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15. Januar 2016 / 05. Rebîulâhir 1437 - Kinderliebe

15. Januar 2016 / 05. Rebîulâhir 1437 - Kinderliebe

Liebe Muslime,

 

der Islam gebietet die Wahrung und den Schutz der Vernunft, der Nefis, des Eigentums und des Islam selbst. Mindestens genauso wichtig ist aber auch der Schutz der Nachkommenschaft, also unserer Kinder.

So sind wir verpflichtet auf die körperliche und seelische Gesundheit unserer Kinder acht zu geben. Daher ist es für uns Muslime eine vorrangige Aufgabe die richtigen Vorkehrungen zu treffen, damit unsere Kinder eine gute Zukunft haben. Unser über alles geehrter Gesandter (s.a.v.) war allen Menschen und allen Geschöpfen gegenüber voller Liebe und Şefkat und Güte. Aber insbesondere gegenüber Kindern hegte Rasûlullâh (s.a.v.) eine ganz andere Art der Muhabbet und Zuneigung. In der vorislamischen Zeit der Câhiliyye entbehrten Kinder fundamentale Bedürfnisse wie Liebe und Anerkennung, Şefkat und Barmherzigkeit. Erst durch Peygamberimiz (s.a.v) sind sie in die Mitte der Gesellschaft gerückt worden. Rasûlullâh (s.a.v.) pflegte Kinder mit dem Selâm zu grüßen, sie nach ihrem Befinden zu fragen und mit ihnen herumzuscherzen. Seine Enkelkinder nahm er gelegentlich auf seine Schultern und als einer seiner Enkel mal während der Secde auf seinen Rücken stieg, verweilte er in dieser Position bis das Kind von ihm abließ.

 

Der beste Nachlass eines Menschen sind unzweifelhaft seine Kinder, die nach seinem Tod imstande sind für ihn Duâ zu machen. Kinder sind die Rosen unseres Familiengartens. Keine Mutter und auch kein Vater wird es wollen, dass diese Rosen verwelken. Eltern wollen für ihre Kinder immerzu das Beste. Wir wollen bestimmt nicht, dass sie Mißerfolg haben und unglücklich sind.

Allahü Teâlâ spricht hierzu dies: "O die ihr glaubt, schützt euch selbst und eure Familien vor einem Feuer, dessen Brennstoff Menschen und Steine sind..." Der in dieser Âyet genannte Schutz vor dem Feuer Allâhs geht nur über die Einhaltung Seiner Gebote und Verbote. Daher gehört es zu den wichtigsten Aufgaben der Eltern ihren Kindern eine gute familiäre Erziehung zu geben, sie auf das Leben vorzubereiten und ihnen gute Vorbilder zu sein.

 

Geschätzte Brüder im Islam,

 

um Kindern aber ein gutes Vorbild abgeben zu können, müssen unsere Worte und unsere Taten sich einander ergänzen und unser Leben ganzheitlich ausgerichtet sein. Haben Eltern, die selbst keine Grenzen in Bezug auf helal und haram kennen das Recht ihren Kindern zu erzählen wie schlimm Lüge, Korruption, Alkohol und Glücksspiele sind? Wenn ja, welchen Einfluss hätten sie dann schon?

Im Gespräch mit den eigenen Kindern sollte man bedacht sein eine geeignete Umgebung zu schaffen und die richtige Wortwahl zu finden. Ratschläge und Berichtigungen sollte man machen können, ohne sie zu kränken oder zu beleidigen. Die Muslime früher brachten einem Kind, schon mit dem ersten Wort im Mund immer die richtigen Sachen bei und verwendeten dabei eine Wortwahl mit der sie sein Verantwortungsgefühl in Bezug auf das Muslimsein und das Pflichtbewußtsein in Bezug auf die Gesellschaft hin bestärkten. Den Kindern brachte man in einer milden Sprache und mit schönen Worten bei, welche Grenzen sie zu beachten haben und gingen selbst mit gutem Beispiel voran.

 

Kinder benutzen verschiedenartige Zeichen und Hinweise um mitzuteilen, dass sie Anerkennung und Aufmerksamkeit brauchen. Vor allem bei Kleinkindern kann man diese Zeichen leicht erkennen. Sie versuchen unsere Aufmerksamkeit meistens dann zu bekommen wenn wir gerade beschäftigt sind. Sie berühren zum Beispiel die Zeitung, in der man gerade liest oder zerschlagen oder verschütten etwas. Wenn man dies dann als Ruhestörung empfindet und das Kind schroff von sich weist, ist dies gewiss keine gute Verhaltensweise. Eltern sollten sich bewusst sein, dass die wichtigste Nahrung eines Kindes „Liebe“ ist und  dementsprechend handeln, das bedeutet es mit Liebe und Aufmerksamkeit erziehen.

Eins sollten wir nicht vergessen: die erste Erziehungsanstalt eines Kindes wird immer die Familie sein. Lehrer und Lehrerin dieser Schule sind Vater und Mutter. Allahü Zülcelal hat uns die Kinder als makellose Emanet anvertraut. Nur wenn sie gut erzogen werden und mit guten Charaktereigenschaften ausgestattet werden, können sie –so hoffen wir - zu Nachkommen mit Hayır und Wert bei Allâh werden.

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KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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