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11. Mai 2012 / 20. Cemaziye'l-Ahir 1433 Schutz der Augen vor haram

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Schutz der Augen vor haram

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Liebe Muslime!

 

In unserer Hutbe sprechen wir heute über den Schutz der Augen vor dem Blick auf Dinge, die haram sind. 

Allâhu Teâlâ hat uns über seine Propheten und seine Offenbarungen wie dem Kur’ân-i Kerîm erklärt, dass der Mensch nicht ziellos auf die Welt gesandt worden ist und eine bestimmte Aufgabe erfüllen soll. Auch hat Er alle Dinge im Universum bis zum kleinsten Detail einer bestimmten Ordnung unterworfen; ein System geschaffen. 

Einer der größten Geschenke Allâhs ist unzweifelhaft unser Augenlicht. Rasulullah (s.a.v.) Efendimiz sagt in einem Hadis-i Şerif: “Allâhü Teâlâ spricht: Wenn ich den (gläubigen) Menschen mit Blindheit prüfe und er daraufhin Demut und Geduld ausübt, so werde Ich ihm für sein Augenlicht die Cennet geben.“ In einem anderen Hadis-i Şerîf heißt es: „Kein Mensch erfährt ein größeres Unheil als das Verlieren seines Augenlichts – ausgenommen ist der Verlust seines Glaubens.“

Wir sollten daher solch ein wertvolles Geschenk und andere Fertigkeiten, die wir von Allâh bekommen haben im Sinne des allmächtigen Schöpfers nutzen. Es gibt viele Âyets im Kur’ân-ı Kerîm und viele Hadis-i Şerif, die uns darlegen, wie wir die Augen im Sinne Allahs benutzen können. So spricht Allâhu Teâlâ in der Âyet 30 der Sûre-i Nûr: “(Yâ Habib, O Geliebter Gesandter) Sprich zu den gläubigen Männern, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham hüten. Denn dies ist für sie ein Verhalten, das lauterer ist. Ohne Zweifel, Allah weiß recht wohl über die Dinge, die sie tun.” Das heißt für uns: “sowohl auf der Straße als auch im Hause und beim Besuchen der Häuser anderer Leute sollen die Augen nicht direkt auf andere Leute gerichtet sein, wir sollen uns hüten vor dem Blick auf Dinge, die haram und unangemessen sind.”

Aus diesem Grunde sollten wir uns angewöhnen wegzusehen, wenn wir etwas erblicken, das islamisch unpassend ist. Dies ist eine Verhaltensweise, die uns bei Allah nicht in Verantwortung bringt und die zu Sevab, also zur Belohnung bei Allâh führt. Wenden wir unsere Augen nicht ab oder starren gar weiter so ist dies ein Fehler und eine Sünde. Denn Rasûlullâh (s.a.v.) sprach einst zu seinem Vetter und Schwiegersohn Hazret-i Alî (k.v.) diese Worte: “Der eine Blick soll dem vorhergehenden Blick nicht folgen. Denn der erste Blick spricht für dich, der zweite Blick aber spricht gegen dich.” Und in einem anderen Hadis-i Şerif erklärt Rasulullah (a.s.) welch große Sünde es ist, etwas anzusehen, das haram ist: “Zinâ (Ehebruch) der Augen ist der Blick (auf Dinge, die haram sind).”

 

Verehrte Gemeinde,

gerade in unserer heutigen Zeit, in der schlimme Taten und Unbarmherzigkeit an der Tagesordnung sind und die Menschen auch noch tagtäglich dazu ermuntert werden, ist es besonders wichtig darauf zu achten unsere Herzen spirituell rein zu halten und somit unser weltliches und geistiges Leben nicht zu ruinieren. Der große Mystiker und Gelehrte des 20. Jahrhunderts (Şeyh) Ebu’l Faruk Silistrevî hazretleri hat einmal dieses Thema in einem seiner Predigten in Istanbul zur Sprache gebracht und folgendes gesagt: 

Wenn ihr aus euren Häusern geht, vergisst nicht, ich bitte euch, eindringlichst: spricht diese Duâ: 

‘La ilahe illallahü vahdehû lâ şerîke leh. Lehü’l-Mülkü ve lehü’l-Hamdü, yuhyî ve yümît, vehüve hayyun lâ yemût, biyedihi’l-khayr ve-hüve alâ külli şey’in kadîr’. 

Wer diese Dua aufsagt bekommt eine Million Sevâb und es werden ihm eine Million Sünden vergeben. 

Alle Hadisgelehrten haben sich erstaunt gezeigt und waren voller Aufregung warum Rasûlullâh (s.a.v.) diese Duâ in dieser Form empfohlen und diese Sevab angekündigt hat. Am Ende haben sie nur eine Erklärung gefunden: Wenn die Menschen aus ihren Häusern gehen werden sie auf den Straßen und den Märkten vielen schlimmen Dingen begegnen und viele Sünden begehen. Als Zeichen der Şefaat-ı azîm, der ungleich großen Fürsprache Rasulullahs (a.s.) werden all die am Tage begangenen Sünden vergeben - wenn der Mensch diese Duâ aufsagt. 

Also, lernt diese Duâ auswendig und bringt es euren Kindern und Familien bei!”

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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