Gebetskalender

Sitemap

10. Februar 2017 / 13. Cemaziyelevvel 1438 - Wertvoll ist die Anstrengung für den Kur’ân-ı Kerim und die Sünnet Rasûlullâhs

Wahre Ulemâ

Verehrte Brüder im Islam,

in meiner Hutbe spreche ich heute über den Kur’ân-ı Kerîm und die Sünnet Rasûlullâhs und wie wertvoll es ist, sich mit ihnen zu beschäftigen.

In der dritten Âyet-i Kerîme der Sûre Mâide heißt es meâlen, das heißt umschrieben: “An diesem Tage habe Ich euren Dîn (euren Islam) vollkommen gemacht, Meine Gaben für euch vervollständigt und als Religion für euch habe Ich gefallen am Islam gefunden.” Diese Âyet-i Celîle wird in den Tefsirwerken in der folgenden Weise erläutert: “Ich habe euch also alle Regelungen zu Îmân, Glaubensgrundlagen und Ahlâk verkündet; Ich habe euch die vollkommensten Rechtsgrundlagen und Ictihad-Regeln (Rechtsfindungsregeln) beigebracht. Hernach ist keine Gefahr mehr vorhanden, dass diese Regelungen ihre Gültigkeit verlieren. Und Ich habe euch mit Fügung und Hidâyet zur Saâdet-i Tâmme, das heißt zu vollkommenem Glück geführt. Und als Dîn für euch habe Ich mich mit dem Islâm zufriedengegeben, denn nur der Islam ist bei Allâh als Dîn angenommen.” Der Dîn-i Celîl-i Islam ist demnach der vollkommenste Weg für die Menschen, damit diese sowohl auf dieser Welt als auch im nächsten Leben Selâmet und Frieden finden können. Weil die Praxis der islamischen Regeln und Grundlagen, sowohl für den Einzelnen als auch gesellschaftlich, die Basis für die Errettung der Menschen bildet, haben die Ulemâ, die islamische Gelehrsamkeit die Muslime immerzu dazu angeregt diese Grundlagen zu erlernen und weiterzugeben. Darüber hinaus ist jenen, die sich mit dem Erlernen und dem Weitergeben der islamischen Lehre beschäftigen sehr großer Wert beigemessen worden. In der Sûre-i Tevbe, in Âyet-i Kerîme 122 (Hundertzweiundzwanzig) heißt es: “Die Gläubigen dürfen nicht alle auf einmal zu Felde ziehen. So soll sich von jeder Menschenschar eine (kleine) Gruppe in der Dîn (perfekt) bilden und wenn sie zurückgekehrt sind ihr eigenes Volk belehren, so dass diese sich in Acht nehmen.”

Rasûlullâh (s.a.v.) spricht in einem Hadîs-i Şerîf: "Wünscht Cenab-ı Hak einem Menschen Gutes (Hayır), so macht er ihn zu einem Gelehrten  im Islam (Fakih)." In einem anderen Hadîs-i Şerîf heißt es: "Die Besten unter euch (diejenigen mit der meisten Hayır) sind jene die den Kur’ân lernen und lehren.

Der große Gelehrte İmam-ı Rabbânî Müceddid-i Elf-i Sânî (k.s.) Hazretleri schreibt in seinem Werk Mektûbât-ı Şerife über das Erlernen und die Weitergabe der islamischen Lehre das Folgende:

“Für die Mükellef, also für die islamisch-rechtlich Volljährigen ist es vâcib die islamischen Glaubensgrundlagen zu erlernen. Das bedeutet zuerst müssen bei einem Muslim die Glaubensfundamente verankert werden. Diese Verankerung und die Glaubensfundamente selbst müssen mit den Meinungen und Vorgaben der Gelehrten der Ehl-i Sünnet ve’l-Cemaat übereinstimmen… Danach erst gebührt es dem Muslim seine Amel, das heißt seine tagtägliche Praxis gemäß den Inhalten des islamischen Rechts zu erlernen und auszugestalten. Dazu gehören zum Beispiel thematische Bereiche wie helal-haram, farz-vacib-sünnet und mendub-mekruh. Auch ist es wichtig und gewichtig mit den Lernenden und Studierenden verschiedene Bücher über die islamische FIKIH, das heisst islamisches Rechtswesen zu lesen und zu bearbeiten.“

In einem Brief an den Gelehrten Seyyid Ferid Buharî schreibt Imam-i Rabbânî (k.s.), dass er äußerst erfreut war über dessen Geschenke für die Studierenden der islamischen Lehre, damit sie ihre notwendigsten Besorgungen machen konnten und betont die Wichtigkeit solch einer materiellen Zuwendung. Genauso wichtig sei es aber, den Studierenden der islamischen Lehre gesellschaftlich und spirituell hohen Wert beizumessen und sie zu Respektspersonen zu erheben.

 

Liebe Muslime,

zu diesem Thema kann man noch einiges mehr sagen. Um es prinzipiell aber auf den Punkt zu bringen sollten wir eines festhalten: Die größte Nîmet und Gabe auf der Welt ist zweifellos das Erlernen und Weitergeben der islamischen Lehre und die Hilfe, die man jenen zukommen läßt, die sich damit beschäftigen.

In dieser unserer Moschee wird zu allen Jahreszeiten, an den Wochenenden und während der Schulferien unseren Kindern der Kur’ân-ı Kerîm und die islamische Lehre beigebracht. Jeder einzelne von uns ist aufgefordert diese Arbeiten zu unterstützen, mit allen Möglichkeiten, die uns zur Verfügung stehen.

Bei diesem “spirituellen Handel mit großem Gewinn”, so wie es die islamischen Gelehrten bezeichnen, gewinnen nicht nur die Lehrer und Lernenden, sondern auch diejenigen, die ihnen materiell unter die Arme greifen oder ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen oder ihnen nur einfach mit Liebe und Respekt begegnen.

Denn wie heisst es in dem berühmten Hadîs-i Şerîf: „Der Mensch ist mit dem zusammen den er liebt.“

Zurück

KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

Weiterlesen …