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11. November 2016 / 11. Safer 1438 - Arbeit gewissenhaft erledigen

Arbeit gewissenhaft erledigen

Hochverehrte Muslime,

 

die Dîn-i Celili Islam betrachtet jede nützliche Tätigkeit als eine Form der ibâdet, des Dienstes an Allâh, und sie gebietet uns, Arbeit und Arbeiten ernst zu nehmen und so gut wie möglich auszuführen.

Eine Ibâdet, Tat oder Arbeit gewissenhaft und in ihrer besten Form zu verrichten, und zwar in jedem Bereich des Lebens, ist etwas, was unser Glaube ihsan nennt. Unser geliebter Gesandter (s.a.v.) hat auf die Frage, was denn ihsan sei, geantwortet: „Abid und Knecht sein für Allâh, als würdest Du IHN sehen; auch wenn du IHN nicht siehst, so sieht ER doch dich.“ Für uns Muslime bedeutet das, all unsere Tätigkeiten und Arbeiten in dem Wissen und Bewusstsein zu verrichten, dass Allâh sie sieht und dass wir sie eines Tages vor ihm verantworten müssen.

 

In einem anderen Hadîs-i Şerif spricht Resûlullâh (s.a.v.): „Es gefällt Allâh, dem Erhabenen, wohl, wenn ihr eure Arbeit gewissenhaft und sorgfältig verrichtet“, und ermuntert uns damit jede Arbeit und jede Aufgabe ihren Anforderungen und Voraussetzungen entsprechend auszuführen und sie in höchster Qualität und bestmöglich abzuliefern.

 

Liebe Brüder im Islam,

 

der Islâm heißt widerwillig verrichtete Tätigkeiten und Arbeiten, sinnloses Herumwerkeln oder lieblose und hingepfuschte Arbeit nicht gut. Zu den schönsten Geboten des Muslimseins zählen, standhaft im Glauben zu sein, aufrichtig im Umgang mit anderen, ehrlich in Handel und Geschäft, hingebungsvoll und genau in der Kunst und ehrlich und auf Qualität bedacht bei der Arbeit.

 

Damit aber all diese Dinge möglich sind, muss zuallererst die Niyet, der richtige Vorsatz gegeben sein, und wir müssen die Absicht hegen, unsere Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen ausführen zu wollen. Nur diese Einstellung und die Bereitschaft Fleiß zu zeigen führen uns zum Erfolg.

Ein Muslim mit reinem Herzen kann sich Einstellungen wie „das Ende der Arbeitszeit abwarten und dann schleunigst nach Hause verschwinden“ oder „die Arbeit nicht wirklich ernstnehmen“ nicht zu Eigen machen. Denn er weiß, dass mit solch einer Einstellung kein Erwerb möglich ist, der rein und helal genannt werden kann, und dass weder er selber noch seine Familie daraus wirklichen Nutzen ziehen können. Die augenfälligste Eigenschaft eines Muslims im Geschäfts- und Arbeitsleben sollte seine Hingabe an die Arbeit und ihre Ordentlichkeit sein.

 

Ob Gelehrter oder Wissenschaftler in Lehre und Forschung, ob Händler oder Geschäftsmann im Alltagsgeschäft, ob Beamter im Dienst oder Werktätiger bei der Arbeit:  Jeder ist ohne Unterschied verpflichtet, seine Arbeit nach dem Grundsatz des ihsan zu verrichten, der uns von der Dîn-i Celîli Islam ans Herz gelegt wird.

 

In diesem Zusammenhang gibt es noch ein weiteres Prinzip, das der Islam für wichtig erachtet, nämlich die Arbeit in die Hände von Sachkundigen zu legen. Rasûlullâh (s.a.v.) sprach hierzu: „Wenn die Arbeit Leuten überlassen wird, die unfähig sind, dann wartet auf die kıyâmet, das Ende der Welten.” Das heißt: nur wenn die rechten, sachverständigen Personen eine Aufgabe oder eine Arbeit ausführen, kann sie zum Nutzen aller gereichen; im andern Fall entsteht ein Chaos, das zum Schaden für alle wird.

 

Liebe Muslime,

 

unsere Arbeit nach bestem Wissen und Gewissen zu verrichten, erfordert von uns in erster Linie Uneigennützigkeit und ernsthafte Entschlossenheit. Wir sollten uns vor Augen führen, dass ein gutes und zufriedenstellendes Leben die gute und zufriedenstellende Ausführung unserer Pflichten und Tätigkeiten zur Voraussetzung hat. So spricht Allâhu Teâlâ im Kur’ân-ı Kerîm: “Siehe, die da glauben und Gutes tun - wahrlich, Wir lassen den Lohn derer, die ihre Werke gut verrichten, nicht verloren gehen.”

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KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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