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12. Juli 2013 / 4. Ramazan 1434 - Zekat (soziale Pflichtabgabe)

VIKZ

Sehr verehrte Muslime!

 

In unserer heutigen Hutbe möchte ich über den ZEKÂT sprechen.

 

Zekât bedeutet wörtlich Bereket, Sauberkeit und Vermehrung. Nach islamisch-religiösem Verständnis steht es für eine bestimmte Menge aus dem Besitz oder Vermögen, den ein Muslim, der Mukellef, das heißt religiös mündig ist, bedürftigen Menschen zu geben hat. Wichtig bei dieser Handlung ist die Absicht, also die Niyet dem Gebot Allâhs genüge zu tun.

 

Der Zekat ist ein wichtiger Pfeiler im Islam. Er ist ein Ausgleich und der Garant für den sozialen Frieden zwischen Reichen und Armen. Der Zekat ist zugleich auch eine Prüfung. Darin liegt die menschliche Offenlegung der Liebe und des Gehorsams gegenüber dem Allmächtigen Schöpfer.

Diesen Zusammenhang bringt Rasûlullâh (s.a.v.) im folgenden Hadis-i Şerif sehr schön auf den Punkt: “Namaz, also das rituelle Gebet bedeutet Nûr, das Licht Allâhs. Der Zekât hingegen ist Beweis für den Glauben an Allah und die Liebe des Menschen zu IHM.”

 

Der Zekât ist reinigend. Es reinigt den Besitz von Haram und den Besitzer von Habgier und Geiz. Dieser Zustand ist von einigen Evliyâullah in folgender Weise erläutert worden: In den Adern der Freigebigkeit, also der Sahâvet entstehen Verstopfungen. Um diese Verstopfungen zu öffnen gibt man am besten seinen Zekat, seine Sadaka-i Fıtr und ähnliche Hayır-Gaben in die Hand eines geizigen Menschen und bittet ihn das Geld an vorher bestimmte Personen auszuteilen. So gewöhnt sich diese Person an den Zekât. Damit werden eure Abgaben makbul, also bei Allah angenommen und ihr bekommt dazu noch Sevab bei Allah, weil ihr eine Person zur Abgabe von Zekât angeleitet habt...” 

Der Zekat schützt den Besitz. So spricht Rasûlullâh (s.a.v.) hierzu “Nimmt euren Besitz mit dem Zekât in Schutz. Und mit der Sadaka, also der freiwilligen Abgabe heilt euch von euren Krankheiten.“

 

 

Liebe Muslime,

 

der Zekât als materielle Ibâdet hat für unser gesellschaftliches Zusammenleben eine sehr zentrale Bedeutung. Dies ist unbestreitbar. Deswegen reicht es nicht aus alle Vorteile des Zekât aufzuzählen und daran zu glauben, dass es farz ist. Vielmehr sollte sich der Muslim damit tatsächlich identifizieren und es auch bewußt umsetzen können. Dies ist eine Sache des Herzens. Wieviel und was er als Zekât, als Sozialabgabe an Bedürftige zu geben hat, weiss der Muslim selbst am besten. Die Zekât-Berechnung sollte daher penibel genau gemacht werden. 

 

Denn wenn der Besitz und das Vermögen sich vermehren so steigen unweigerlich die Wünsche. Hierbei tritt sofort auch die Nefis, also die innere Triebseele in Aktion und formuliert ihre altbekannten Forderungen: noch mehr und viel mehr! Aber aufgeweckte Muslime lassen sich dadurch nicht irritieren. Je wohlhabender sie werden desto mehr Zekât geben sie an Bedürftige und wetteifern dabei untereinander.

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KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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