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14.Januar 2011 / 10. Safer 1432

VIKZ

Die Sünnet Rasûlullâhs

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Sehr verehrte Muslime,
Die islamischen Rechtsquellen sind derer vier: Kitap, also der Kur’ân-ı Kerîm, Sünnet, Icmâ-ı ümmet, also der Konsens der Gelehrten und die Kıyas-ı fukaha, das heißt der Analogieschluß eines islamischen Rechtsgelehrten.
Als Sünnet bezeichnen wir alle Aussagen des Gesandten Allahs (s.a.v.), alle seine Taten und Handlungen und all die Dinge, die er bei anderen gesehen und für gut befunden hat. Die Begrifflichkeit Hadîs hingegen wird einerseits als Synonym, als ebenbürtiges Wort für Sünnet im allgemeinen benutzt und andererseits als engere Bezeichnung der Aussprüche Rasûlullâhs, der sogenannten Sünnet-i kavliye verstanden.

Cenab-ı Hak hat den Menschen auf ihrem Weg zu Ihm selbst heilige Bücher offenbart und Propheten gesandt, damit diese die Vorgaben und Regeln in Seinen Büchern leben und als Vorbilder dienen können. Ziel und Zweck dabei für den Menschen ist und war immer gewesen, der unbeirrte Fortgang auf dem sırât-ı müstekîm, das heißt dem einzigen rechtmäßigen Weg zu Allâh, dem Allmächtigen. Die Âyet-i Celîle 43 in der Sûre Âraf ist hierfür der beste Beleg: “Alles Lob und Dank gebührt Allâh, Der uns hierzu geleitet hat! Hätte Allâh uns nicht die hidayet gegeben, so hätten wir den Weg nicht finden können. Wahrlich, die Gesandten unseres Herrn sind mit der Emr-i Hak gekommen(, sie sind auf Gebot Allahs zu uns gekommen)."

In unserer heutigen Zeit begegnen wir gelegentlich Menschen, deren Absichten nicht klar und sauber sind und die verschiedenartige Behauptungen aufstellen um das System der Sünnet Rasûlullâhs zu schwächen. Da werden manchmal unschöne Aussagen getroffen, wie “Der Gesandte war ja auch nur ein  Mensch. Und Menschen machen nunmal Fehler. Darum sollte man sich mehr auf den Kur’ân konzentrieren und von dort seine Belege heranziehen.” Gut und richtig ist, auch die von Allâh auserwählten Gesandten sind erstmal Menschen, so können auch sie Fehler begehen. Aber kein Gesandter verbleibt auf einem fehlerhaften Pfad. Sie werden von Allâhu Teâlâ sofort und unverzüglich berichtigt. Der berühmte Hadisüberlieferer Abdullah bin Amr erzählt hierzu: “Alles was ich von Rasûlullâh hörte schrieb ich auf und verwahrte es. Der Stamm der Kureyş hat mir dies verboten und gesagt ‚Du schreibst alles auf, was der Gesandte spricht? Auch Rasûlullâh ist ein Mensch. Er hat seine guten und seine schlechten Tage.‘ So ließ ich das Mitschreiben sein und erzählte es dem Gesandten Allâhs. Nach dem er mir aufmerksam zugehört hatte zeigte Rasûlullâh mit seinem Finger auf seinen Mund und sprach: „Schreib! Ich schwöre bei Allâh, in dessen Macht sich mein Dasein befindet, zwischen diesen (beiden Lippen) kommt nur Hak, nur die Wahrheit (Allâhs) heraus.“

Liebe Gemeinde,
Eine andere Aussage lautet: “Woher willst Du wissen, dass dieser Ausspruch ein Hadîs von unserem Gesandten ist?”
Die Antwort auf solch eine Frage erfordert natürlich gute Kenntnisse der Usûl-u Hadîs, also der Lehre um die Überlieferung der Hadîse von Rasûlullâh. Die Arbeiten welche Hadîse dem Gesandten Allâhs gehören und welche nicht, sind vor Jahrhunderten von Hadîsgelehrten mit einer unglaublichen Akribie und Feinarbeit, mit einer Hingabe und mit einem Fleiß gemacht worden, die ihresgleichen suchen. All die Hadîse sind dann für die Nachwelt verschriftlicht worden. Hätten wir die Zeit und die Möglichkeiten über die Hingabe und über alle Details der Hadisüberlieferungen und die Mühen der Hadîsgelehrten zu sprechen,  würde kein Mensch solch eine Behauptung aufstellen – außer vielleicht Leuten, die sich, aus welchen Gründen auch immer, diesen Argumenten prinzipiell verschließen.
In der Hadisüberlieferung und an die Überlieferer selbst sind derartig hohe Maßstäbe gesetzt worden, dass es für unser heutiges Verständnis schon unmöglich erscheint auch nur ein einziges Merkmal zu erfüllen. Zum Beispiel, wenn ein Muhaddis, also ein Überlieferer beim Gehen etwas zu sich nimmt, also ißt, haben die muslimischen Gelehrten dies als Schwäche und Fehler in seiner Urteilsfähigkeit angesehen und seine überlieferten Hadise als Zaîf, also als schwach herabgestuft. Ein anderes Beispiel ist die eines Überlieferers von dem eine einzige Lüge in seinem ganzen Leben dazu geführt hat, dass man alle seine überlieferten Hadîse als erfunden herabgestuft hat – unbeachtet seiner vielen Tevbes, also seinen Bitten um Vergebung bei Allâh. Solcherart Maßstäbe und solcherart von Herangehensweisen an die Thematik werden auf jedenfall keine Fragen offen lassen und Widersprüche gar nicht erst aufkommen lassen.

Verehrte Gläubige,
Der große Gelehrte und Sufimeister İmam-ı Rabbani Hazretleri bringt es sehr genau auf den Punkt “Eine Erlösung bei Allâh kommt nur dann zustande wenn man sich an die Sünnet von Rasûlullâh klammert und ihr folgt - sonst nicht.” In der Sûre Ahzâb, in der Âyet 21 wird dieser Umstand sehr klar und deutlich ausgeführt: “Wahrlich, ihr habt an Rasûlullâh ein schönes Vorbild für jeden, der auf Allah und den Letzten Tag hofft und Allahs häufig gedenkt.”

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KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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