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13. Januar 2012 / 19. Safer 1433 - Muslim sein bedeutet Vorbild sein

VIKZ

Muslim sein bedeutet Vorbild sein 

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Verehrte Muslime!

 

Jede Grenze und jede Linie, die Allâh (c.c.) gezogen hat, ist eine Hilfe auf dem Wege zu Glück und Frieden  im Diesseits wie im Jenseits. Und jeder Muslim, der an Allâh und Seinen Gesandten glaubt und den Kur´ân-ı Kerîm als Wegweiser annimmt, unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von der Masse der Menschen. Dieser Unterschied ergibt sich daraus, dass ein Mü´min, ein gläubiger Muslim, sich immer bewusst ist, dass er für jedes gesprochene Wort und für alle Handlungen vor Allâh (c.c.) wird Rechenschaft ablegen müssen. 

 

Ausgewogenheit in Rede und Handlung, Verlässlichkeit und Ernsthaftigkeit sind von daher besondere Kennzeichen eines gläubigen Muslims. Darum können sich auch ein Muslim oder eine Muslima unter keinen Umständen der Lüge bedienen, und auch das Herumtragen von Geschwätz und übler Nachrede kann nicht zu ihrer Art gehören. Ein Muslim spricht nur hayır, was recht ist, oder er weiß, wann er zu schweigen hat. Dies ist die rechte Art und Weise, ein wahrer mü´min zu sein und damit die Anwartschaft auf die Cennet-ü Âlâ, das Paradies, zu erlangen. 

 

Unser geliebter Prophet, der Gesandte Allâhs (s.a.v) beschreibt uns diesen Weg mit folgenden Worten:  “Wer an Allâh und das Jenseits glaubt, der soll sprechen, was recht ist oder schweigen.” 

“Wer Geschwätz und üble Nachrede herumträgt, kommt nicht ins Paradies.” 

“Wer mir verspricht, seine Zunge und was sich zwischen seinen Beinen befindet, zu hüten (das heißt, wer auf Ehre, namûs, und Anstand, iffet, bedacht ist), dem verspreche ich das Paradies.

 “Hütet euch vor hased, dem Neid. Denn der Neid frisst alle guten und schönen Taten auf wie Feuer das Holz.” 

“Am meisten fürchte ich bei euch den kleinen şirk, die Beigesellung anderer Dinge neben Allâh, die (hier) riyâ (ist, also Geltungssucht und Hochmut).”

 

Liebe Gemeinde,

 

in diesen Worten Rasûlullâhs (s.a.v.) sehen wir, dass ein Muslim Ausgewogenheit in Rede und Handlung  beweisen und alles, was Allâh und seinem Gesandten nicht gefällt, unterlassen muss. Lüge, üble Nachrede, Hass, Neid, Verhöhnung und Erniedrigung anderer und Geltungssucht gehören auf keinen Fall zu der Art eines Muslims. Auch hat er sich von Orten fernzuhalten, an denen Dinge getan werden, die haram und verboten sind. Als Zeuge darf er keine Falschaussage machen, und wenn er mit Menschen zu tun hat, die unnützes Zeug reden, sollte er sich freundlich, aber würdevoll entschuldigen und sich von ihnen entfernen.  

 

Liebe Muslime,

selbst die Art und Weise, wie ein Muslim isst und trinkt, wie er sich kleidet, wie er seinen Lebensunterhalt  sucht und wie er sein Geld ausgibt, sollte ihren Unterschied bewahren. Ein Muslim ist immer auf einen Erwerb bedacht, der helal und rechtens ist. In seinem Selbstverständnis gibt es keine solche Einstellung wie “Die Hauptsache ist Geld verdienen, wie, ist mir egal!”. Eins sollten wir bei alldem nicht vergessen: Muslim sein hat nur dann Wert, wenn wir so leben, wie Allahu Teâlâ und sein Gesandter (s.a.v.) es uns vorgezeichnet haben, und nicht, wie wir meinen es verstehen zu müssen.

So lasst uns alle gemeinsam dem folgenden Gebot Allâhu Teâlâs Gehör schenken: “O ihr, die ihr glaubt, habt Ehrfurcht vor Allâh, so wie ihm gebührt. Und wenn ihr ins Jenseits hinübergeht, so tut es nur als Muslime.”


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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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