch Seine Obhut und Seine Barmherzigkeit bleibt der Mensch im Diesseits wie im Jenseits von jeder Art Unheil verschont und darf sich der ilâhi ikram, der Güte und Gaben Allâhs, sicher sein. Und ebenso kehrt er mit der Vergebung Allâhs zurück, wenn er sich auf den Weg zu Ihm begibt und Ihn allein um seine rahmet bittet. Ohne rahmet und merhamet Allâhs würden wir in weltlichen wie in geistlichen Dingen zurückfallen, ohne Schutz vor Unheil sein und die hidâyet, die Rechtleitung, nicht erlangen. Nur in der Hoffnung auf die Rahmet-i Ilâhi kann ein Mensch Kraft in sich finden, den Weg der Fehler und Sünden zu verlassen und damit die mağfiret-i ilâhi, die Vergebung Allâhs, zu erlangen. Dazu sagt Cenab-ı Hakk im Kur´ân-ı Kerîm: „Sprich: Ihr meine Diener, die ihr euch vergangen habt gegen eure eigene Seele, lasst eure Hoffnung auf die rahmet-i ilâhi nicht fahren; denn Allâh vergibt alle Sünden. Er ist der Allverzeihende, der Barmherzige.“ (Zümer 39,53) 

 

Liebe Muslime, 

 

jede Art von nimet, im Himmel wie auf Erden, hat ihren Ursprung in der rahmet, der Barmherzigkeit Allâhs. Auch die şefaât-ı uzmâ, die große Fürsprache, die Rasûlullâh (s.a.v.) einlegen darf, die himmet und teveccüh der evliyâ, der Freunde Allâhs, und ihre Gebete sind Früchte der rahmet-i İlahi, des Erbarmens Hazret-i Allâhs (c.c.). Wäre der Mensch, der innerlich im Streit mit seiner nefis und dem şeytan und äußerlich im Streit mit schlechten, ihren Trieben folgenden Mitmenschen liegt, allein sich selbst überlassen und ließe Allâhu Teâlâ nicht seine rahmet walten, dann wäre es unmöglich, dass auch nur ein einziger Sünder sich reinigt, seiner Strafe entrinnt und in die Cennet gelangt. So spricht Allâh der Erhabene: “Und wären nicht Allâhs Huld und Seine Barmherzigkeit über euch und wäre Allah nicht gütig, erbarmend (, so müsstet ihr zugrunde gehen).” (Nur 24,20)

Wir Muslime sind darum aufgerufen, die Wege zur rahmet und zum Wohlgefallen Allâhs zu erlernen. Darüber hinaus sollten wir Gelegenheiten und Möglichkeiten, die Cenâb-ı Hakk uns in der Größe Seiner Barmherzigkeit gewährt, zu nutzen wissen und jederzeit eine Duâ wie die folgende oder eine ähnliche auf den Lippen haben: “Ya rabb, der du deine Diener nicht zurückweist, wenn sie dich um dein Erbarmen anflehen: Gewähre auch uns deine rahmet. Bei dir allein ist die Fülle der merhamet!”

 

Verehrte Gläubige,

 

wenn wir uns vergewissert haben, dass wir fest im Glauben sind, sollten wir dem Weg unseres gesegneten Buches, des Kur’ân-ı Kerîm und der sünnet Rasûlullâhs (s.a.v.) folgen und die uns auferlegte religiöse Praxis in der gebührenden Zeit und mit dem nötigen Ernst, das heißt mit ihlâs, mit Hingabe und Aufrichtigkeit, ausführen, aus dem einzigen Grund, das Wohlgefallen Allâhs, die rızâ-i ilâhî, zu erlangen. Wir sollten den Zorn unseres Schöpfers fürchten, aber die Hoffnung auf die rahmet-i ilâhî nie aufgeben. Diese Haltung ist für einen Muslim sehr wichtig. Andernfalls entfernt er sich von der Barmherzigkeit Allâhs. In diesem Zusammenhang ist ein dem zweiten Khalifen, Hazret-i Ömer (r.a.) zugeschriebener Satz sehr aufschlussreich: “Wäre es  e i n e m  Menschen allein vergönnt, in die cennet zu gelangen, so würde ich mein Vertrauen in die Größe Allahs setzen und hoffen, ich sei dieser Mensch… Und würde  e i n  Mensch allein in die cehennem geworfen, so würde ich fürchten, i c h  sei dieser Mensch.

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KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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