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11. Januar 2013 / 29. Safer 1434 - Die Umre als Anbetung

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Hochverehrte Muslime,

 

in unserer heutigen Hutbe möchte ich einige Bemerkungen zur umre machen, die von islamischen Gelehrten auch Hacc-ı Esğar oderkleine Hadsch” genannt wird.

 

Allâhu Teâlâ (c.c.) spricht in einer Âyet-i Celile: “Vollzieht die hadsch wie die umre allein um Allâhs willen.” (Bakara, 2/196). Und Sevgili Peygamberimiz (s.a.v.), unser über alles geliebter Gesandter, spricht dazu: “Der Lohn der umre ist die Vergebung für alle Fehltritte,  die man bis zur nächsten umre begeht. Der Lohn aber für eine Hadsch, die Annahme bei Allâh gefunden hat, ist nichts anderes als die Cennet.“ (Tirmizi , Hac, 90)

 

Die umre gilt in der hanefîtischen und in der mâlikîtischen mezheb oder Rechtsschule als  sünnet-i müekkede, das heißt als Handlung, die Rasûlullâh selber oftmals vollzogen und uns ans Herz gelegt hat, während sie bei den Şâfiîten und Hanbelîten als vacip, also Pflicht gilt. Umre bedeutet wörtlich “jemanden oder etwas besuchen”. Als Fachbegriff der islamischen Religion bezeichnet die umre eine ibâdet oder Form der Anbetung Allâhs, in der sich der Pilger an den mîkat genannten Grenzen des Harem-i Şerîf, der heiligen Moschee in Mekke, vorbereitet und den ihrâm, das Gewand des Hadschi anlegt, anschließend die Ka’be-i Muazzama besucht und den tavâf, also die vorgeschriebene Umrundung der ka’be und danach den sa’y, den rituellen Lauf zwischen den Hügeln von Safâ und Merve, vollzieht, um sich zuletzt die Haare schneiden zu lassen und den ihrâm wieder abzulegen. 

 

Die Regeln der umre sind im Vergleich zur hadsch weniger zahlreich und leichter zu befol-gen. Die umre ist zeitlich nicht festgelegt und kann zu jeder Jahreszeit vollzogen werden. Aber eine umre im Fastenmonat Ramazan ist nach islamischem Verständnis mendub, also empfohlen und besitzt mehr fazîlet, mehr Wert vor Allâh. Rasûlullâh (s.a.v.) spricht dazu: “Die umre im Monat Ramazan ist der hadsch ebenbürtig.”(Kütüb-i Sitte, c. 4, Hadis Nr. 1169) Die umre kann man für sich selbst vollziehen, aber auch für seine altersschwachen oder bereits verstorbenen Eltern.

 

Liebe Brüder im Islâm,

 

das “Haus Allâhs”, die  beytullâh, zu umrunden, in die Menge der betenden Menschen zu tauchen und unter ihnen das Hochgefühl der ibâdet selbst zu erleben, ist ohne Zweifel Begehr und Verlangen eines jeden Muslims. Darüberhinaus auch noch die Orte besuchen zu dürfen, wo der Gesandte Allâhs (s.a.v.) und Seine Gefährten und Freunde, die Ashab-ı Kiram, gelebt haben und ihnen unsere Aufwartung zu machen, diese unvergleichliche Atmosphäre zu erleben ist wahrlich etwas Außergewöhnliches.  

 

Der “Verband der Islamischen Kulturzentren” hat seit seiner Gründung mit seinen religiösen, sozialen und kulturellen Diensten das Vertrauen der Muslime erwerben können. Wir als Moscheegemeinden sehen es als unsere Aufgabe an, euch mit gewissenhaften und erfahrenen Verantwortlichen die Reise in den Hedschaz zu ermöglichen, die eine der wichtigsten, segensvollsten und erregendsten Reisen unseres Lebens ist. Unser Dachverband steht dafür ein, dass diese umre im Lichte des Kur’ân-ı Kerîm und der Sünnet-i Seniyye durchgeführt wird.

 

Wir möchten euch deshalb daran erinnern, dass im Februar, im März und im Juli dieses Jahres drei verschiedene umre-Programme laufen, die für Familien oder, nach Altersgruppen gestuft, für Erwachsene, Jugendliche und Kinder angeboten werden. Um an diesen Programmen teilzunehmen oder mehr Informationen zu erhalten, wendet euch bitte an diese unsere Moschee. 

 

Vor dem Hintergrund dieser Gedanken und Empfindungen erbitte ich von Allâhu Teâlâ für unsere Brüder und Schwestern, die sich mit der Absicht tragen, die umre zu begehen, dass Er ihre makâm erhöhen und ihre Fehler und Sünden vergeben möge. Unsere Hutbe möchte ich mit einem Hadîs-i Şerîf Rasûlullâhs beschließen: “Wenn mich einer nach meinem Tode besucht, so ist es, als hätte er mich zu meinen Lebzeiten besucht.(Et-Tac, 2.190, Mecmaü'z; Zevaid, 3.666  Hadis Nr. 5843)



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