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10. Januar 2014 / 9. Rebîulevvel 1435 - Mevlid Kandil

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Hochverehrte Muslime,
    aus gegebenem Anlaß sprechen wir heute über die Geburtsnacht Rasûlullâhs (s.a.v.) – über MEVLID KANDIL.
    Ohne Zweifel ist die 12. (zwölfte) Nacht des Mondmonats Rebîulevvel im Jahre 571 unserer Zeitrechnung der wertvollste und außergewöhnlichste Zeitabschnitt seit der Erschaffung des Universums. Denn in dieser Nacht wurde die Welt mit dem wertvollsten aller Menschen, mit Rasûlullâh (s.a.v.) Efendimiz beehrt.
    Allahü Teâlâ erschuf zuerst die Nûr, also das Licht und die Rûh-i Şerîf von Rasül-i Ekrem (s.a.v.) und erst danach – und nur seinetwegen - die ganze Schöpfung. “Habibim, O lieblicher Prophet, gäbe es Dich nicht hätte Ich die Eflâk nicht erschaffen”, Diese Hadîs-i Kudsî und der folgende Hadîs-i Şerîf sind Hinweise darauf: “Als Adem (a.s.) noch in Wasser und Erde war (ihm seine Rûh (Seele) noch nicht eingegeben war), war ich schon ein Nebî.”
Den Wert und die Wertigkeit von Peygamber Efendimiz (s.a.v.) hat Cenab-ı Hakk in vielen Ayet-i Kerimes offenbart. So heißt es in der Sûre Enbiya: “(Resulüm, O mein Gesandter) WIR sandten Dich allein als Rahmet und Segen für die Welten.” In den Tefsîrwerken wird diese Ayet-i Celile in der folgenden Weise erläutert: “O mein Rasûl, nicht für irgendeinen Grund, sondern aus Merhamet gegenüber den Welten und im Besonderen für jene Menschen mit Vernunft; nicht in irgendeiner Position, sondern als Rahmet und Segen für die Welten haben wir Dir die Risâlet, die Prophetenschaft gegeben. Deine Risâlet ist eine Rahmet-i Ilâhiyye für die Allgemeinheit und Du bist eine universelle (eine allgemeingültige) Rahmet, so dass du all jenen mit Verstand den Weg zur Erlösung zeigen wirst. Du und deine wahren Nachfolger werden die Dîn-i Celîli Islâm, also jene Religion, die Bedingung für Glück in beiden Welten ist, verkünden und alle Welten werden davon Nutzen ziehen. Wie beschämend ist dann doch die Situation jener, die vor dieser Rahmet fliehen und nicht vermögen diese Nûr zu sehen.” In einem Hadis-i Şerif heißt es ungefähr: “Ich bin Rahmet und Segen, die euch als Gabe gegeben wurde.”
    Imam-ı Rabbânî Müceddid-i Elf-i Sâni Hazretleri schreibt in seiner Mektûbât-ı Şerife über die Fazîlet und Meziyet von Rasûlullâh (s.a.v.) die folgenden Zeilen: “Die nötige Kraft Hazret-i Muhammed (s.a.v.) mit meinen Worten zu loben, habe ich nicht. Ich vermag nur meine Worte mit ihm zu schmücken.” Nach Anführung dieses berühmten Gedichtes schreibt er in Anspielung an verschiedene Hadis-i Şerif: “In der Tat ist Hazret-i Muhammed, der Gesandter Allahü Teâlâs ist, die ehrwürdigste Person der Menschheit. In der Kiyamet ist es er, der die meiste Gefolgschaft haben wird. Er ist bei Allâhü Teâlâ von allen Menschen, die sowohl vor ihm als auch nach ihm gelebt haben, der mit der meisten Kerem. Auch ist es wiederum er, dessen Grab zuerst geöffnet werden wird, der als erster Şefâat und Fürsprache praktizieren wird, dessen Şefâat als erster angenommen werden wird, der als erster an den Toren der Cennet anklopfen und dem Hazret-i Allâh als erstem die Tore öffnen wird. Am Tage der Kıyamet wird er den Livâü’l-Hamd genannten Banner tragen.”
    Die Fazîlet und die Tugenden von Rasûlullâh (s.a.v.) aufzuzählen und zu versuchen diese in Worte zu fassen ist nicht möglich. Wie schön hat diese Tatsache doch Imam-ı Busayrî Hazretleri in seiner Kasîde-i Bürde in Worte gefasst: „Wenn die Fazîlet von Rasûlullâh (s.a.v.) Grenzen gekannt hätte, so würden wir uns diese gegenseitig endlich erzählen können. Seine Fazîlet kennt aber keine Grenzen. Man kann seiner Person so viel Ehre wie möglich zuschreiben und man kann seinen Wert mit so viel Worten wie möglich versuchen zu beschreiben, trotzdem sind sie immerwährend unzureichend.“
    Dank und Şükür an Allâhu Teâlâ für die Ehre an den letzten und wertvollsten aller Gesandten, an einen wahrlich außergewöhnlichen Propheten glauben zu können. Aber um an die Hakîkat dieser Nimet und Gabe zu gelangen, also um ein Hakîkî Ümmet und wahres Mitglied der Gemeinschaft der Muslime zu werden sollten wir ständig Duâ machen. In einer Zeit von Unruhe und Unaufrichtigkeit in der wir uns befinden, ist es für jeden Muslim eine Verpflichtung sich mit Händen und Füßen an die Glaubensprinzipien der Ehl-i Sünnet ve’l-Cemaat und an die Sünnet-i Seniyye zu klammern und mit aller Kraft die Sünnet Rasûlullâhs (s.a.v.) wieder zum Leben zu erwecken.

Liebe Muslime,
Sonntag in zwei Tagen, am Abend des 12. (zwölften) Januar werden wir InşaÂllâh den Mevlid Kandil, also die Geburtsnacht Rasûlullâhs (s.a.v.) begehen. Diese Nacht sollten wir nutzen um viel Ibâdât-ü Tâat zu machen und so viel wie möglich an Salavât-ı Şerîfe aufzusagen. Die folgenden Hadîs-i Şerîf geben uns einen Einblick wie wichtig das Aufsagen von Salavât-ı Şerîfe ist: “Wer mir eine Salât-ü Selam aufsagt, dem begegne Allâhü Teâlâ mit dem Zehnfachen an Merhamet." und “Am Tage der Kıyâmet sind mir jene Menschen am nächsten die mir die meisten Salat-ü Selam aufsagen.” Über dies hinaus können Muslime an diesem Abend auch den Tesbih Namaz (Salât Tesbîh) verrichten.

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KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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