Gebetskalender

Sitemap

12.August 2011 / 12. Ramazan 1432

VIKZ

Zekat, islamische Pflichtabgabe

tl_files/vikz/Hutbeler/Hutbeler-2011/12 08 2011 Zekat.jpg

 

 

Verehrte Muslime!

In unserer heutigen Hutbe möchte ich über den ZEKAT sprechen.

Zekat bedeutet wörtlich Bereket, Reinigung und Vermehrung. Nach islamisch-religiösem Verständnis steht es für eine bestimmte Menge aus dem Besitz oder Vermögen, den ein Muslim als mukellef, das heißt als religiös mündige Person bedürftigen Menschen zu geben hat. Wichtig bei dieser Handlung ist die Absicht, also die Niyet dem Gebot Allahs genüge zu tun.

Der Zekat ist ein wichtiger Pfeiler im Islam. Es ist ein Ausgleich und der Garant für den sozialen Frieden zwischen Reichen und Armen. Der Zekat ist zugleich auch eine Prüfung. Darin liegt die menschliche Offenlegung der Liebe und des Gehorsams gegenüber dem Allmächtigen Schöpfer.
Diesen Zusammenhang bringt Rasûlullâh (s.a.v.) im folgenden Hadis-i Şerif sehr schön auf den Punkt: “Namaz, also das rituelle Gebet bedeutet Nûr (das Licht Allâhs). Aber der Zekat ist Beweis für den Glauben an Allah und die Liebe des Menschen zu Ihm”.
Der Zekat ist reinigend. Es reinigt den Besitz von Haram und den Besitzer von Habgier und Geiz. Dieser Zustand ist von einigen Evliyâullah in folgender Weise erläutert worden: In den Adern der Freigebigkeit, also der Sahavet entstehen Verstopfungen. Um diese Verstopfungen zu öffnen gibt man am besten seine Zekat, seine Sadaka-i Fıtr und ähnliche Hayır-Gaben in die Hand eines geizigen Menschen und bittet ihn das Geld an vorher bestimmte Personen auszuteilen. So gewöhnt sich diese Person an den Zekat. Damit werden eure Abgaben makbul, also bei Allah angenommen und ihr bekommt dazu noch Sevab bei Allah, weil ihr eine Person zur Abgabe von Zekat angeleitet habt...”
Der Zekat schützt den Besitz. So sagt Rasûlullâh (s.a.v.) hierzu “Nimmt mit der Zekât euren Besitz in Schutz. Und mit der Sadaka (das heißt Almosen) heilt euch von euren Krankheiten.“

Liebe Gemeinde,


Der Zekat als materielle Ibâdet hat für unser gesellschaftliches Zusammenleben eine sehr zentrale Bedeutung. Dies ist unbestreitbar. Deswegen reicht es nicht aus alle Vorteile des Zekat aufzuzählen und daran zu glauben, dass es farz ist. Vielmehr sollte sich der Muslim damit tatsächlich identifizieren und es auch bewußt umsetzen können. Dies ist eine Sache des Herzens. Wieviel und was er als Zekat, als Pflichtabgabe an Bedürftige zu geben hat, weiss jeder am besten selbst.
Die Zekat-Berechnung sollte daher penibel genau gemacht werden. Denn wenn der Besitz und das Vermögen sich vermehren so steigen unweigerlich die Wünsche. Hierbei tritt sofort auch die Nefis, also unsere Triebseele in Aktion und formuliert seine altbekannten Forderungen: noch mehr und viel mehr! Aber aufgeweckte Muslime lassen sich dadurch nicht beirren. Je wohlhabender sie werden desto mehr Zekat geben sie an Bedürftige und überbieten sich hierbei gegenseitig - wie in einem Wettbewerb.

Verehrte Muslime,

in allen angeschlossenen Moscheegemeinden des Verbandes der Islamischen Kulturzentren wird heute eine Spendensammelaktion für die sich im Bau befindliche Kölner Zentralmoschee der DITIB (Diyanet) durchgeführt. Nach dem Ende des Freitagsgebetes werdet Ihr die Gelegenheit haben dafür zu spenden. Damit wollen wir unseren Teil für den Bau der Moschee beitragen. Es ist uns ein besonderes Anliegen, dass auch ihr die Möglichkeit bekommt an dieser Spendenaktion teilzunehmen.

Zurück

KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

Weiterlesen …