Gebetskalender

Sitemap

13. Juli 2012 / 23. Şaban 1433 - Der Ramazan-ı şerif kommt

VIKZ

Der Ramazan-ı şerif kommt

tl_files/vikz/Hutbeler/Hutbeler-2012/13 07 2012-RAMAZAN-AYI.png

Verehrte Muslime,

 

wir sind Allah Celle Celaluhu unendlich dankbar für den kommenden Fastenmonat Ramazan. Es ist ein wahrhaft erlesener Monat; ein Monat, in dem die Rahmet und die Mağfiret Allahs überreich strömen; ein Monat, in dem die Pforten der Rahmet-i Ilâhi und der Cennet sich weit auftun und die der Hölle verschlossen bleiben; ein wahrhaft geheiligter Monat, in dem der Şeytan in Ketten gelegt und die Macht der Nefs-i Emmâre, der inneren Triebseele über unseren Leib durch Fasten und Gebete bezwungen wird: Ein Monat, den wir Muslime nicht umsonst den Sultan der andern elf Monate nennen.

 

In den Herzen derer, die wahrhaft glauben, weckt der Ramazan-ı Şerif Freude und Hoffnung. Am kommenden Freitag werden wir inşâallah den ersten Ramazan-Tag fasten können. Um diesen erlesenen Gast gebührend zu empfangen, ist es geboten, um die Vergebung unserer Fehler und Sünden zu bitten und aus der kommenden, unergründlichen tecelliyat, der Offenbarungen Allâhs, soviel Segen wie möglich zu ziehen. 

 

Geschätzte Gemeinde,

 

der große Gelehrte und Mystiker Imam Rabbani (k.s.) Hazretleri erklärt in seinem Werk Mektubat-ı Şerife zur Bedeutung des Ramazan-ı Şerif und zu der Wichtigkeit, diesen Monat durch das Gebet mit geistlichem Leben zu erfüllen, das Folgende: “Wer in diesem Monat die Möglichkeit nutzt, Hayır und Salih Amel zu verrichten, dem wird diese Möglichkeit das ganze folgende Jahr lang ein enger Freund bleiben. Wer aber diesem Monat in mangelnder geistlicher Gefasstheit begegnet, der wird das ganze folgende Jahr über nicht zu sich selbst finden können.” 

 

Verehrte Gläubige!

 

Dieser gesegnete Ramazan ist ein Monat des Erbarmens, des gufran, das heißt der Sündenvergebung, und schließlich der Monat des Kur´an-ı Kerim. Denn das wichtigste Ereignis des Ramazan-ı Şerif ist unzweifelhaft die Herabsendung und der Beginn der Offenbarung unseres gesegneten Buches, des Kur´an-ı Kerim. Rasûlullâh (s.a.v.) vollzog jeden Ramazan eine hatim des Kur´an-ı Kerim, das heißt, er las den Gnadenreichen Kur´an von Anfang bis Ende einmal durch, und der Engel Cebrail (a.s.) hörte ihm andächtig zu. Darum gehört eine solche vollständige Lesung, die den Namen mukabele trägt, im Zusammenhang mit dem Ramazan-ı Şerif zur sünnet des Gesandten Allâhs (s.a.v.). Muslime sollten dafür die  notwendigen Vorbereitungen treffen. Wer den Kur´an lesen kann, sollte selbst eine hatim vollziehen, und wer dazu nicht in der Lage ist, sollte sich an Orte begeben, wo eine mukabele vorgetragen wird, und dabei versuchen, im Tiefsten seiner Seele die Sprache des Allmächtigen zu erfühlen. 

 

Zum Schluss ist es wichtig, sich Folgendes vor Augen zu halten:

 

Um diesen gesegneten Monat in gebührender Weise willkommen zu heißen, müssen wir jeden Teil unseres Leibes aufs Fasten einstellen. Und um dazu imstande zu sein, dürfen wir

 

  •  unsere Zunge keine Lügen wiedergeben lassen,
  •  keinem Menschen übel nachreden, d.h. keine giybet betreiben
  •  unser Ohr nicht Dingen leihen, die haram sind, 
  • unsere Hand nicht Dingen nähern, die Allâh uns nicht gestattet hat,
  • keinem Menschen Leid antun,
  • den Fuß nicht auf die Irrwege des Şeytans setzen,
  • unser Herz, dem Zentrum unseres Leibes, nicht wirren Meinungen und Vorstellungen öffnen.

 

Wir sollten, um es in einem Satz zusammenzufassen, unserem Leib den Auftrag geben: “Bereite dich für den Ramazan-ı Şerif und bereite dich für das Fasten!”

 

Liebe Gemeinde, 

 

machen wir uns diesen gesegneten Monat zu unserem Fürsprecher bei Allâh und nicht zum Beschwerdeführer unserer Nachlässigkeit und Trägheit. Dafür jedoch müssen wir alle uns bemühen, diesem Monat so gut wie möglich zu gefallen. 

In diesem Sinne sprechen wir euch von hier aus unsere Segenswünsche zu eurem Monat Ramazan aus: Ramazan Ayınız mübarek olsun.


Zurück

KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

Weiterlesen …