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15.Oktober 2010 / 07. Zilkade 1431

VIKZ

Das Herz

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Liebe Muslime,


Der erhabene Gesandte Allahs (s.a.v.) spricht in dem anfangs vorgetragenen Hadis-i Şerif: “Passt auf, in eurem Körper befindet sich ein Stück Fleisch, dass wenn es gut ist, der Körper selbst gut wird. Ist es aber verdorben, so ist auch der ganze Körper verdorben. So höret zu: Es ist das Herz.”


Demnach ist, Liebe Gemeinde, das Herz unser wichtigstes Organ. Das Herz ist der Schlüssel zur Glückseligkeit in beiden Welten. Auch ist es das Herz, dass den Menschen erhöht oder in die tiefsten Abgründe stürzen läßt. Das Herz ist schließlich die Nazargah-i Ilahi, also der Mittelpunkt göttlicher Zuwendung.
So gesehen haben wir eine Verpflichtung unserem Herzen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Denn jedweder Niedergang des Menschen beginnt damit, dass die Ordnung im Herzen in Chaos verfällt. Solch ein Niedergang kann erst dann abgewendet werden, wenn der Rhytmus im Herzen seinen normalen Gang wieder aufnehmen kann. Die Ordnung und das System im Herzen findet man nur in der Hinwendung zum Allmächtigen Schöpfer. So kann man sagen: Ein Herz das verschlossen ist gegenüber Allah, ist ein Herz, das sich selbst noch nicht gefunden hat.

 

Verehrte Gläubige,

 

Hazret-i Allah (c.c) verspricht im folgenden Vers eine Wegweisung nur denjenigen, die ihre Herzen ihm gegenüber öffnen und bekundet, dass das Herz nur im Gedenken an Allah seine Erfüllung findet: “(O mein Gesandter) sag ihnen, Hazret-i Allah erschafft Dalalet für diejenigen, die sich Dalalet, also den Irrweg wünschen und gibt denjenigen die Hidayet, die sich ihm, mit dem Herzen zuwenden. Denn diese Glauben an Allah und sind erfüllt mit der Zikir, also mit dem Gedenken an Allah. Wahrlich nur mit der Zikir an Allah können die Herzen Erfüllung finden.”


Der Kummer des Menschen kann nur in der beschriebenen Art und Weise besänftigt und die Leere im Herzen wiedergefüllt werden. Denn diese erfüllten und mit Liebe gefüllten Herzen arbeiten auch dann weiter, wenn ihre Besitzer sich mit etwas anderem beschäftigen. Wie ein Automotor im Leerlaufbetrieb ist dieses Herz damit beschäftigt ständig mit Allah, Allah, Allah seinen Schöpfer zu gedenken, also Zikrullah zu machen. Ob man nun gerade sitzt, isst, trinkt oder gar Handel treibt macht keinen Unterschied. Das Herz ist mit Allah zusammen, aber trotzdem ist der Mensch vollständig in der Lebenswirklichkeit.


Rasulullah (s.a.v.) spricht: “Der lebende Zustand des Herzens ist Glaube, dessen Tod ist Küfür, dessen gesunder Zustand ist Gehorsam, dessen kränkelnder Zustand ist das Festhalten an Sünden, dessen Wachzustand ist die Zikir, also das Gedenken Allahs und dessen Schlafzustand ist die Gaflet, also die geistige Trägheit.” Das bedeutet für einen Muslim: Die Ausrichtung seines Lebens nach Maßgabe von Kuran-ı Kerim und die Sünnet Rasulullahs (s.a.v.). So ist es möglich den Puls unseres geistigen Herzens immer gleichmäßig schlagen zu lassen.
Wie schön ergeht es denjenigen, die ihre Herzen Allah gegenüber öffnen und versuchen dem Islam nützlich zu sein!


Selam auf diejenigen, die ihre Herzen mit Istighfar, Kur’an-ı Kerim-Lesungen und Zikrullah reinigen!

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KRM - Pressemitteilungen

Den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit aller Kraft befördern

Vertreterinnen und Vertreter der EKD und des KRM trafen sich zu Konsultationen in Wittenberg
Köln, 05.07.2017: Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime (KRM) haben sich am Dienstag (4. Juli) zu ihren jährlichen Konsultationen erstmals in Wittenberg getroffen. Der Ort wurde im Jahr des 500. Reformationsjubiläums auch als gemeinsames Zeichen für ein friedliches Miteinander der Religionen gewählt. Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, bezeichnete den Religionsdialog mit dem Islam als wichtigen Teil einer „Lerngeschichte der Reformation“, die vor 500 Jahren von Wittenberg aus ihren Anfang nahm. „Freiheit bedeute immer auch die Freiheit der Andersglaubenden“, so Bedford-Strohm. Es gehöre zu den christlichen Einsichten, dieses Ja zur religiösen Vielfalt auch klar auszusprechen und zu vertreten. Der Sprecher des KRM, Aiman Mazyek, bedankte sich für die Einladung und gratulierte zum Jubiläum. „Eine solche Begegnung von christlichen und muslimischen Repräsentanten wäre vor 500 Jahren an diesem Ort noch unvorstellbar gewesen“, erinnerte Mazyek.

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