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16. Januar 2015 / 25. Rebîulevvel 1436 - Die Umra

16. Januar 2015 / 25. Rebîulevvel 1436 - Die Umra

Verehrte Muslime,

in unserer Hutbe sprechen wir heute über die Umre.

Der Hadsch ist eine der fünf Grundpfeiler der islamischen Religion und für jeden Muslim, der dazu in der Lage ist, verpflichtend, also farz. So ähnlich steht es auch mit der Umre, gemäß den hanefitischen Ulemâ ist es Sünnet-i Müekkede einmal im Leben die Umre zu machen. Die schafiitischen und hanbelitischen Ulemâ stufen die Umre sogar als vacib ein.

In Âyet 196 der Sûre Bakara spricht Allâhü Teâlâ: „So vervollständigt sowohl den Hadsch als auch die Umre für Allâh.

Und Rasûlullâh (s.a.) spricht über die Umre gar die folgenden Worte: „Eine Umre ist Sühne für (alle) Fehler, die bis zur nächsten Umre begangen werden. Und der Lohn für einen bei Allâh angenommenen Hadsch ist die Cennet.

Der Gesandte Allâhs (s.a.) hat in seinem Leben den Hadsch einmal und die Umre vier mal verrichtet. Zu diesen vier Umres zählt die eine Umre während seiner auch “Hacc-ı Vedâ“ genannten letzten Pilgerfahrt Rasûlullâhs nicht.

Umre bedeutet wörtlich Besuch und in der islamischen Fachsprache ist es eine Ibâdet, also eine Anbetungsform Allâhs, die mit der Niyet, also der Willensbekundung und dem Anziehen des Ihram genannten Gewandes an der als Mîkat bezeichneten Grenze zur Harem-i Şerîf beginnt, mit dem Tavâf der Kâbe-i Muazzama und der Sa’y, das heißt dem Laufen zwischen den Hügeln Safâ und Merve weitergeht und mit dem Schneiden der Haare und dem anschließenden Ausziehen des Ihram sein Ende findet.

Die Erfordernisse der Umre sind nicht so vielfach die des Hadsch und einfacher. Für den Vollzug der Umre bedarf es keiner besonderen Zeit. Eine Umre kann also jederzeit gemacht werden. Aber eine Umre während des Monats Ramadan ist mendub und hat mehr Fazîlet und Wert bei Allâh. So spricht Rasûlullâh (s.a.v.) hierzu: “Eine Umre während des Monats Ramadan ist einem Hadsch ebenbürtig.” Umre am Arefe-Tag, also einen Tag vor dem Kurban- Bayram und während des Opferfestes selbst ist verpönt und tahrîmen mekrûh.

Ein Muslim kann die Umre für sich selbst, aber auch im Namen seiner vergreisten und schwachen oder gar schon verstorbenen Eltern vollziehen.

Liebe Muslime,

seit der ersten Stunde seiner Gründung vor über 40 Jahren bemüht sich unsere Moscheeorganisation, also der “Verband der islamischen Kulturzentren” um die religiösen, sozialen und kulturellen Bedürfnisse der muslimischen Menschen in Deutschland und hat sehr viel Vertrauen aufgebaut. Auch die Hadsch- und Umre-Organisation unserer Moscheen ist professionellen und vertrauenswürdigen Menschen anvertraut.

Brüder, die alleine oder mit Familie ihre Umre machen wollen können sich jederzeit hier in unserer Moschee melden und Informationen bekommen.

In diesem Sinne und mit den besten Wünschen für alle Muslime, die ihre Umre machen wollen und mit der Duâ, dass Allâhu Teâla ihnen und uns vergeben möge, möchte ich meine heutige Hutbe mit dem folgenden Hadîs-i Şerîf beenden: “Wer mich nach meinem Tode besucht, ist, als hätte er mich zu meinen Lebzeiten besucht.”

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KRM - Pressemitteilungen

„Jeder Flüchtling ist zu allererst ein Mensch“ - Begegnung von EKD und KRM Delegation in München

Die leidvolle Situation der Flüchtlinge, die nach Europa und Deutschland kommen, stand im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens zwischen Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM). Es könne nicht sein, dass Flüchtlinge in der öffentlichen Wahrnehmung nur in Zahlen oder vorrangig als Last wahrgenommen würden, betonten die Delegationen.

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