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10.Dezember 2010 / 04. Muharrem 1432

VIKZ

DER AŞÛRE TAG

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Verehrte Muslime!

Der 10. Tag des Muharrem-i Şerif, also der Âşûre Tag fällt dieses Jahr auf den kommenden Donnerstag, den 16. Dezember. Unser Glauben schenkt diesem Tag eine sehr große Bedeutung zu. Dieser Tag ist viele Male Zeuge der Zeichen Allâhs geworden.

Der berühmte Gelehrte Fakih Ebulleys es-Semerkandî (r.h.) zählt viele Ereignisse auf, die an diesem Tag passiert sind, wie die Erschaffung der Welten und des Propheten Âdem (a.s.); dessen Eintritt in die Cennet und die Annahme seiner Tevbe, also seiner Bitte um Vergebung; die Geburt von Hazret-i İbrâhim (a.s.) und seine Errettung vor dem Feuer des Nemrud; die Wiedergenesung von Hazret-i Eyyûb (a.s.); die Errettung von Yûnus (a.s) aus dem Bauch des Wals; die Landnahme der Arche von Nuh (a.s.); die Errettung von Hazret-i Mûsâ (a.s.) und seiner Ümmet vor der Unterdrückung durch den Fir’avn und dessen Tod durch Ertrinken.
Auch das Weltenende wird an einem Tag beginnen, wenn der Âşûrâ Tag auf einen Freitag trifft.  

An einem Aşûre Tag sah Peygamber Efendimiz (s.a.v.) wie die Juden von Medina gefastet haben und fragte sie nach dem Grund. Sie sagten: “Dieser Tag ist ein wertvoller Tag. Heute ist der Tag an dem Allâh die Söhne Israels von seinen Feinden errettet hat und an dem Mûsâ (a.s.) als Dank dafür gefastet hat.” Daraufhin sprach Rasulullah (s.a.v.): “Ich stehe Musa viel näher als ihr.” Er fastete am Aşure Tag und forderte auch seine Ashab, seine Gefährten auf, zu fasten. Und die Ashâb-ı Kirâm sprachen daraufhin: “Ya Rasûlallâh, diesen Tag ehren Juden und Nazarener (also Christen) als heilig.” Und der Prophet (s.a.v.) sprach dann zu ihnen: “Inşâallâh, so Allah will, werden wir im kommenden Jahr auch den neunten (Tag des) Muharrem mit fasten.” Aber die Aşure im folgenden Jahr erlebte Rasulullah (s.a.v.) nicht mehr.


Liebe Gemeinde!

Für uns Muslime bringt dieser Tag einige Aufgaben mit sich. Dazu zählen unter anderem:

*Das Fasten am Âşûrâ-Tag mit mindestens dem Tag vorher oder dem Tag nachher zusammen. Rasülüllah (s.a.v.) hat die Fazilet, also den Wert dieses Fastens so beschrieben: ”Das Fasten am Âşûrâ-Tag –so ist mein guter Glaube an Allâh – tilgt alle Fehler des vergangenen Jahres.”

* Wenn an diesem Tag bewusst Kleinigkeiten eingekauft werden, wird das folgende Jahr voller Bereket und Überfluss vergehen. Peygamber Efendimiz (s.a.v.) spricht hierzu: “Wer am Âşûrâ-Tag seiner Familie gegenüber großzügig ist, dem wird Allah den Rest des Jahres Freiraum und Wohlsein geben.” (Cami’us-Sağır Şerhü Feyzül Kadir 6,235).

* Zehn Muslimen jeweils ein Mal oder einem Muslim zehn Mal mit dem Selâm grüssen. Armen und mittellosen Menschen zeigt man an diesem Tag besondere Aufmerksamkeit. Im Hadis-i Şerif heisst es: “... Wer am Aşûrâ-Tag einem Gläubigen die Iftar, also das Fastenbrechen ermöglicht, dem schreibt Cenab-ı Hak soviel Sevab und Lohn als hätte er der Ümmet-i Muhammed insgesamt die Iftar ermöglicht. Wer am Aşûrâ-Tag das Haar eines Waisen streichelt (und es glücklich macht) den beschenkt Allâhu Teâlâ mit solch einer hohen Position in der Cennet wie die Anzahl der Haare auf dem Kopf dieses Waisen.” (Gunyetüt Talibin)

Vollzieht ein Muslim an diesem Tag die Gusül, also die rituelle Ganzkörperwaschung wird er im folgenden Jahr von vielen kleinen Krankheiten verschont. Ibâdât und Gebete für diesen Tag werden auf den Rückseiten des Fazîlet Kalenders und in einschlägigen Duâ-Büchern erklärt.

Und wir sollten diesem Tag viel mehr Aufmerksamkeit schenken und alles daran tun um Allâhu Teâlâs Wohlgefallen zu bekommen. Und vor allem sollten wir uns mit viel Duâ beschäftigen, für uns, für unsere Familie und für die Ümmet-i Muhammed.                                      

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Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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