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11. Dezember 2015 / 29. Safer 1437 - Wetteifern im Guten

11. Dezember 2015 / 29. Safer 1437 - Wetteifern im Guten

Verehrte Muslime,

 

in der Sure-i Âl-ı İmrân heißt es:  “So eilt denn und wetteifert miteinander um die Vergebung eures Rabb und Allâh und den Eingang in die Cennet, das weit ist wie die Himmel und die Erde und das all denen bereitet ist,  die Ehrfurcht vor Allâh praktizieren.” (133). “Um Vergebung wetteifern und ihr entgegeneilen...”  Rasûlullâh (s.a.v.) spricht dazu in einem Hadîs-i Şerif: “Eilt zu Salih Amel, zu frommen Werken und Gebeten! Denn nicht lange, und es wird überall Fitne, Streit und Unfrieden, geben, die alles überziehen werden wie das Dunkel der Nacht. Zu jener Zeit wird ein Mensch als Mü’min erwachen und sich als Kâfir zur Ruhe legen; oder er wird in Îmân sein, wenn er sich niederlegt,  und nicht mehr in Îmân sein, wenn er aufsteht. Um eines nichtigen weltlichen Vorteils willen wird er von seiner Dîn und seiner Îmân lassen, es verkaufen.” (Sahih-i Müslim, Hadis Nr. 169)

 

So wie es im Kur’ân-ı Azimü’ş-Şân den Ausdruck gibt “Eilen und miteinander wetteifern um Vergebung und den Eingang in die Cennet”, so kennen wir alle auch die Formulierung “wetteifern im Guten”. In einer Âyet-i Kerîme heißt es dazu: “Jeder hat sein Ziel, auf das er gerichtet ist. So wetteifert denn miteinander im Guten! Wo immer ihr seid, Allâh wird euch (die ihr das Gute sucht) zusammenführen. Wahrlich, Allâh ist der Herr aller Dinge.”

 

Liebe Muslime,

 

Wetteifern im Guten können wir auf zwei verschiedene Weisen. Einerseits dadurch, dass wir uns selber als Einzelne, um Vergebung und Rettung zu erlangen, nach Kräften um die Zuneigung Allâhs bemühen, indem wir uns an Sâlih Amel halten und auf diese Weise unser Hayır, unser segenvolles Tun, mehren.

 

Und andererseits, indem wir solche Taten nicht nur für uns selbst, sondern auch für andere suchen und uns um Hidayet und ihre Hinwendung zum Schöpfer bemühen. Dies ist das eigentliche Wetteifern im Guten. Unsere Din-i Celil-i İslam misst dieser Art von Bemühung einen sehr hohen Wert bei, sie ist eine wahrlich gesegnete und ehrenvolle Aufgabe.

 

Sâbıkun bil-hayrât, “die Ersten in guten Werken”: Mit dieser Bezeichnung in der Sûre-i Fatır in Âyet 32 (Zweiunddreißig) ehrt der Ku’rân-ı Kerim all jene, die sich einer solchen Aufgabe widmen. Denn sie sind “weite Wege gegangen in Taten, die hohen Wert bei Allâh haben.”

So möchte ich meine heutige Hutbe mit einem Tefsir, einer Auslegung dieser Âyet-i Kerîme beenden: “Alsdann haben Wir jenes Buch, den Kur´ân, jenen von Unseren Dienern als Erbe vermacht, die dessen würdig waren und die Wir erwählten. Doch sind einige unter ihnen, die sich selber Zulüm und Unrecht tun, indem sie den Kur´ân nicht lesen, wie es sich gebührt und die nicht danach handeln, obwohl sie ihn als Vermächtnis empfangen haben. Einige sind unentschieden und handeln nur gelegentlich danach. Andere wieder legen mit Allâhs Erlaubnis im Wirken von Gutem weite Wege zurück. Dies sind die wahren Erben Rasûlullâhs. Es liegt eine große Lütuf, eine große Gnade Allâhs darin: In solchem Hayır, also segensreichen Wirken andere zu übertreffen und ihnen voranzugehen.”

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KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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